UEFA Nations League 2018/19, 6. Spieltag
20:47 - 2. Spielminute

Tor 0:1
T. Hazard

Belgien

21:02 - 17. Spielminute

Tor 0:2
T. Hazard

Belgien

21:12 - 26. Spielminute

Tor 1:2
R. Rodriguez

Schweiz

21:16 - 31. Spielminute

Tor 2:2
Seferovic

Schweiz

21:23 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
G. Xhaka
Schweiz

21:29 - 44. Spielminute

Tor 3:2
Seferovic

Schweiz

22:03 - 62. Spielminute

Tor 4:2
Elvedi

Schweiz

22:06 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Batshuayi
für Chadli
Belgien

22:21 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Mbabu
Schweiz

22:20 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Zakaria
für Freuler
Schweiz

22:26 - 84. Spielminute

Tor 5:2
Seferovic

Schweiz

22:28 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Seferovic
Schweiz

22:29 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Benito
für Zuber
Schweiz

22:31 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Origi
für Meunier
Belgien

22:34 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Al. Ajeti
für Seferovic
Schweiz

SUI

BEL

Elvedi patzt und trifft - Seferovic schnürt Dreierpack

5:2 nach 0:2! Furiose Schweiz stürmt zum Gruppensieg

Schweiz

Wildes Spektakel: Die Schweiz drehte gegen Belgien einen 0:2-Rückstand - und gewann noch mit 5:2. Getty Images

Bei der Schweiz musste Nationaltrainer Petkovic mit Lichtsteiner, Akanji und Schär in der Defensive auf drei wichtige Säulen verzichten. Mit den beiden Gladbachern Sommer und Elvedi sowie dem Hoffenheimer Zuber begannen bei der Nati drei Bundesliga-Legionäre.

Auch Belgiens Coach Roberto Martinez hatte mit Torjäger Lukaku einen namhaften Ausfall zu beklagen. Für ihn begann Mertens, dahinter durfte Gladbachs Thorgan Hazard neben seinem Bruder Eden wirbeln. Auch Dortmunds Witsel stand in der Startelf.

Die Roten Teufel gingen mit einem Blitzstart früh in Führung. Ein missglückter Klärungsversuch von Elvedi landete bei dessen Vereinskollegen Thorgan Hazard, der frei vor Sommer zum 1:0 für Belgien vollendete (2.). Die Schweiz war nun gefordert, hatte mehr vom Spiel, kam aber zunächst nicht gefährlich in Tornähe. Stattdessen erhöhte die Mannschaft von Trainer Martinez nach etwas mehr als einer Viertelstunde auf 2:0: Thorgan Hazard wurde bei einem Konter nicht richtig angegriffen und traf von der Strafraumkante ins lange Eck (17.) - Doppelpack für den Gladbacher.

Rodriguez verkürzt - Seferovic stellt die Partie auf den Kopf

Die Schweiz wirkte angeschlagen und kam gegen nun tiefstehende Belgier weiter nicht zum Abschluss - bis Schiedsrichter Daniele Orsato in der 26. Minute auf den Punkt zeigte, Chadli hatte zuvor Mbabu gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Rodriguez zum 1:2 (26.). Die Nati witterte nach dem überraschenden Anschlusstreffer ihre Chance, erhöhte den Druck und glich kurz darauf schließlich aus. Boyata verschätze sich bei einem langen Ball von Rodriguez, Shaqiri legte per Kopf auf Seferovic quer, der aus kurzer Distanz zum 2:2 einschob (31.).

Im Anschluss wurde Belgien etwas aktiver und ergriff wieder mehr die Initiative. Doch es war die Schweiz, die die Partie kurz vor der Pause komplett auf den Kopf stellte: Nach einer Ecke für die Roten Teufel konterte die Nati im eigenen Stadion. Am Ende bediente Fernandes Seferovic, der aus dem Rückraum abzog und ins lange Eck zum 3:2 traf (44.).

Elvedi macht Fehler wieder gut - Seferovic zum Dritten

Haris Seferovic

Dreierpacker: Haris Seferovic (l.) bejubelt seinen Treffer zum 5:2, Steven Zuber gratuliert. imago

Nach dem Seitenwechsel gestaltete Belgien die Partie zunächst ausgeglichen, die erste gute Chance in Hälfte zwei hatte allerdings die Schweiz: Nach einem Pass von Elvedi tauchte Seferovic frei vor Courtois auf, hob den Ball jedoch knapp am Tor vorbei (52.). Kurz darauf setzte Shaqiri einen Freistoß aus aussichtsreicher Position einen Meter über den Querbalken (57.). Fünf Minuten später zappelte der Ball schließlich im Netz: Eine Ecke von Shaqiri wurde zunächst geblockt, der Mann aus Liverpool kam jedoch erneut an den Ball und hob die Kugel an den Fünfmeterraum, wo Elvedi das Leder zum 4:2 ins lange Eck verlängerte (62.).

Mit dem vierten Tor schob sich die Schweiz an Belgien vorbei auf Platz eins. Die Roten Teufel brauchten derweil einen Treffer, um den Gruppensieg zurückzuerobern. Der WM-Halbfinalist zeigte sich jedoch ohne zündende Ideen und kam bis auf einen Versuch von Eden Hazard (69.) nicht gefährlich zum Abschluss. Stattdessen setzte die Schweiz sogar noch einen drauf: Mbabu flanke punktgenau auf den Kopf von Seferovic, der die Kugel zum 5:2 ins lange Eck wuchtete (84.) - das dritte Tor des Angreifers, der jeweils einen Treffer mit links, rechts und dem Kopf erzielt hatte. Weil Eden Hazard im Gegenzug nur den Querbalken traf (86.) und Zakaria in der Nachspielzeit einen sechsten Treffer für seine Mannschaft verpasste (90.+1), stand am Ende ein 5:2-Sieg für die Eidgenossen.

Damit verdrängte die Schweiz die Roten Teufel von Platz eins in Gruppe A2 und qualifizierte sich so für das Finalturnier im nächsten Jahr in Portugal.

jly