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Rottenberg erneut verletzt

Angerer als Nummer eins zur WM

Rottenberg erneut verletzt

Silke Rottenberg

Enttäuscht: Eine Verletzung wirft Silke Rottenberg zurück. dpa

Das Verletzungspech bleibt Silke Rottenberg treu, die 35-Jährige musste am Montag das Training in Gera für das Testspiel am Donnerstag gegen Tschechien mit einem Muskelfaserriss in der rechten Wade abbrechen. Drei bis vier Wochen Pause hat Mannschaftsarzt Dr. Bernd Lasarzewski für die Torhüterin veranschlagt, der Kampf um die Nummer eins im Tor bei der WM ist für Rottenberg dadurch verloren.

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Gegen Tschechien hätte die Torfrau nach siebenmonatiger Abstinenz nach einem Kreuzbandriss ihr Comeback gefeiert und sich mit einer guten Leistung für die Endrunde in China empfehlen wollen. "Silke war jetzt wieder soweit fit, um in das Rennen um den Stammplatz im Tor bei der WM einzugreifen. Die neuerliche Verletzung wirft sie in diesem Zweikampf jedoch entscheidend zurück", legte sich Bundestrainerin Silvia Neid schon sechs Wochen vor dem Trip nach Asien auf Nadine Angerer Turbine Potsdam für das "Unternehmen Titelverteidigung" fest.

Angerer, bei den letzten sieben Großereignissen immer die Nummer zwei hinter Rottenberg, hatte im Vorfeld schon ihre Ambitionen auf den Platz zwischen den Pfosten deutlich gemacht. Uneingeschränkten Rückhalt bekommt sie nun von Neid: "Wir haben großes Vertrauen in das Leistungsvermögen von Nadine Angerer."

Trotz ihrer Verletzung bleibt Rottenberg während der Vorbereitung bei der Mannschaft und wird auch dem 21-köpfigen WM-Aufgebot angehören. Neid: „Silke ist ein Typ, der auch außerhalb des Spielfelds wichtig für die Mannschaft ist. Sie ist eine Persönlichkeit und anerkannte Führungsspielerin, die eine sehr positive Ausstrahlung auf ihre Mitspielerinnen hat." Wer als Nummer drei hinter den beiden arrivierten Torfrauen mit zur WM fährt, ist noch offen. Ursula Holl (SC Bad Neuenahr) und Ulrike Schmetz (FC Bayern München) stehen bereit. Neid wird den WM-Kader am 13. August bekannt geben.