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400-Millionen-Klausel: Ansu Fati soll kein zweiter Neymar werden

Barça will Teenager schnellstmöglich mit neuem Vertrag ausstatten

400-Millionen-Klausel: Ansu Fati soll kein zweiter Neymar werden

Ansu Fati

Soll noch viele Jahre beim FC Barcelona spielen: Der 17-jährige Ansu Fati. Getty Images

In einer Saison, die angesichts der hohen Ansprüche beim FC Barcelona nur noch durch den Gewinn der Champions League gerettet werden könnte, war Ansu Fati einer der wenigen Lichtblicke beim kadertechnisch überalterten Vizemeister. Der 17-jährige Shooting-Star schoss in 32 Einsätzen acht Tore und brachte bei den Katalanen Dynamik, Vertikalität und die vielzitierte jugendliche Unbekümmertheit und Frische ein.

Letzte Erneuerung erst Ende 2019

Nachdem in den letzten Jahren kaum noch Eigengewächsen der Sprung in Barças erste Mannschaft gelungen war, ist man beim FCB nun besonders darauf bedacht, in Sachen Ansu Fati für vertragliche Sicherheit zu sorgen. Ende 2019 hatte der Angreifer bereits ein neues, bis 2022 gültiges Arbeitspapier unterzeichnet, das eine Ausstiegsklausel in Höhe von 170 Millionen Euro beinhaltet.

Der Teenager ist zwar sehr talentiert, diese Summe wird - gerade in Zeiten von Corona - aber kein Verein für ihn zahlen. Oder doch? Barça will nichts riskieren und die Ausstiegsklausel - ein Schritt, der im aktuellen Vertrag angeblich bereits vermerkt wurde - mehr als verdoppeln und auf 400 Millionen Euro festsetzen. Die Gespräche zur vorzeitigen Finalisierung, die in den nächsten Tagen über die Bühne gehen soll, laufen laut "Marca" bereits.

Ansu Fati soll sein Leben lang bei Barça spielen.

Präsident Josep Maria Bartomeu

Mit der definitiv abschreckenden Klausel wollen die Blaugrana verhindern, dass es zu einem zweiten Fall Neymar kommt, der 2017 von Paris Saint-Germain für 222 Millionen aus seinem Vertrag gekauft wurde. "Ansu Fati soll sein Leben lang bei Barça spielen", sagte Präsident Josep Maria Bartomeu erst kürzlich in einem Interview mit der vereinsnahen Tageszeitung "Sport". Die "Marca" hatte vom Interesse "mehrerer Premier-League-Teams" während der Saison berichtet.

Vollwertiger Spieler, deutliche Gehaltserhöhung

Da der Außenstürmer nach der ablaufenden Spielzeit ohnehin mit einem Kontrakt als vollwertiger Spieler der ersten Mannschaft ausgestattet werden soll, was auch mit einer saftigen Gehaltserhöhung einhergeht, dürfte dem schnellstmöglichen Inkrafttreten der radikal erhöhten Klausel eigentlich nichts im Weg stehen.

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