Blatter hofft weiter auf Entspannung der Situation

FIFA schließt den Irak aus

Die FIFA reagierte damit auf einen irakischen Regierungserlass vom 20. Mai, der die Auflösung des Nationalen Olympischen Komitees des Irak und aller nationalen Sportverbände (einschließlich des IFA) angeordnet hatte.

Laut FIFA-Reglement ist die staatlichen Einmischung in Belange des Fußballs untersagt. Die irakische Nationalmannschaft gewann im Juli vergangenen Jahres die Asienmeisterschaft.

Allerdings teilte die irakische Regierung am Montagabend mit, dass der IFA von dem Erlass nicht betroffen sei. Somit kann die FIFA die Suspendierung wieder aufheben, hatte sie doch als Bedingung dafür eine schriftliche Bestätigung bis zum kommenden Donnerstag (29. Mai 2008) um Mitternacht (Sydney-Zeit/16.00 Uhr MESZ) über die Aufhebung des Erlasses gefordert.

Das Exekutivkomitee, dem auch Franz Beckenbauer als Mitglied angehört, hatte zunächst beschlossen, auf dem FIFA-Kongress in Sydney am Freitag den Antrag zu stellen, den Irak zunächst für ein Jahr auszuschließen.

"Können Sie sich die Reaktion der irakischen Bevölkerung vorstellen, wenn der Irak von allen Wettbewerbsspielen ausgeschlossen wird?"

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter

"Ich bin zuversichtlich und hoffnungsfroh, dass sich die Situation ändern wird. Können Sie sich die Reaktion der irakischen Bevölkerung vorstellen, wenn der Irak von allen Wettbewerbsspielen ausgeschlossen wird?", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter vor Beginn der Exko-Sitzung.