Bundesliga

Hecking setzt auf Bruggink als Leader

Hannover: Forssell weiter ein Thema

Hecking setzt auf Bruggink als Leader

96-Mittelfeldakteur Arnold Bruggink (re.) gegen van Buyten (Bayern)

Zuletzt in guter Verfassung: 96-Mittelfeldakteur Arnold Bruggink (re.), hier gegen van Buyten (Bayern). dpa

Des Trainers Optimismus stärkt etwa Chavdar Yankov, der nun vielleicht doch bleiben kann (Annäherung mit Slavia Sofia, Entscheidung bis Sonntag) und daraus Zuversicht schöpft. Der Bulgare wird im Mittelfeld als Ersatz für den - wie Frank Fahrenhorst - gesperrten Altin Lala zur besonderen Figur, weil er aus der Tiefe auch Impulse geben soll.

Zumal die Kreativzentrale kränkelt. Jan Rosenthal beschränkte sich mit dickem rechten Knöchel bis gestern auf Fahrradfahren und Laufen, auch Arnold Bruggink (Kapseldehnung im linken Knöchel) trainierte noch nicht mit dem Kader, soll aber fit werden. Gerade auf die Leader-Qualitäten des im Tempo limitierten, spielerisch aber verbesserten Bruggink baut Hecking: "Arnold hat auch als Typ hohes Ansehen im Team. Er hat einen guten Schuss und ist torgefährlich." Das wird wichtig bei der Abschlussschwäche, die Hecking in Abwesenheit von Top-Scorer Brdaric (Knie-Reha) zu klaren Worten über Defizite seiner Spieler animierte. Aus Bruggink (29) werde sicher kein Sprinter und aus Jiri Stajner (30) kein Torjäger mehr. "Der wird nie zehn, 15Tore pro Saison schießen, so ehrlich müssen wir sein."

Auch deshalb hat Hannover das Werben um Mikael Forssell von Birmingham City (kicker vom 5.4.) intensiviert. Ein anderer Wunschspieler wird wohl nicht kommen: Sebastian Boenisch. Dass der Defensiv-Allrounder seinen bis 2008 laufenden Vertrag bei Schalke verlängern würde, war ohnehin klar. Doch der Tabellenführer denkt nun nicht mehr an eine Ausleihe, plant mit dem 20-Jährigen als Backup für Linksverteidiger Christian Pander.

Michael Richter