Nationalelf

Klinsmann besucht DFB-Elf

Kießling und Pander in der Startformation?

Klinsmann besucht DFB-Elf

WM-Erinnerungen wurden wach: Jürgen Klinsmann besuchte Nachfolger Löw und das DFB-Team beim Abschlusstraining.

WM-Erinnerungen wurden wach: Jürgen Klinsmann besuchte Nachfolger Löw und das DFB-Team beim Abschlusstraining. dpa

"Wir wollen unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen", kündigte Bundestrainer Joachim Löw vor der Partie an. Zwar muss Löw nach zahlreichen Absagen praktisch auf eine komplette Elf, darunter auch zahlreiche verletzte Leistungsträger wie Michael Ballack, Miroslav Klose, Torsten Frings und Tim Borowski, verzichten. Dennoch zieht er aus der Ausgangslage auch etwas Gutes: "Vielleicht werden wir nicht so dominant agieren wie zuletzt in Tschechien, aber gerade für unsere jungen Spieler ist es auch eine Chance und ein Genuss, in Wembley zu spielen."

Immerhin haben die Engländer, die ebenfalls mit einigen Ausfällen zu kämpfen haben, seit 1975 kein Heimspiel gegen Deutschland mehr gewonnen. Das letzte Aufeinandertreffen entschieden allerdings die Briten in München 2001 mit 5:1 für sich - eine erfolgreiche Revanche für das 0:1 zuvor im alten Wembley-Stadion. "Man sieht die Szenen immer wieder hier im Fernsehen", weiß Jens Lehmann zu berichten.

Für Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff ist die Rückkehr nach Wembley natürlich etwas ganz Besonderes, erzielte er doch 1996 im EM-Finale gegen Tschechien (2:1 n.G.G.) das Golden Goal, das den EM-Sieg bedeutete. Er sagt aber auch: "Das Tor im Finale gegen die Tschechen war sicher unbeschreiblich, aber als Spiel ist der Sieg über die Engländer im Halbfinale der Europameisterschaft 1996 durch nichts zu überbieten. Die Stimmung war einzigartig."

Joachim Löw und seine Spieler beim Training im Wembley-Stadion.

"Chance und Genuss": Joachim Löw und seine Spieler beim Training im Wembley-Stadion. dpa

Unterstützung bekam die deutsche Elf überraschend von Löw-Vorgänger Jürgen Klinsmann, der auf Einladung von Bierhoff und Löw am Dienstag aus Kalifornien nach London gereist war und die Mannschaft beim Abschlusstraining besuchte. Er wird auch am Mittwoch als Zuschauer auf der Tribüne sitzen. In einem Interview auf der Website des DFB sagte Klinsmann: "Es ist ein wunderschönes Gefühl, die Mannschaft nach einem Jahr wiederzusehen."

Mit Christian Pander (23), Stefan Kießling (23), Roberto Hilbert (22) und Simon Rolfes (25) werden im Wembleystadion wahrscheinlich vier Akteure auflaufen, die es zusammen bisher gerade auf fünf Einsätze im DFB-Team bringen. Im Sturm scheint Kießling übrigens gute Karten auf einen Einsatz in der Startelf neben Kevin Kuranyi zu haben. "Von ihm erhoffe ich mir einen Leistungsschub", sagte Löw vor der Partie. Ebenfalls Hoffnung auf die Startelf darf sich der Schalker Christian Pander machen, den Löw neben dem wiedergenesenen Berliner Arne Friedrich als möglichen Ersatz für den verletzten Marcell Jansen sieht. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Löw auf die WM-Viererkette mit Friedrich auf der rechten Abwehrseite und Metzelder und Mertesacker innen setzt. Philipp Lahm würde dann also auf die linke Seite wechseln.