Bundesliga-Relegation 2017/18, Relegation
20:43 - 13. Spielminute

Tor 1:0
Origi
Rechtsschuss
Vorbereitung Steffen
Wolfsburg

21:03 - 34. Spielminute

Tor 1:1
Ki. Schindler
Linksschuss
Vorbereitung Drexler
Kiel

21:10 - 40. Spielminute

Tor 2:1
Brekalo
Rechtsschuss
Wolfsburg

21:44 - 56. Spielminute

Tor 3:1
Malli
Linksschuss
Vorbereitung Origi
Wolfsburg

21:51 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Seydel
für Lewerenz
Kiel

21:50 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Mühling
für Peitz
Kiel

22:10 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Blaszczykowski
für Steffen
Wolfsburg

22:15 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Camacho
für Malli
Wolfsburg

22:19 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Dimata
für Origi
Wolfsburg

WOB

KIE

Kieler Druckphase bleibt unbelohnt

Malli verschafft Wolfsburg eine gute Ausgangslage

Yunus Malli

Das wichtige 3:1 gegen Kiel: Wolfsburgs Yunus Malli schiebt aus kurzer Distanz ein. imago

VfL-Coach Bruno Labbadia nahm nach dem 4:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln eine Veränderung in seiner Startelf vor: Verhaegh stand nicht zur Verfügung. Der Kapitän hatte sich im Spiel gegen Köln eine Platzwunde zugezogen, die genäht werden musste und einen Einsatz nicht erlaubte. Uduokhai nahm deshalb die Linksverteidiger-Position ein. William begann auf der rechten Seite.

Kiels Trainer Markus Anfang rotierte nach dem 6:2-Kantersieg gegen Absteiger Eintracht Braunschweig wieder zurück und nahm sechs Veränderungen vor: Herrmann, Schmidt, Kinsombi, Schindler, Drexler und Ducksch ersetzten Heidinger, Hoheneder, Seydel, Mühling (alle Bank), Dürholtz und Sicker (nicht im Kader).

Origi bringt Wolfsburg nach munterem Beginn in Führung

Beide Mannschaften verzichteten auf eine längere Abtastphase und lieferten sich einen schwungvollen Beginn. Zwingende Torchancen waren zwar zunächst Mangelware, abgesehen von einem Brekalo-Schuss, den Kronholm im Nachfassen hatte (4.). Doch die Partie, von beiden Seiten mit hoher Intensität geführt, sorgte für gute Unterhaltung. Kiel ließ den Wölfen, die bisweilen sogar mit etwas Spielwitz auftraten, etwas zu viel Raum, den diese in der 13. Minute zu nutzen wussten. Malli dribbelte sich in den Strafraum, passte quer und fand Steffen, dessen gegrätschte Direktabnahme Kronholm noch parierte. Gegen Origis Nachschuss war der 32-Jährige allerdings machtlos - 1:0!

Wolfsburg war danach weiter spielbestimmend und hätte durch William nachlegen können (16.). Die Störche, die trotz phasenweise hohem Druck nicht davon abrückten, ihr Spiel flach und mit Kurzpässen aufzubauen, gewannen zwar bis zu 70 Prozent der Zweikämpfe, waren aber auch fast durchgehend in der Defensive gefordert. Offensiv blieben die Gäste lange unscheinbar, Ducksch (17.) und Schindler (20.) brachten Casteels nicht in Verlegenheit. Umschaltsituationen spielte die Anfang-Elf außerdem zu unkonzentriert aus.

Drexlers starke Vorarbeit - Brekalos Hammer

So fiel das 1:1 zu diesem Zeitpunkt überraschend: Drexler hatte den Ball links vom Tor, dribbelte sich in hohem Tempo an zwei Gegenspielern vorbei entlang der Grundlinie nach innen und hatte dann das Auge für Schindler, der nur den Fuß hinhalten musste und zum Ausgleich einnetzte (34.).

Wolfsburg ließ sich davon jedoch nicht schocken, knüpfte stattdessen an seine mutige Spielweise vor dem 1:1 an und wurde belohnt. Knoche, der bisweilen weit nach vorne vorstieß, schlug einen hohen Pass nach vorne, den KSV-Verteidiger Schmidt unfreiwillig vor die Füße von Brekalo ablegte. Dieser zog direkt ab und zimmerte den Ball zum 2:1-Pausenstand ins Tor (40.).

Malli erhöht

Die Bundesliga-Relegation

Nach der Pause hatte Drexler die erste Chance, scheiterte aber an Casteels (49.). Sieben Minuten später machte es Malli auf der Gegenseite besser. Origi behielt im Zweikampf mit Peitz die Oberhand und steckte zu Malli durch. Weil Herrmann das Abseits aufhob, konnte dieser Kronholm umkurven und zum 3:1 einschieben (56.). Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken dominierte Wolfsburg das Spiel und hätte durch Steffen (69.) und Arnold (70.) nachlegen können.

Kiels Schlussoffensive bleibt unbelohnt

Kiels Kingsley Schindler (li.) erzielt das zwischenzeitliche 1:1

Kiels Kingsley Schindler (li.) erzielt das zwischenzeitliche 1:1. imago

Anfang hatte nach etwas mehr als einer Stunde reagiert und mit Seydel und Mühling zwei frische Kräfte gebracht. Vor allem Letzterer erwies sich als Belebung für das Offensivspiel und war maßgeblich an Kiels offensiver Schlussphase beteiligt: Die KSV raffte sich in der Schlussviertelstunde noch einmal auf und erspielte sich zahlreiche Chancen auf das erneute Anschlusstor. Mühling, der durch Duckschs cleveren Laufweg freie Schussbahn bekam, schoss aus 17 Metern knapp daneben (71.). Seydel (75., 78.), Schmidt (78.), Ducksch (82.), Drexler (89.) und van den Bergh (90.+5) hatten weitere zum Teil hochkarätige Möglichkeiten. Allerdings brachte Wolfsburg mit etwas Glück das 3:1 über die Zeit und geht damit mit einer guten Ausgangslage in das Rückspiel.

Die Partie, die dann final über Auf- oder Abstieg entscheiden wird, steigt am kommenden Montag (20.30 Uhr) im Holstein-Stadion in Kiel. Um den Aufstieg doch noch zu schaffen, benötigt die KSV mindestens einen 2:0-Sieg.

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Bilder zur Partie VfL Wolfsburg - Holstein Kiel