Bundesliga

Ricken koordiniert jetzt

Dortmund: Ex-Profi kümmert sich um Nachwuchs

Ricken koordiniert jetzt

Lars Ricken

Im Ruhrgebiet ist er zu Hause: Lars Ricken bleibt dem BVB erhalten. imago

Bereits in der vergangenen Saison "kümmerte" sich Ricken als Routinier im Regionalliga-Team der Westfalen um die jüngeren Spieler im Verein, absolvierte nach seinem Abschied aus dem Profiteam 19 Einsätze in der dritthöchsten Spielklasse. Auch in der neuen Runde wird er diese Aufgabe erfüllen, selbst ein Einsatz in der Bundesliga ist bei entsprechender Personalnot nach wie vor möglich.

Doch zugleich wechselt der Mittelfeldspieler die Fronten und wird neuer Nachwuchskoordinator beim BVB. Er folgt damit Edwin Boekamp, der nun Co-Trainer von Michael Skibbe bei Galatasaray Istanbul ist. "Wir sind sehr froh, dass wir mit Lars die Dortmunder Integrationsfigur schlechthin für unsere Nachwuchsarbeit gewinnen konnten", sagte Sportdirektor Michael Zorc. Ricken absolvierte bereits seit Jahresanfang ein Trainee-Programm im Verein, um die Strukturen und Abteilungen kennenzulernen. Diese Lehrzeit endet nun.

"Er ist den Weg gegangen, den die Jungen schaffen wollen und kann so ein Vorbild sein", so Zorc weiter. Zur Seite steht Ricken U-17-Trainer Peter Wazinski. Hauptaufgaben für beide werden Projektplanung und -initiierung, Sichtungsarbeit und der Kontakt mit Eltern und Beratern der Jugendspieler sein.

Sein wahrscheinlich letztes von insgesamt 301 Bundesligaspielen (49 Tore) absolvierte Ricken in der Saison 2006/07, zum 31. Dezember 2007 wurde sein Profivertrag aufgelöst. Drei Meistertitel sowie der Gewinn der Champions League und des Weltpokals im Jahr 1997 stehen in seiner Bilanz. Sein Traumtor im CL-Finale gegen Juve (3:1) - wenige Sekunden nach seiner Einwechslung traf er mit einem Heber aus 30 Metern ins Tor - wurde zum Tor des Jahres gewählt. Seine Karriere im Nationaldress endete nach 16 Einsätzen für die DFB-Auswahl. Bei der WM 2002 gehörte er zum deutschen Kader.