Koblenz: Einspruch hatte Teilerfolg

Nur sechs Zähler Abzug

Wolfgang Loos und Uwe Rapolder

Erreichten eine Reduzierung der Sperre: TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos und Trainer Uwe Rapolder. dpa

Somit hat Koblenz in der Tabelle nun 37 Zähler und zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Die TuS Koblenz war am 24. April 2008 mit dem Rekord-Punkteabzug belegt worden, weil sie dem Lizenzierungsausschuss die Verträge der Spieler Marko Lomic und Branimir Bajic – samt Ablösesumme in Höhe von 2,3 Millionen Euro – vorenthalten haben soll. Die DFL sprach sogar von "mutwilliger Täuschung". Zudem wurde eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro ausgesprochen.

Kommentar von Michael Ebert

Eine erste Beschwerde wurde Anfang der Woche von der DFL noch abgewiesen, weil sich "keine neuen Erkenntnisse ergeben" hätten, so DFL-Geschäftsführer Christian Müller.

Nun erreichte Koblenz aber einen Reduzierung der Sperre um zwei Zähler. Zumindest für diese Saison. Denn sollte die TuS den Klassenerhalt schaffen, werden zu Beginn der kommenden Saison weitere drei Punkte abgezogen, so dass sich die Strafe auf ingesamt neun Punkte erhöht.

Die Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro hat weiterhin Bestand.

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"Der Ligavorstand hat die Angelegenheit intensiv geprüft. Im Sinne eines fairen Wettbewerbs war angesichts des Verstoßes des damaligen Geschäftsführers gegen die Lizenzordnung eine angemessene Strafe unausweichlich. Wir haben es für wichtig erachtet, dass rechtzeitig vor dem Saisonende Klarheit über die Punkteverteilung herrscht", wird Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball in einer Pressemitteilung zitiert.

"Damit ist der Streit endgültig erledigt und die Sache abgeschlossen. Wir bedauern, durch den formalen und alleinigen Verstoß des damaligen Geschäftsführers gegen die Lizenzordnung in diese Situation gekommen zu sein", sagt Walterpeter Twer, Aufsichtsratsvorsitzender der TuS Koblenz.

Rauball betonte, dass die Reduzierung der Strafe in der laufenden Saison im Rahmen der DFL-Statuten zulässig sei. An dem Verstoß der Koblenzer gegen die Lizenzierungsauflagen bestehe kein Zweifel. "Zum Zeitpunkt der Investition war es nicht klar, ob jemand auftritt, der die Finanzlücke schließt", sagte Rauball.

Der im vergangenen Dezember entlassene TuS-Geschäftsführer Hermann Gläsner hatte die Transferzahlungen an Partizan Belgrad im Nachhinein deutlich angehoben, die DFL darüber aber nicht informiert.