Portugal: Punktabzug für den Meister

Boavista muss runter

Boavista Porto

Keine guten Aussichten: Boavista Porto ist fortan nur noch zweitklassig. imago

Boavista, das 2001 portugiesischer Meister wurde und aktuell als Neunter ins letzte Saisonspiel bei Sporting Lissabon geht, wird mit dem Skandal "Goldene Pfeife" in Zusammenhang gebracht. Demnach sollen die "Karierten", wie der Verein aufgrund des schwarz-weißen Schachbrettmusters der Trikots genannt wird, vor drei Partien in den Jahren 2003 und 2004 Druck auf die Unparteiischen ausgeübt haben, der Klub muss deshalb zusätzlich 180.000 Euro Geldstrafe zahlen. Die Spielstätte des Vereins, das Estádio do Bessa, war 2004 auch Austragungsort bei der EURO in Portugal. Hier fand unter anderem auch das Spiel Deutschland gegen Lettland (0:0) statt.

Der souveräne Meister dieser am Wochenende zu Ende gehenden Runde, der FC Porto, kommt mit einem blauen Auge davon. Dem Stadtrivalen Boavistas werden wegen Ergebnisabsprachen in zwei Fällen im selben Zeitraum sechs Punkte abgezogen. Auf den Ausgang der Meisterschaft hat das keinen Einfluss, Porto holte den Titel mit 20 Punkten Vorsprung auf Sporting Lissabon. Vereinspräsident Jorge da Costa wurde für zwei Jahre gesperrt. Der Klub muss 150.000 Euro bezahlen.

Schlusslicht und Absteiger Uniao Leiria verliert indes drei Punkte und muss 40.000 Euro bezahlen. Vereinsboss João Bartolomeu wurde für ein Jahr gesperrt. Auch sechs Schiedsrichter wurden für mehrere Jahre suspendiert.