Bundesliga 2017/18, 26. Spieltag
16:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Bruma
für Lookman
Leipzig

16:41 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Klostermann
Leipzig

16:53 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Forsberg
für Poulsen
Leipzig

17:00 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Bernardo
Leipzig

17:05 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Akolo
für Thommy
Stuttgart

17:06 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Augustin
für Werner
Leipzig

17:15 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
M. Kaminski
für Ascacibar
Stuttgart

17:20 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Mangala
für Ginczek
Stuttgart

VFB

RBL

RB-Misere hält an - VfB seit sechs Spielen ungeschlagen

Keine Tore und viel Hektik bei Werners Rückkehr

Hektik: Zwischen Stuttgart und Leipzig ging es emotional teilweise hoch her.

Hektik: Zwischen Stuttgart und Leipzig ging es emotional teilweise hoch her. imago

VfB-Coach Tayfun Korkut hatte beim 3:2-Sieg beim 1. FC Köln zum zweiten Mal nacheinander exakt dieselbe Elf ins Rennen geschickt, nun aber musste er eine Änderung vornehmen, weil Innenverteidiger Baumgartl aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung passen musste. Für ihn kam Aogo und übernahm den Posten halblinks auf der Doppelsechs, Badstuber ging dafür ins Abwehrzentrum.

Deutlich aktiver zeigte sich da schon Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl, der nach dem beachtlichen 2:1 im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Zenit St. Petersburg kräftig rotieren ließ und gleich fünf Neue brachte: Konaté, Bernardo, Lookman, Sabitzer und Poulsen spielten für Laimer, Upamecano, Forsberg, Bruma und Augustin.

Die Anfangsphase ließ zunächst aufhorchen: Leipzig startete nämlich munter und frech ins Spiel, die Sachsen waren um Ballbesitz bemüht, spielten offensiv nach vorne und sorgten auch alsbald für Aufregung im schwäbischen Strafraum, wenngleich nennenswerte Abschlüsse nicht zustande gebracht wurden. Der VfB indes lauerte zu Beginn aus einer defensiven Grundhaltung auf Konter, kam letztlich aber auch nicht zu guten Abschlüssen.

Viel Kampf, aber auch viel Krampf in Durchgang eins

Bundesliga, 26. Spieltag

Nach etwa zehn Minuten ließ Leipzigs Offensivdrang spürbar nach. Und es entwickelte sich eine äußerst intensive Partie, in der sich die Akteure überhaupt nichts schenken. Die Räume wurden sehr eng gemacht, das Geschehen in weiten Teilen auf die Zone zwischen den Strafräumen begrenzt. Schiedsrichter Tobias Stieler ließ viel laufen - ein Angebot, das die Spieler auch gerne annahmen. Zweikämpfe waren an der Tagesordnung, und in diesen ging man bis an die Grenze des Erlaubten. Es wurde geschoben, unterlaufen und zuweilen auch getreten.

Viel Kampf, aber auch viel Krampf war also geboten. Denn beide Mannschaften erlaubten sich offensiv ungewohnt viele Fehler in der Ballverarbeitung. Dem Spielfluss war das alles gewiss nicht förderlich. Eine spielerische Linie war auf beiden Seiten in Durchgang eins nicht wirklich zu sehen. Torchancen entsprangen entweder dem Zufall (Gentner, 25.) oder einem ruhenden Ball (Keita, 32.). Kurz vor dem Pausenpfiff hätte es aber doch noch beinahe geklingelt, weil der ehemalige Stuttgarter Werner einmal durchkam. Der 22-Jährige konnte das Leder in seinem 150. Bundesligaspiel letztlich aber doch nicht entscheidend aufs Tor bringen, sodass es beim 0:0 blieb.

Nichts Neues nach der Pause - Forsberg kommt

Auf geht's: Thommy, Leipzigs Werner und Ascacibar (v.l.) rennen dem Ball nach.

Auf geht's: Thommy, Leipzigs Werner und Ascacibar (v.l.) rennen dem Ball nach. imago

Zum Seitenwechsel brachte Hasenhüttl Bruma für Lookman und durfte dann sogleich die nächste Chance seiner Schützlinge beobachten: Keita vergab jedoch nach feinem Dribbling (47.). Danach verfielen die Akteure aber wieder in ihren alten Trott zurück. Zweikämpfe, Fehlpässe und viel Hektik.

Etwas mehr Torgefahr strahlten die Leipziger aus, die einen Tick mutiger agierten, mehr nach vorne investierten und durch Poulsen binnen weniger Sekunden gleich zweimal gefährlich vor Zieler auftauchten (59.). Dass man die Schwaben aber nicht abschreiben durfte, dürfte RB nicht zuletzt in der 64. Minute klargeworden sein, als Konaté in höchster Not einen Gentner-Schuss im eigenen Strafraum blockte.

Hasenhüttl wollte seiner Mannschaft neues Leben einhauchen, brachte zunächst Forsberg für Poulsen (64.) und später dann Augustin für Werner (77.). Und in der Schlussphase erhöhten die Sachsen den Druck, wären dann aber beinahe eiskalt erwischt worden, als Gomez nur haarscharf am linken Pfosten vorbeiköpfte (80.). Auf der anderen Seite vergaben Keita (82.) und Orban (82.). Letztlich blieb es bei der Nullnummer, die vor allem den Gästen zu schaffen machen dürfte. Immerhin gerät nun sogar die Champions-League-Teilnahme in Gefahr.

Spieler des Spiels

Ron-Robert Zieler Tor

2,5
Spielnote

Viel Kampf und Krampf, unansehnliches Spiel mit wenigen Höhepunkten.

4,5
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Stuttgart

Zieler 2,5 - Beck 4, Pavard 3,5, Badstuber 3, Insua 3,5 - Aogo 4, Ascacibar 3,5 , Thommy 4,5 , Gentner 4 - Gomez 4,5, Ginczek 4,5

Leipzig

Gulacsi 3,5 - Klostermann 4 , Konaté 3, Orban 3,5, Bernardo 3,5 - Demme 3,5, N. Keita 3, Sabitzer 4, Lookman 5 - Werner 4 , Poulsen 4

Schiedsrichter-Team

Tobias Stieler Hamburg

4
Spielinfo

Stadion

Mercedes-Benz-Arena

Zuschauer

53.548

Während der VfB Stuttgart am kommenden Freitag (20.30 Uhr) beim SC Freiburg antreten muss, sind die Leipziger bereits tags zuvor in St. Petersburg gefordert. Ab 19 Uhr gilt es, bei Zenit das Viertelfinale in der Europa League zu erreichen. In der Bundesliga wartet am Sonntag (18 Uhr) dann das ebenso brisante wie mit Spannung erwartete Heimspiel gegen den FC Bayern.

Bilder zur Partie VfB Stuttgart - RB Leipzig