Bremen: Dritter Platzverweis für Simunic

Schulz im Endspurt dabei

Christian Schulz

Mit Augenverletzung vom Feld getragen: Christian Schulz. dpa

Die behandelnden Ärzte diagnostizierten drei Risswunden rund ums Auge, die genäht wurden. Die augenärztliche Untersuchung hat keine weiteren Schäden ergeben. Schulz war zu jeder Zeit bei Bewusstsein, eine Gehirnerschütterung wurde nicht festgestellt. Er kehrte am Flughafen "Tempelhof" zur Mannschaft zurück um die Rückreise nach Bremen anzutreten.

"Ich ging mit dem Kopf zum Ball, dann spürte ich den Fuß von Simunic und habe nur gehofft, dass mein Auge nicht kaputt ist", schilderte Schulz die Situation und sprach sogleich eine Entwarnung aus: "Zum Glück fand die Berührung oberhalb des Augapfels statt, so dass nichts kaputt gegangen ist."

Am Montag hat sich Simunic dann telefonisch beim Werder-Profi für seinen Fehltritt entschuldigt. Da sah es für Schulz auch schon wieder besser aus. "Wenn die Ärzte grünes Licht geben, gehe ich davon aus, dass ich bereits am Dienstag wieder mit der Mannschaft trainieren kann", so der 24-Jährige, der "so schnell wie möglich wieder einsteigen" will.

Hertha-Abwehrchef Simunic wurde für seine rüde Attacke in Kopfhöhe von Schiedsrichter Herbert Fandel (Kyllburg) mit der Roten Karte vom Feld geschickt. Es war bereits die dritte Hinausstellung für den Kroaten in dieser Spielzeit - zuvor sah er am 24. und 28. Spieltag Gelb-Rot.