München: Geheimtreffen mit Schweizern

Offiziell bestätigt: Hitzfeld geht

Ottmar Hitzfeld

Es ist amtlich: Ottmar Hitzfeld verlässt die Bayern am Saisonende. dpa

"Ich habe meine Entscheidung dem Verein schon vor drei Wochen mitgeteilt, dass ich im Sommer aufhören werde. Ich werde im nächsten halben Jahr noch mal versuchen, erfolgreich zu sein und möglichst viele Titel zu holen. Dann werde ich mich wieder etwas zurückziehen", sagte Hitzfeld gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Mittwoch.

Über seine persönliche Zukunft sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Neben dem Job als Schweizer Nationalcoach kann sich Hitzfeld auch wieder einen Expertenjob im Fernsehen vorstellen.

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"Ich habe ja mal gesagt: Es gibt drei Optionen, die für mich in Frage kommen. Das waren Bayern München, Schweizer Nationalmannschaft oder für das Fernsehen zu arbeiten. Jetzt sind es noch zwei Optionen", sagte Hitzfeld und kündigte an, eine Entscheidung im Frühjahr fällen zu wollen.

Allerdings verdichten sich die Hinweise, dass er in die Schweiz gehen wird. Bereits zwischen den Tagen hat er sich in seinem neuen Domizil in Lörrach mit dem Schweizer Nationalmannschafts-Delegierten Ernst Lämmli getroffen, um erste Sondierungsgespräche zu führen. Geht es nach den Eidgenossen, so soll der Coach des FC Bayern nach der EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz im Juni 2008 als Nachfolger von Jakob "Köbi" Kuhn vorgestellt werden.

Ein "ganz unverbindliches Gespräch unter alten Bekannten" sei das gewesen, erklärte Lämmli danach und fügte zuversichtlich hinzu: "Wir werden uns schon finden."

Beim FC Bayern spürte Hitzfeld zuletzt nicht die gewünschte Rückendeckung. Besonders die von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge geäußerte Kritik nach dem 2:2 im UEFA-Cup gegen Bolton traf den 58-Jährigen hart. Hitzfeld beklagte danach "die Vehemenz der Kritik". Das sei ein "heftiger Schlag" gewesen und "eine gefährliche Entwicklung, wenn die Spieler sehen, dass der Trainer vom Vorstand gerügt wird".

In München indes bereitet man sich bereits seit einiger Zeit auf den Absprung des Fußballlehrers vor: Marco van Basten ist als Nachfolger ins Gespräch gebracht worden.