KSC fordert genaue Erklärung

Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft Polizeieinsatz

"Wir waren heute mit der Staatsanwaltschaft im Gespräch", sagte der Sprecher des Stuttgarter Polizeipräsidiums, Stefan Keilbach, am Mittwoch der dpa. "Sie wird prüfen, ob bei dem Polizeieinsatz ein Verhalten vorlag, dass strafrechtliche Relevanz haben könnte."

Nach einem Bericht der "Badischen Neuesten Nachrichten" in Karlsruhe (Mittwoch-Ausgabe) wollen nach dem baden-württembergischen Derby vom Sonntag mehrere Karlsruher Anhänger Strafanzeige wegen Körperverletzung stellen. Die Zeitung habe "zahlreiche Zuschriften gleichermaßen erboster wie geschockter Besucher der Partie beim VfB" erhalten. Allerdings ist bei der Polizei erst eine Verletztenmeldung eingegangen.

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Auch Rolf Dohmen lassen die Vorfälle keine Ruhe, der KSC-Manager möchte sich nach seiner Rückkehr vom DFB-Pokalspiel der Badener am Mittwoch bei Kickers Offenbach mit dem Stuttgarter Präsidium in Verbindung setzen, um in Erfahrung zu bringen, wie das Vorgehen der Reiterstaffel zu erklären ist: "Irgendeiner muss ja diesen Einsatzbefehl gegeben haben", Dohmen.

Keilbach hatte am Dienstag erklärt, "dass es eine Fehleinschätzung von zwei Polizeireitern gab, die auch von der Hiebwaffe Gebrauch gemacht haben". Dahinter verbirgt sich beispielsweise ein Schlagstock. Es stimme aber nicht, dass die Beamten "wie die Berserker" in die Menge geritten seien, fügte er nun an. "Sie sind ganz langsam vorgegangen, um die Leute von einem Zaun wegzubringen", erklärte der Sprecher. "Nachdem die Staffel mit Bechern beworfen worden war, entfernten sich zwei Reiter etwa drei bis vier Meter seitlich vom Zaun weg. Das war eine Fehleinschätzung."