3. Liga Analyse

3. Liga 2017/18, 11. Spieltag
14:10 - 4. Spielminute

Tor 1:0
Kittner
Kopfball
Vorbereitung Rizzi
Münster

14:33 - 27. Spielminute

Gelbe Karte
Falkenberg
Osnabrück

14:35 - 29. Spielminute

Tor 2:0
Rühle
Kopfball
Vorbereitung Kobylanski
Münster

15:08 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Alvarez
für Reimerink
Osnabrück

15:08 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Zorba
für Falkenberg
Osnabrück

15:09 - 47. Spielminute

Gelbe Karte
Mai
Münster

15:10 - 48. Spielminute

Tor 2:1
Savran
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Alvarez
Osnabrück

15:09 - 48. Spielminute

Gelbe Karte
Krasniqi
Osnabrück

15:12 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
Gersbeck
Osnabrück

15:13 - 51. Spielminute

Tor 3:1
Kobylanski
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Rühle
Münster

15:15 - 53. Spielminute

Foulelfmeter
Kobylanski
verschossen
Münster

15:17 - 55. Spielminute

Gelbe Karte
Appiah
Osnabrück

15:22 - 60. Spielminute

Gelbe Karte
Alvarez
Osnabrück

15:31 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
St. Tigges
für Iyoha
Osnabrück

15:35 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Al-Hazaimeh
für P. Hoffmann
Münster

15:43 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Stoll
für Kobylanski
Münster

15:45 - 83. Spielminute

Tor 4:1
Rinderknecht
Rechtsschuss
Vorbereitung Rühle
Münster

15:49 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Heinrich
für Rühle
Münster

MÜN

OSN

Elfmeter-Flut nach Wiederanpfiff

4:1 im Derby: Münster feiert Befreiungsschlag

Tobias Rühle (li.) und Nico Rinderknecht (re.)

Erleichterung pur: Tobias Rühle (li.) und Nico Rinderknecht feiern den Treffer zum 2:0. imago

Münsters Trainer Benno Möhlmann zog die Konsequenzen aus dem 0:2 bei Carl Zeiss Jena und veränderte seine Elf auf drei Positionen: Kittner, Braun und Rühle ersetzten Schweers, Scherder und Heinrich (alle Bank).

Auch Osnabrücks Coach Joe Enochs nahm im Vergleich zum 1:1 gegen Würzburg drei Wechsel in seiner Formation vor: Für Groß (Gelbsperre), Steffen Tigges und Alvarez (beide Bank) spielten Krasniqi, Reimerink und Heider von Beginn an.

Doch es waren die Änderungen seines Gegenüber Benno Möhlmann, die den zuvor sieben Spiele in Folge sieglosen Münsteranern einen Traumstart bescherten: Nur vier Minuten waren gespielt, als der in die Elf rotierte Innenverteidiger Kittner nach einer Ecke von Rizzi völlig alleine gelassen wurde und wuchtig zum 1:0 einköpfte. Osnabrück brauchte im westfälischen Dauerregen lange Zeit, um sich zu sammeln und leistete sich auf schwierig zu bespielendem Untergrund zahlreiche technische Unzulänglichkeiten im Aufbauspiel.

Folgerichtig fiel somit auch der zweite Treffer für Münster: Kobylanski trat eine Flanke mit viel Schnitt an den Fünfmeterraum, wo sich Rühle von Susac abgesetzt hatte und ungehindert zum 2:0 einnicken konnte (29.). Zwar kam Osnabrück in Person von Savran kurz darauf zur ersten guten Möglichkeit (32.), die deutlich wachere und aggressivere Mannschaft blieb jedoch Münster. Rühle verzog von der Strafraumgrenze (37.), dann ging es mit einem völlig verdienten 2:0 für die Adler in die Halbzeit.

3. Liga, 11. Spieltag

Elfmeterflut in Halbzeit zwei

Osnabrücks Trainer Joe Enochs sah sich ob der schwachen Vorstellung seiner Elf im ersten Durchgang zum Wechseln gezwungen und nahm Falkenberg sowie Reimerink vom Feld, für sie kamen Zorba und Alvarez. Und die Hereinnahme des Letzteren machte sich sofort bezahlt: Nicht einmal eine Minute war im zweiten Durchgang gespielt, als Alvarez rechts im Strafraum durchbrach und Mai kreuzte. Münsters Innenverteidiger konnte den Joker nur mit einem Foul stoppen - Elfmeter. Eine Chance, die sich Savran nicht nehmen ließ - 2:1 (47.).

Der Anschlusstreffer leitete kuriose Derby-Minuten ein. Quasi im direkten Gegenzug zeigte Schiedsrichter Jablonski erneut auf den Punkt, dieses Mal auf der anderen Seite. Rühle war beim Versuch, Gersbeck zu umkurven, vom Osnabrücker Schlussmann zu Fall gebracht worden. Kobylanski blieb vom Punkt cool und stellte auf 3:1 (51.). Und nur drei Minuten später bot sich Münsters Nummer 10 die nächste Gelegenheit aus elf Metern, nachdem der eingewechselte Zorba im Strafraum Hoffmann abgrätschte - der dritte Strafstoßpfiff innerhalb von sechs Minuten. Kobylanski versuchte es diesmal mittig, scheiterte aber an Gersbeck, der mit dem Fuß abwehren konnte (54.).

Rinderknecht macht den Deckel drauf

Dennoch war der Schwung, mit dem Osnabrück aus der Pause gekommen war, schnell wieder verpufft. Zwar spielte Enochs' Elf nun mutiger nach vorne und steigerte sich im Vergleich zum ersten Durchgang, doch auch die Preußen blieben ihrerseits offensiv ständig gefährlich und zeigten die klarere Spielanlage. Rühle verpasste in der 64. und 76. Minute jeweils die vorzeitige Entscheidung, die dann Rinderknecht nach perfekt vorgetragenem Konter besorgte (83.).

Das 4:1 im Derby bedeutete für Münster einen Befreiungsschlag nach sieben sieglosen Spielen in Folge. Angenehmer Nebeneffekt: Durch den Sieg konnten die Adlerträger auch den Gegner aus Osnabrück in der Tabelle überholen. Nach der Länderspielpause treten die Preußen dann am 14. Oktober (14 Uhr) zum Auswärtsspiel in Unterhaching an. Am Tag zuvor empfängt Osnabrück den 1. FC Magdeburg (19 Uhr). Am kommenden Dienstag, 16 Uhr haben die Lila-Weißen bereits im Niedersachsenpokal bei der SVG Göttingen die Chance auf Wiedergutmachung.