3. Liga Analyse

3. Liga 2017/18, 21. Spieltag
21:07 - 36. Spielminute

Gelbe Karte
B. Kurz
Erfurt

21:14 - 43. Spielminute

Gelbe Karte
Weil
Magdeburg

21:16 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Handke
Magdeburg

21:45 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Butzen
Magdeburg

21:53 - 66. Spielminute

Tor 0:1
Beck
Rechtsschuss
Vorbereitung Hammann
Magdeburg

21:57 - 70. Spielminute

Tor 1:1
Neuhold
Kopfball
Vorbereitung Bergmann
Erfurt

22:01 - 74. Spielminute

Tor 2:1
Laurito
Kopfball
Vorbereitung Bergmann
Erfurt

22:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Schwede
für Niemeyer
Magdeburg

22:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Türpitz
für Hammann
Magdeburg

22:08 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Beck
Magdeburg

22:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
W. Sarr
für B. Kurz
Erfurt

22:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Razeek
für Brückner
Erfurt

22:11 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Pick
für Butzen
Magdeburg

22:15 - 88. Spielminute

Tor 3:1
Huth
Rechtsschuss
Vorbereitung Razeek
Erfurt

22:18 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Vocaj
für Biankadi
Erfurt

ERF

FCM

Magdeburg gibt 1:0-Führung aus der Hand

Huth sorgt für Erfurts große Erleichterung

Erfurts Elias Paul Huth

Sorgte in der Schlussminute für das vorentscheidende 3:1: Erfurts Elias Paul Huth. Getty Images

Erfurts Trainer Stefan Emmerling nahm im Vergleich zum letzten Pflichtspiel seiner Mannschaft, der 1:4-Niederlage in Würzburg am 18. Spieltag , sechs Veränderungen in seiner Startelf vor: Torhüter Klewin (Gelbsperre) wurde durch Ersatzmann Knoll vertreten. Der bisherige U-19-Keeper gab sein Debüt in der 3. Liga. Neuhold ersetzte den ebenfalls gesperrten Dabanli (5. Gelbe). Odak, Kurz, Brückner und Huth spielten für den zu Fortuna Köln gewechselten Menz, Außenverteidiger Sarr, Razeek (Bank) und Angreifer Bieber (nicht im Kader).

Magdeburgs Trainer Jens Härtel veränderte seine Startelf nach dem 3:0-Sieg gegen Großaspach kurz vor Weihnachten dagegen nur auf zwei Positionen: Sowislo und der zuletzt gesperrte Handke kehrten zurück. Schiller und Erdmann rückten dafür auf die Bank.

Erste Chancen für Magdeburg

Erfurt trat Magdeburgs 3-4-3-Formation mit einer 3-5-2-Grundordnung entgegen. Odak (rechts) und Kurz (links) besetzten die Außenbahnen. Trotzdem dominierte der FCM die komplette erste Hälfte und hatte mehr Ballbesitz. Die Gäste bauten das Spiel meist bis zur Mittellinie geordnet auf und suchten dann die offensive Dreierreihe um Mittelstürmer Beck mit einem gezielten hohen Pass. Der 29-Jährige ließ die erste Möglichkeit mit einem geblockten Schuss liegen (11.). Niemeyer (12.) und Düker (16.) scheiterten aus weitaus besseren Positionen.

Nach einer knappen halben Stunde hätte der FCM in Führung gehen müssen: Rother bediente Niemeyer mit einem perfekten Chip-Pass über die Abwehrkette. Der 22-Jährige scheiterte im Eins-gegen-eins mit Knoll, Sowislo, dem die Kugel vor die Füße sprang, setzte den Nachschuss aus kurzer Distanz am Tor vorbei (28.). Wenige Minuten vor der Pause konnte Düker einen Fehler von RWE-Abwehrmann Laurito nicht nutzen (37.).

Erfurt im ersten Durchgang harmlos

Erfurt war fast die komplette erste Hälfte über um defensive Stabilität bemüht. Offensiv kamen die Thüringer aber fast ausschließlich durch schnelles und hohes Überspielen des Magdeburger Pressing zu Gelegenheiten. Doch Brückner (30.) und Kammlott (32., 40.) fehlte die nötige Präzision und Ruhe, um aus den Chancen mehr als letztlich harmlose Abschlüsse herauszuholen.

3. Liga, 21. Spieltag

Nach der Pause boten sich Beck (52.) und Düker (54.) die ersten Möglichkeiten des Spiels. Auf der Gegenseite probierte es Biankadi aus der Distanz, zielte aber einen Meter zu hoch (58.). Dann war es Niemeyer, der die große Chance zum 1:0 hatte: Der Stürmer bekam den Ball mit einem Diagonalpass serviert, zog aber zweimal im Duell mit RWE-Keeper Knoll den Kürzeren (62.).

Beck führt - Erfurts Doppelschlag dreht das Spiel

Dann nahm die Partie Tempo auf: Magdeburg belohnte sich zunächst für den Aufwand und ging in Führung. Hammanns hoher Diagonalpass entzerrte die RWE-Defensive und fand Beck rechts im Strafraum. Der schoss aus spitzem Winkel direkt - und jagte den Ball ins lange Eck (66.).

Erfurt zeigte sich jedoch nicht lange geschockt. Nach nur vier Minuten fand die Emmerling-Elf die richtige Antwort: Bergmann brachte einen Eckstoß vor das Tor und fand den sträflich freien Neuhold, dessen Kopfball im Tor einschlug (70.). Es dauerte erneut vier Minuten, ehe die Thüringer das Spiel komplett drehten: Ausgangspunkt war erneut eine Bergmann-Ecke, die über Umwege erneut bei Erfurts Mittelfeldmann landete. Dessen Flanke fand den aufgerückten Laurito, der aus kurzer Distanz am rechten Pfosten einköpfte (74.).

Magdeburg suchte nun nach der schnellen Antwort, doch mehr als ein Beck-Kopfball sprang bei den Offensivbemühungen nicht heraus (79.). Je weiter die Spieldauer voranschritt, umso höher schoben die Gäste - und wurden schließlich kurz vor Schluss eiskalt ausgekontert. Nach Ballgewinn am eigenen Strafraum schaltete RWE blitzschnell um, der eingewechselte Razeek fand Huth, der vor Glinker die Nerven behielt und zum 3:1-Schlusspunkt einschob (90.).

Erfurt spielt am kommenden Samstag (14 Uhr) in Rostock. Magdeburg empfängt zur gleichen Zeit Meppen.