2. Bundesliga

Zweiter Anzug hält den Abstand

Rostock: Diego Morais und Tim Sebastian bleiben im Aufstiegsfall

Zweiter Anzug hält den Abstand

Hansas Diego Morais gewinnt den Luftkampf gegen Berkant Göktan (1860).

Auffallend kopfballstark: Hansas Diego Morais gewinnt den Luftkampf gegen Berkant Göktan (1860). imago

So war auch Trainer Frank Pagelsdorf die Erleichterung deutlich anzusehen: "Ich bin natürlich sehr glücklich, dass wir hier die drei Punkte mitnehmen konnten. Denn dadurch haben wir es weiterhin selbst in der Hand, den Aufstieg am letzten Spieltag perfekt zu machen." Wobei gegen den Abstiegskandidaten aus Unterhaching ein heißer Tanz auf sein Team wartet, für die Hachinger geht es am kommenden Sonntag im Kampf um den Klassenerhalt um alles oder nichts. Hansa dagegen muss, um alle Zweifel zu beseitigen, gewinnen. Denn bei einem Rostocker Unentschieden und gleichzeitigem Sieg von Duisburg gegen Essen und Freiburg über Koblenz mit mindestens drei Toren Differenz wäre das Traumziel Aufstieg geplatzt.

Vor der Partie musste Pagelsdorf seine Mannschaft auf fünf Positionen verändern. Und das zum Teil gezwungenermaßen, da neben dem gesperrten Gledson auch Kapitän Stefan Beinlich auf Grund eines grippalen Infektes kurzfristig nicht mitwirken konnte. Ihre Vertreter Diego Morais und Maik Wagefeld konnten den Ausfall der beiden Stammspieler jedoch weitestgehend kompensieren. Vor allem Morais überzeugte (kicker-Note 2) und das wohl auch in Zukunft im Trikot der Rostocker. Denn sollte Hansa den Aufstieg realisieren, zieht der Verein beim Abwehrspieler die Option bis 2010. Auch der Kontrakt von Abwehrkollege Tim Sebastian würde sich im Aufstiegsfall um ein weiteres Jahr verlängern. Auf einer möglichen Einkaufsliste im Aufstiegsfall sollen außerdem ein Torhüter, zwei weitere Defensive sowie ein Stürmer stehen.

Momentan bleibt die Breite des aktuellen Kaders der Garant für die gute Ausgangsposition der Hanseaten. Vor allem die Personalie Cetkovic - für Regis Dorn in die Startelf gerückt - war in München dafür ein Beleg. Denn der 24-Jährige bereitete mit einem genau getimten Pass auf Enrico Kern das 2:0 der Hanseaten vor. Jenen Treffer, der die Partie schon in den ersten 45 Minuten vorentschied. "Denn in der zweiten Halbzeit haben wir es nochmal richtig spannend gemacht", kritisierte Pagelsdorf die passive Spielweise seines Teams nach der Pause. "Wir standen zu tief, haben den Gegner erst in unserer eigenen Hälfte attackiert und uns das Leben damit selbst schwer gemacht", so der 49-Jährige.

Dirk Harten