DFB-Pokal 2016/17, 2. Runde
1. FC Köln
Köln
2
:
1
nach Verlängerung
2:1 (2:1 1:1)
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
20:52 - 8. Spielminute

Tor 0:1
B. Hübner
Kopfball
Vorbereitung Süle
Hoffenheim

21:17 - 33. Spielminute

Gelbe Karte
Demirbay
Hoffenheim

21:20 - 36. Spielminute

Tor 1:1
Risse
Rechtsschuss
Köln

22:03 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Özcan
für Lehmann
Köln

22:07 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Toljan
für Rupp
Hoffenheim

22:27 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
E. Vargas
für Amiri
Hoffenheim

22:33 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Sörensen
Köln

22:40 - 91. Spielminute

Tor 2:1
Modeste
Brust
Vorbereitung Olkowski
Köln

22:45 - 96. Spielminute

Gelbe Karte
Modeste
Köln

22:47 - 98. Spielminute

Spielerwechsel
Maroh
für Zoller
Köln

22:52 - 103. Spielminute

Spielerwechsel
Szalai
für B. Hübner
Hoffenheim

22:53 - 105. Spielminute

Spielerwechsel
Heintz
für Rudnevs
Köln

23:04 - 112. Spielminute

Gelbe Karte
Szalai
Hoffenheim

KOE

HOF

Hübner sorgte für die frühe Führung der Gäste

Risse und Modeste schießen Köln eine Runde weiter

Kölns Spieler bejubeln Risses Ausgleichstor

Jubel in Köln: Die Gastgeber bejubeln Risses (4.v.r.) Ausgleichstor gegen Hoffenheim. imago

Kölns Trainer Peter Stöger veränderte seine Startelf nach der 1:2-Niederlage in Berlin auf drei Positionen: Heintz (Bank), der angeschlagene Osako und Höger (beide nicht im Kader) machten Platz für Olkowski, Zoller und Rudnevs.

Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann tauschte nach dem 3:0-Sieg in Leverkusen nur einen Akteur: Kaderabek (Gelb-Rot-Sperre) wurde durch Rupp ersetzt, der im offensiven Mittelfeld seinen Platz einnahm. Amiri rückte dafür auf die rechte Außenbahn.

Die Partie begann ohne längere Abtastphase. Hoffenheim erarbeitete sich von Beginn an jedoch mehr Spielanteile und bejubelte schon früh die Führung. Eine Ecke von links landete auf der rechten Seite bei Amiri. Der hatte Zeit, legte aber auf Süle, der mit einer gefühlvollen Flanke den aufgerückten Hübner im Zentrum fand. Der Verteidiger hatte keine Mühe, sich gegen Sörensen durchzusetzen und nickte aus kurzer Distanz zum 1:0 aus Sicht der TSG ein (8.). Das Tor gab den Kraichgauern Selbstvertrauen. Ab der Mittellinie liefen sich die Gastgeber konsequent an, so dass die Stöger-Elf minutenlang nicht einmal in die Nähe des Tores kam. Allerdings hatten auch die Gäste kaum Tormöglichkeiten. Einzig einen Freistoß von Kramaric aus rund 25 Metern musste Horn parieren (19.).

Wagner auf Horn - Risse holt den Hammer raus

Wenig später überspielte Zuber Kölns Rechtsverteidiger Olkowski und spielt von der Grundlinie eine scharfe Hereingabe zurück auf Wagner. Der Angreifer nahm den Ball direkt, schoss ihn aber in die Arme von Horn (26.). Im Gegenzug kamen auch die Domstädter zu ihrer ersten richtigen Chance, allerdings eher unfreiwillig: Eine Flanke von Rausch senkte sich gefährlich auf das Tor von Baumann, der das Spielgerät gerade so über die Latte wischte (27.). Als hätten die Kölner nun Mut gefasst, fanden sie immer häufiger den Weg nach vorne, auch wenn die Angriffe zu berechenbar waren und die Hoffenheimer Fünferkette, die sich bei Ballbesitz zu einer Drei-Mann-Abwehr umwandelte, vor keine Probleme stellte.

So brachte eine Standardsituation den Ausgleich: Einen indirekten Freistoß aus rund 35 Metern tippte Lehmann kurz für Risse an, der mit voller Wucht draufhielt und den Ball ins Tor jagte (36.). Die Flugbahn ließ Baumann keine Abwehrchance, allerdings hatten die Kraichgauer wohl auch nicht mit einen direkten Versuch gerechnet: Nur Kramaric bildete eine Ein-Mann-Mauer. Kurz vor der Pause hätte Modeste das Spiel fast gedreht. Eine Risse-Flanke köpfte der bis dahin unauffällige Stürmer Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (42.).

DFB-Pokal, 2. Runde

Beide Mannschaften gingen ohne personelle Wechsel in den zweiten Durchgang. Die erste Chance bot sich den Gästen, doch Wagner schoss aus der Drehung, etwa zwölf Meter vor dem Tor, über den Kasten (52.). Auf der Gegenseite markierte Modeste den ersten Versuch der Kölner, schoss aber ebenfalls am Tor vorbei (56.). Nun entwickelte sich eine wenige aufregende Partie auf Augenhöhe. Für sehenswerte Momente sorgte Risse, der erst Olkowski in Szene setzte, dem der Ball kurz vor dem Tor über den Fuß rutschte (61.), und kurz danach Baumann wieder mit einen Freistoß aus rund 30 Metern überraschen wollte. Diesmal ging der Ball aber knapp über das Tor (69.). Gegenüber prüfte dazwischen Amiri Horn aus der Distanz (66.).

Risse vergibt Großchance - Wagner und Amiri scheitern

Kölner Spieler jubeln mit Bittencourt-Trikot

Geste für den verletzten Bittencourt: Modeste zeigt das Trikot mit der Nummer 21. imago

Knapp eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte wieder Risse die Führung auf dem Fuß, nachdem er von Rudnevs sehenswert freigespielt wurde. Doch Baumann riss reflexartig den Arm hoch und lenkte den Schuss aus 15 Metern über die Latte (76.). Nun kam noch die TSG zu zwei Chancen, doch Wagner köpfte in die Arme von Horn (81.). Kurz darauf schob Amiri den Ball aus aussichtsreicher Position neben das Tor (84.). Weil danach nichts mehr passierte, ging es in die Verlängerung.

Modeste trifft - Strittige Szene zum Abschluss

Kurz nach Wiederbeginn brachte Modeste seine Elf in Front. Olkowski setzte sich gegen zwei Hoffenheimer durch, spielte eine Hereingabe vor das Tor. Modeste stand in Vogts Rücken und konnte unbedrängt einschießen (91.). Nun waren die Gäste gefordert, mehr als ein ungefährlicher Kramaric-Schuss sprang aber nicht heraus (103.). Nach dem erneuten Seitenwechsel hätte Demirbay unabsichtlich fast die Entscheidung herbeigeführt. Rausch flankte und der Neuzugang fälschte die Kugel beinahe ins eigene Tor ab (108.). Für die TSG scheiterten Wagner (109.) und Toljan (111.). Nagelsmann trieb seine Mannschaft nun nach vorne. Tief in die eigene Hälfte zurückgezogen klärten die Kölner mehrmals gefährliche Situationen im eigenen Strafraum. Kurz vor Ablauf der 120 Minuten vergab Vargas zweimal den Ausgleich (119., 120.), ehe der Ball in der zweiten Minute der Nachspielzeit tatsächlich im Netz der Geißbock-Elf lag. Doch Szalais Tor fand wegen Abseits keine Anerkennung, obwohl er sich wohl auf gleicher Höhe befand. So blieb es beim 2:1-Sieg der Kölner, die damit in die nächste Runde einzogen.

Die Rheinländer spielen am Sonntag (17.30 Uhr) zu Hause gegen den HSV, Hoffenheim empfängt am selben Tag (15.30 Uhr) Hertha BSC Berlin. Die Auslosung zur nächsten Pokalrunde (7./ 8. Februar 2017) findet am heutigen Mittwoch (23.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) statt.

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Bilder zur Partie 1. FC Köln - TSG Hoffenheim