Bundesliga 2017/18, 11. Spieltag
18:01 - 1. Spielminute

Tor 0:1
Ibisevic
Rechtsschuss
Vorbereitung Lazaro
Hertha

18:22 - 20. Spielminute

Foulelfmeter
Gomez
verschossen
Wolfsburg

18:20 - 20. Spielminute

Gelbe Karte
Skjelbred
Hertha

18:26 - 26. Spielminute

Tor annulliert
Malli
Wolfsburg

18:29 - 28. Spielminute

Spielerwechsel
Maier
für Stark
Hertha

18:41 - 41. Spielminute

Tor 1:1
Malli
Kopfball
Vorbereitung Origi
Wolfsburg

18:45 - 44. Spielminute

Tor 2:1
Gomez
Rechtsschuss
Vorbereitung Didavi
Wolfsburg

19:11 - 53. Spielminute

Tor 2:2
Rekik
Kopfball
Vorbereitung Plattenhardt
Hertha

19:14 - 55. Spielminute

Spielerwechsel
Esswein
für Pekarik
Hertha

19:20 - 60. Spielminute

Tor 3:2
Origi
Bauch
Vorbereitung Knoche
Wolfsburg

19:26 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Selke
für Kalou
Hertha

19:41 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Blaszczykowski
für Origi
Wolfsburg

19:42 - 83. Spielminute

Tor 3:3
Selke
Linksschuss
Vorbereitung Skjelbred
Hertha

19:49 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Tisserand
Wolfsburg

WOB

BSC

Siebtes Remis unter Schmidt - Stark verletzt raus

Wende durch Gomez, Schlusspunkt durch Selke

Blitzstart: Berlins Vedad Ibisevic (r.u.) trifft zur frühen Führung.

Blitzstart: Berlins Vedad Ibisevic (r.u.) trifft zur frühen Führung. imago

Berlins Trainer Pal Dardai hatte beim 2:0-Sieg in der Europa League gegen Luhansk zahlreichen Profis eine Verschnaufpause gegönnt und achtmal gewechselt. Nun schickte er wieder das Team ins Rennen, das in der Bundesliga den HSV mit 2:1 geschlagen hatte. Somit rotierten Kraft (Tor), Torunarigha, Mittelstädt, Maier, Stocker, Esswein, Duda und Selke aus der Startelf, in die Jarstein (Tor), Langkamp, Rekik, Plattenhardt, Skjelbred, Weiser, Lazaro, Kalou und Ibisevic zurückkehrten.

Wölfe-Coach Martin Schmidt musste im Vergleich zum 1:1 bei Schalke 04 auf den erkrankten Uduokhai verzichten, für den Knoche ins Team rückte. Zudem gab es zwei weitere Wechsel: Didavi und Origi begannen statt Blaszczykowski und Gerhardt.

Die erste Hälfte in Wolfsburg hatte es absolut in sich! Ein Blitzstart, ein vergebener Elfmeter, ein Verletzter, zweimal Videobeweis und zwei späte Treffer - die Partie bot enorm viel Gesprächsstoff.

Bundesliga, 11. Spieltag

Doch der Reihe nach: Die Berliner erwischten einen bravourösen Start und trafen bereits nach 20 Sekunden ins Schwarze: Lazaro schickte Ibisevic steil, der daraufhin seine bereits 900 Minuten währende Leidenszeit ohne eigenen Torerfolg beendete - 1:0.

Das Tor beeindruckte die Wölfe keineswegs. Wolfsburg schüttelte sich kurz und drängte fortan mit aller Macht auf den Ausgleich - und hatte dann gleich mehrfach zu hadern. Zuerst in der sechsten Minute, als Schiedsrichter Dr. Robert Kampka nach Rücksprache mit dem Videoassistenten einen vermeintlichen Treffer von Knoche wegen einer Abseitsstellung von Gomez zu Recht nicht gab. Etwas später riss dann Skjelbred Didavi im eigenen Sechzehner um und verursachte so einen Strafstoß, den Gomez an die Latte setzte (20.) - sein bereits zweiter vergebener Elfer der Saison. Damit nicht genug, denn etwas später wurde wieder der Videobeweis angestrengt. Malli hatte sehenswert aus 16 Metern eingenetzt, allerdings war sein Schuss vom im Abseits stehenden Didavi leicht abgefälscht worden (26.). Wieder war es richtig, den Treffer nicht zu geben.

Berliner Rechnung geht nicht auf - Gomez' Billiard-Tor

Spielerisch war es ein irgendwie seltsames Duell, das zwar für viel Gesprächsstoff sorgte, sich allerdings aber auch immer wieder Ruhephasen gönnte. Das lag zum Teil auch in der Spielidee der Berliner begründet, die darum bemüht waren, das Tempo zu verschleppen und auf Konter lauerten. Die Alte Dame wurde allerdings auch vom Verletzungspech erwischt: Stark musste mit Kniebeschwerden schon nach 28 Minuten ausgewechselt werden.

Die Rechnung ging jedoch nicht auf, weil Wolfsburg einfach nicht nachließ und sich letzten Endes noch vor der Pause für sein Engagement belohnte: Zuerst sorgte Malli per Kopf für den verdienten Ausgleich zum 1:1 (41.), ehe Gomez nach feinem Zuspiel von Didavi per Billard-Tor sogar noch den 2:1-Pausenstand bewerkstelligte - der Ball traf zuerst den rechten Pfosten, rollte dann die Linie entlang, um schließlich vom linken Pfosten aus ins Tor zu prallen.

Die wilde Fahrt geht nach dem Seitenwechsel weiter

Außer Rand und Band: Wölfe nach dem 2:1 von Mario Gomez (l.).

Außer Rand und Band: Wölfe nach dem 2:1 von Mario Gomez (l.). imago

Und auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein äußerst unterhaltsames Spiel, in dem wieder die Berliner zuerst jubelten: Plattenhardt zog eine Freistoßflanke von rechts in den Strafraum, wo Rekik höher stieg als Brooks und per Kopf auf 2:2 stellte (53.). Das siebte Remis in Serie bahnte sich für Martin Schmidt und die Wolfsburger an.

Doch dazu kam es nicht, weil Knoche eine Didavi-Ecke von links per Kopf an den rechten Pfosten verlängerte, wo wiederum Origi goldrichtig stand. Die Leihgabe aus Liverpool musste den Ball nur noch aus kurzer Distanz über die Linie drücken - 3:2 (60.). Dardai brachte daraufhin Selke für den wenig auffälligen Kalou, sodass die Hertha fortan mit zwei gelernten Spitzen agierte. Mehr Durchschlagskraft entwickelten die Gäste in der Folge dennoch nicht.

VfL-Schlussmann Casteels musste erst wieder nach 74 Minuten eingreifen, Ibisevic hatte aus spitzem Winkel abgezogen. Mehr Glück hatte dann Selke, der von Skjelbred in Szene gesetzt worden war und dann im zweiten Versuch Casteels überwand - den Berlinern kam dabei zu Gute, dass der angeschlagene Guilavogui in der Entstehung des Treffers Skjelbred hatte ziehen lassen müssen. Es handelte sich dabei wohl um keine schlimmere Verletzung des Franzosen, der immerhin bis zum Abpfiff durchhielt. Weil in der Schlussphase weder Gomez (88.) noch Selke (89.) ein weiterer Treffer vergönnt war, blieb es unter dem Strich beim 3:3-Remis.

Nach der Länderspielpause geht es für Hertha BSC am Samstag, den 18. November, ab 15.30 Uhr gegen Gladbach weiter. Wolfsburg erwartet am selben Tag, aber drei Stunden später, den SC Freiburg.

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Bilder zur Partie VfL Wolfsburg - Hertha BSC