Stuttgart: Staudt bleibt Präsident - VfB schreibt schwarze Zahlen

Gomez verlängert bis 2012

Mario Gomez

Fühlt sich wohl beim VfB: Torjäger Mario Gomez. imago

"Ich lasse mir diese Mannschaft nicht kaputt machen oder einzelnen Spielern den Kopf verdrehen", sagte Heldt unter dem Jubel der etwa 1500 Mitglieder. "Mit der Verlängerung seines Vertrages um ein weiteres Jahr zeigte Mario deutlich auf, dass er an keinen anderen Verein als den VfB denkt. Mario hat in den vergangenen Wochen trotz des Interesses von mehreren, vor allem ausländischen Klubs, nie über einen Vereinswechsel nachgedacht", versicherte Heldt weiter. "Wir sind froh, dass er sich für eine Zukunft beim VfB entschieden hat und planen langfristig mit ihm." Gomez, der seit 2001 für die Schwaben spielt, hatte in der vergangenen Saison mit 14 Toren in 25 Ligaspielen entscheidenden Anteil daran, dass die Stuttgarter den fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte feiern konnten. Beim 3:1 gegen die Schweiz im Düsseldorf gab der 22-Jährige zudem sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft, für die er bislang drei Mal zum Einsatz kam.

Staudt bleibt Präsident

Erwin Staudt bleibt indes für weitere vier Jahre Präsident des VfB. Der 59-Jährige wurde von 1063 der 1084 Stimmberechtigten für eine weitere Amtszeit bis zum Jahr 2011 gewählt. Sechs Mitglieder stimmten mit Nein, 15 enthielten sich. Staudt führt den Verein seit 2003. Im Geschäftsjahr 2006 hat der VfB erneut schwarze Zahlen geschrieben, musste jedoch auch einen höheren Schuldenstand verzeichnen. Die Schwaben hatten zum 31. Dezember 2006 Verbindlichkeiten von 14,8 Millionen Euro und damit gut 4,3 Millionen mehr als im Vorjahr. Finanzvorstand Ulrich Ruf erklärte den Anstieg mit dem verpassten europäischen Wettbewerb und den großen Transfererlösen für Alexander Hleb (FC Arsenal) und Kevin Kuranyi (Schalke 04) im Jahr 2005. Zum vierten Mal nacheinander konnte der Verein mit 236.000 Euro einen Gewinn verbuchen. Im Jahr 2005 waren es 2,1 Millionen.

Neue Dimensionen durch Erreichen der Königsklasse

Mit dem Erreichen der Champions League und garantierten Einnahmen von mindestens 15 Millionen Euro rechnet die Vereinsspitze für das Geschäftsjahr 2007 mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz und einer erneuten Reduzierung der Verbindlichkeiten. "Das heißt, wir gehören dann zu den Top 20 in Europa", sagte Vereinspräsident Erwin Staudt, der die Mannschaft vor etwa 1500 Mitgliedern in der Porsche Arena für den fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte ehrte. Der Umsatz betrug 2006 77,3 Millionen Euro gegenüber 81,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Personalaufwand für die Lizenzspieler-Abteilung blieb mit 35,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.