Bremen: Auch Sanogo muss passen

Frings fällt bis Jahresende aus

Torsten Frings

Schon wieder das Knie! Torsten Frings fällt bis Jahresende aus. imago

"Torsten wird in diesem Jahr nicht mehr spielen", sagte Thomas Schaaf am Donnerstag. "Er braucht eine längere Pause und wird erst Ende des Jahres wieder in die Bewegung gehen", erläuterte der Werder-Trainer.

Torsten Frings hatte sich am 24. Juli eine Innenbandverletzung am rechten Knie zugezogen. Erst Anfang Oktober feierte er in der Champions-League-Partie gegen Olympiakos Piräus (1:3) sein Comeback. Am vergangenen Samstag verspürte er aber nach dem 1:1 bei Schalke 04 erneut Schmerzen im lädierten Knie.

Schaaf reagierte gefrustet auf den erneuten Ausfall des deutschen Nationalspielers. "Das trifft uns noch mal sehr hart. Torsten Frings hat zuletzt gezeigt, wie wichtig er für unser Spiel ist. Sein Ausfall tut uns richtig weh."

Zumindest im Heimspiel am Samstag gegen Hansa Rostock müssen die Werderaner auch noch auf Boubacar Sanogo verzichten. Der Ivorer hat in der Pokalpartie gegen den MSV Duisburg (4:0) eine schmerzhafte Fußverletzung erlitten. "Momentan kann er nicht einmal auftreten", sagte Schaaf. Anstelle von Sanogo wird Markus Rosenberg an der Seite von Hugo Almeida stürmen.

Allerdings wurde am Abend noch Entwarnung gegeben. "Es ist nichts gerissen oder gebrochen. Die Knochen sind geprellt. Für Samstag sehe ich keine Chance, aber die Partie in Rom will ich noch nicht abschreiben", wird Sanogo in einer Pressemitteilung zitiert. "Ich hatte erst in dieser Saison vor dem Bielefeld-Spiel die Situation, dass ich mich auf zwei, drei Wochen Pause eingerichtet hatte, doch dann hat die medizinische Abteilung mich völlig überraschend wieder hinbekommen", zeigte er sich optimistisch.

Allerdings erhob der Stürmer, der vor der Saison vom Hamburger SV an die Weser gewechselt war, Vorwürfe gegen die zunehmende Härte seiner Gegenspieler. "Gestern war es ein schweres Foul, bei dem noch mehr hätte passieren können, aber der Gegenspieler hat sich wenigstens entschuldigt. Am Samstag bin ich vom Schalker Bordon getreten worden, da hätte ich mir alles brechen können. Ich habe mir die Bilder danach angeschaut und war richtig erschrocken. Und Bordon hat nicht mal ein Wort gesagt."

Dagegen kann Schaaf wohl wieder auf Daniel Jensen und Clemens Fritz zählen. Beide trainierten am Donnerstag nicht mit der Mannschaft, konnten aber Übungen mit dem Ball mit dem Ball absolvieren. "Es sieht nicht so schlecht aus, aber jetzt müssen wir abwarten wie sich die heutige Belastung auswirkt", so Fritz nach dem Training. Daniel Jensen zeigte den gleichen vorsichtigen Optimismus.