Bochum: Strafe nach Krawallen in Bielefeld

VfL: Osttribüne bleibt leer

Osttribüne

Sonst Stimmungszentrum im Bochumer Stadion, gegen Rostock jedoch gesperrt. imago

Der 34-jährige Ordner hatte bei den Ausschreitungen einen Schädel- und beidseitigen Kieferbruch erlitten, nachdem er versuchte, gegen Feuerwerkskörper zündende Bochumer Fans vorzugehen. Zwei Hooligans brachten ihm die schweren Verletzungen bei, inzwischen ist das Opfer außer Lebensgefahr.

Eine Geldstrafe wurde gegen den VfL nicht ausgesprochen, nachdem sich der Revierklub bereits vorab bereiterklärt hatte, einen Betrag von 30.000 Euro an den Verletzten und dessen Angehörige zu zahlen. Die Arminia muss wegen eines nicht ausreichenden Ordnungsdienstes 20.000 Euro berappen. Beide Urteile sind rechtskräftig.

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Für das Spiel gegen Hansa Rostock hat dies zur Folge, dass alle Inhaber von Eintrittskarten für die Osttribüne umgesetzt werden müssen. Daher war bereits im Vorfeld der Urteilsfällung vom DFB-Kontrollausschuss veranlasst worden, den Vorverkauf für die Partie umgehend zu stoppen.

Hansa-Anhänger können nur gegen Vorlage ihres Personalausweises Karten aus dem Rostocker Kontingent erwerben.

Die Bielefelder Polizei hatte wegen der Vorkommnisse am 3. Mai 2008 ein Strafverfahren wegen "Landfriedensbruch", "gefährlicher Körperverletzung" und "Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz" eingeleitet.