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4:1 bei Lazio: Gosens glänzt in doppelter Rolle

Nachholspiel in der Serie A

4:1 bei Lazio: Gosens glänzt in doppelter Rolle

Robin Gosens

Tor plus Vorlage: Robin Gosens. Getty Images

Mit viel Vorfreude dürften die Laziali das Nachholspiel des ersten Spieltags nicht erwartet haben, immerhin war gegen Atalanta in den letzten Jahren selten etwas drin für die Römer. Der letzte Sieg datierte vom 15. Januar 2017 (2:1), danach folgten in der Liga drei Remis und zwei Niederlagen - allerdings waren die Partien recht häufig torreich.

Und so sollte es auch dieses Mal sein: Lazio um Goalgetter Immobile machte zu Beginn viel Druck, wirkte gefälliger und war die bestimmende Mannschaft. Nur der finale Abschluss blieb den Gastgebern lange Zeit verwehrt - trotz vielversprechender Ansätze.

Atalanta glänzt durch Effizienz

Wie man es besser macht, zeigte Bergamo dann aber. Hateboers Hereingabe lenkte Radu vor die Füße von Gosens ab, der sich bedankte und aus sieben Metern mit links zum 1:0 einschob (10.). Das auf schnelle Konter ausgelegte Atalanta-Offensive hatte mal wieder mit großer Effizienz geglänzt - und legte bald nach: Gosens' Flanke von links landete bei Hateboer, der von Marusics Stellungsfehler profitierte und die Kugel mit Wucht zum 2:0 in die Maschen jagte (32.).

Die Römer steckten nicht auf, hatten weiterhin mehr Ballbesitz, nur fehlte des Abschlussglück. So scheiterte Immobile am Aluminium (33.), während auf der Gegenseite Acerbis halbgarer Rettungsversuch zur Steilvorlage für Gomez wurde - 3:0 (41.).

Gomez raubt Lazio die Hoffnung

Nach Wiederanpfiff bäumten sich die Hausherren noch einmal auf, warfen alles in die Waagschale und verkürzten sogar: Milinkovic-Savic flankte butterweich und absolut präzise vors Tor zu Caicedo, der aus kurzer Distanz zum 1:3 einschob und den Römern neue Hoffnung schenkte (57.).

Die raubte den Hauptstädtern dann aber Gomez, der nur vier Minuten später mit seinem Doppelpack die schnelle Antwort gab und den alten Drei-Tore-Abstand wieder herstellte - Lazios Patric verteidigte in dieser Szene besonders nachlässig (61.). Der Wille der Römer war da gebrochen. Zwar probierte es das Team von Trainer Simone Inzaghi weiterhin, entwickelte dabei aber kaum mehr Durchschlagskraft und musste sich einmal mal wieder mit einer Niederlage gegen Atalanta abfinden.

drm