Int. Fußball

Rummenigge Vorsitzender der ECA

Gründung einer neuen Vereins-Organisation

Rummenigge Vorsitzender der ECA

Karl-Heinz Rummenigge

Vorsitzender der neuen Vereins-Organisation: Karl-Heinz Rummenigge. imago

In der vorigen Woche hatten sich die Vereine, die UEFA und der Weltverband FIFA auf diese neue Konstruktion verständigt und die Klubs daraufhin die Auflösung ihrer bisherigen Interessenvertretung G14 und die Einstellung der Prozesse gegen die Verbände angekündigt.

"Normalerweise gibt es bei Vereinbarungen immer Gewinner und Verlierer, aber diesmal ist jeder ein Sieger", erklärte Rummenigge am Montag bei der Gründungssitzung. Der Bayern-Boss bedankte sich ausdrücklich bei UEFA-Präsident Michel Platini für das "Tempo, mit dem diese Vorgänge in Bewegung gesetzt worden sind".

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Ohne Platini wäre das nicht möglich gewesen. "Heute ist ein Tag der Wiedervereinigung in der Fußball-Familie", sagte Rummenigge: "Die Gerichtsverfahren werden eingestellt. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die vielen Missverständnisse und Klagen nun der Vergangenheit angehören."

Die ECA, der insgesamt 103 Vereine aus den 53 UEFA-Mitgliedsländern angehören werden, vertritt künftig die Interessen der Vereine gegenüber FIFA und UEFA. Die Bundesliga wird bis zum Saisonende durch den VfB Stuttgart, Schalke 04, Bayer Leverkusen und den FC Bayern vertreten sein. Das UEFA-Ranking bestimmt die Anzahl der Vereine pro Nation. Deutschland darf als Fünfter der Wertung vorläufig vier Mitglieder stellen.

Als erste Resultate werden die beiden Dachorganisationen insgesamt 173 Millionen Euro in den nächsten sechs Jahren an die Klubs auszahlen, die Spieler für Welt- und Europameisterschaften zur Verfügung stellen.

Die FIFA stellt dabei 27,5 Millionen Euro für die WM 2010 in Südafrika und 48 Millionen für die WM 2014 in Brasilien zur Verfügung. Die UEFA zahlt 43,5 Millionen für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz sowie 54 Millionen für die EM 2012 in Polen und der Ukraine. Außerdem sollen bei Doppelspieltagen der Nationalmannschaften künftig die zweiten Spiele am Dienstag statt am Mittwoch stattfinden, damit die Profis mehr Regenerationszeit für ihre nächsten Klubspiele bekommen.