Köln: Diskussionen um den P-Plan

Das Hoffen auf Podolski

Lukas Podolski

Auf dem Wunschzettel ganz oben - doch lenken die Bayern auch ein? Lukas Podolski. imago

Daum nährte die Hoffnungen der Fans. "Gbt es eine Möglichkeit, diskutieren wir den P-Plan", sagte der Trainer im Hinblick auf Podolski, der zwischen 1995 und 2006 für den FC spielte. "Wenn es einen Lukas gibt, der von Bayern die Freigabe erhält, dann bin ich mir sicher, dass es hier externe Leute gibt, die uns unterstützen, die ihn finanzieren können", so Daum gegenüber dem "Express" weiter.

Verein: "Finanziell nicht machbar"

Gleichwohl werde der 1. FC Köln auf ein Signal der Bayern warten. "Alles andere wäre unfair gegenüber den Bayern, Jürgen Klinsmann und Lukas Podolski", sagte Daum. Der Verein stellte am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung klar, dass "das Thema Lukas Podolski für den Verein im Moment keines" sei. Finanziell nicht machbar und unrealistisch, so der Tenor des Pressetextes. Aktuell gäbe es keinen Investor, der einen Transfer stemmen könnte. Und somit würde der FC in dieser Sache auch nicht aktiv werden.

Podolski steht in München noch bis 2010 unter Vertrag, war in der vergangenen Saison angesichts nur vier Spielen über die volle Distanz nicht mit seiner Situation zufrieden. Meist stand er im Schatten von Bundesliga-Torschützenkönig Luca Toni und seinem Nationalmannschaftskollegen Miroslav Klose.

"Wirkliche Verstärkungen" sollen kommen

Auch wenn es nichts werden sollte mit einer Rückkehr Podolskis an den Rhein: Der FC werde noch einige neue Spieler an Land ziehen. Spieler mit hoher Qualität, die den FC "wirklich verstärken" (Zitat Daum). "Es geht da auch um Leute, die sich eher in der Champions League sehen." Auf diesem Weg und mittels struktureller Veränderungen solle der dreimalige deutsche Meister nach Daums Wunsch wieder "mittel- und langfristig in der ersten Liga" etabliert werden.

Vor allem in Abwehr und Angriff müsse die Qualität im Kader angehoben werden. Nationalstürmer und EM-Kandidat Patrick Helmes (17 Saisontore) verlässt Köln bekanntlich zum rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen. Bislang verpflichtet sind Miso Brecko (Hamburger SV, 14 Einsätze) und Daniel Brosinski (Karlsruher SC II, 26 Regionalligaeinsätze), beides eher Perspektivspieler.

Die finanzielle Entwicklung des FC ist derweil positiv. Das Geschäftsjahr 2006/2007 konnte mit einem leichten Überschuss von 15.400 Euro abgeschlossen werden, das Eigenkapital beträgt 2,59 Millionen Euro. Und auf seine Fans kann sich der Traditionsverein ohnehin verlassen. Durchschnittlich 43.741 Zuschauer kamen in der abgelaufenen Zweitliga-Saison in die WM-Arena von 2006.