Teilnehmer steht noch nicht fest

Zusätzlicher UEFA-Cup-Startplatz dank Losglück

Welcher Bundesligist antreten darf, ist noch ungewiss. "Wir werden nach Ende der Saison, wenn alle Spiele in die Wertung eingegangen sind, den Sieger der Fairplay-Wertung bekannt geben", so DFL-Sprecher Christian Pfennig. Falls der kommende Sieger bereits international dabei ist, rückt der Zweite nach.

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Nach der Hinrunde lag der VfL Wolfsburg in der Kartenstatistik vorne, inzwischen sind die "Wölfe" aber auf Rang elf dieser Rangliste abgerutscht. Hertha BSC, mit 54 Punkten (sprich 54 Gelbe Karten, keine Platzverweise) am fairsten, und Eintracht Frankfurt (57) dürfen sich als aktuell führende Mannschaften der Fair-Play-Wertung große Hoffnungen machen.

Die Karten als zählbares Argument sind aber keineswegs das einzige Kriterium. Vielmehr finden auch das Verhalten von Offiziellen und Fans sowie der Respekt für Gegner und Schiedsrichter Niederschlag in der Bewertung.

Mainzer Fanschals

Mainzer Glück: 2005 durften die Rheinhessen am UEFA-Cup teilnehmen. imago

Als Gewinner der internationalen Fair-Play-Rangliste bekam bereits die englische Premier League einen zusätzlichen Startplatz im UEFA-Cup. Profitieren wird davon wohl Manchester City. In der Fairplay-Rangliste, in der die internationalen Spiele der Klubs und der Nationalmannschaften eingerechnet werden, hatte Norwegen (8,141) den zweiten Platz hinter England (8,143) belegt. Dritter war Dänemark (8,103) vor Schweden (8,0076), Finnland (8,070) Deutschland, Spanien (8,044) und Frankreich (8,013). Im Lostopf befanden sich alle Verbände, die auf mehr als 8,0 Punkte kommen. In die Wertung mit ein gingen auch hier Gelbe und Rote Karten auf nationaler und internationaler Ebene, das Verhalten von Offiziellen und Fans sowie der Respekt für Gegner und Schiedsrichter.

Zuletzt profitierte die Bundesliga von dieser Regel im Jahr 2005. Damals kam der 1. FSV Mainz 05 zu unerwarteten UEFA-Cup-Freuden. In der 1. Runde war damals allerdings gegen den FC Sevilla bereits Endstation.