2. Bundesliga

Geht Fuchs im Sommer?

Fürth: Hack fährt einen gefährlichen Kurs

Geht Fuchs im Sommer?

Danny Fuchs

Taktgeber: Danny Fuchs treibt das Spiel der Fürther an, doch die interne Wertschätzung lässt zu wünschen übrig. dpa

Dabei verliefen die ersten Minuten wie in so vielen Partien zuvor: Die SpVgg überlegen, aber vor dem Tor ohne den Biss, der dem Gegner wehtut. Doch dann lösten Daniel Adlung und Christian Timm mit ihren Toren die Verkrampfung, und fortan ließen die Franken ihr spielerisches Potenzial sprudeln.

Allen voran Danny Fuchs. Der 30-Jährige agierte zwar "nur" auf der linken Außenbahn, doch der schussgewaltige Beidfüßer war der absolute Taktgeber. Und das nicht nur am vergangenen Sonntag. "Ich denke, ich spiele eine ganz ordentliche Runde", sagt Fuchs leicht untertrieben. In bisher allen 18 Zweitliga-Partien stand der gebürtige Dessauer in der Startformation, schoss vier Tore selbst und legte sechs weitere auf (kicker-Durchschnittsnote 3,08). Kurzum: Fuchs ist ein absoluter Leistungsträger und war dies auch schon in der vergangenen Spielzeit (28 Spiele, 7 Tore, 3 Assists, kicker-Durchschnittsnote 3,50).

Umso unverständlicher, dass Präsident Helmut Hack auch bei ihm die Maßgabe einhält, keine Vertragsgespräche vor Ende März zu führen. "Das entscheidet der Verein, was soll ich dazu sagen", so Fuchs, dessen Kontrakt ausläuft. Dabei wäre zumindest ein Vertrags- angebot ein Signal, welche Köpfe die neu zu formierende Elf nach Trainer Möhlmanns Abschied im Sommer führen könnten.

Der Irrglaube, dass Bundesliga-Teams sich zurückhalten mit ihrem Werben um die Fürther Stützen, hat bei der SpVgg schon öfter zu einem bösen Erwachen geführt. "Ich bin seit 2003 hier, da sollte man schon wissen, was ich kann, oder eben auch nicht kann", so Fuchs, der dem zögerlichen Verhalten des Vereins wenig abgewinnen will.

Bernd Staib