Tennis

Tennis, ATP in Dubai: Struff unterliegt Hurkacz mit Pech

Zwei eigene Matchbälle reichen nicht

36 Aufschlagspiele, null Breaks: Struff unterliegt Hurkacz mit viel Pech

Das Glück lag am Ende auf der anderen Seite: Jan-Lennard Struff.

Das Glück lag am Ende auf der anderen Seite: Jan-Lennard Struff. NurPhoto via Getty Images

Matches wie diese werden von Kritikern gern als Anschauungsmaterial dafür genutzt, um für eine Reform des Tennissports zu argumentieren. Treffen nämlich zwei ausgesprochen aufschlagstarke Spieler aufeinander, kann es auch mal vorkommen, dass man Stunden auf das erste Break warten muss. Oder man wartet ganz vergebens.

Wie am Montagabend in Dubai. Da verlor Jan-Lennard Struff nach 2:42 Stunden sein Auftaktspiel des stark besetzten ATP-500-Turniers gegen Hubert Hurkacz. 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 6:7 (6:8) hieß es am Ende eines hochklassigen, breakfreien, aber lange Zeit doch etwas monotonen Matches nach Mitternacht (Ortszeit).

Der polnische Aufschlagriese Hurkacz, seines Zeichens Nummer acht der Weltrangliste, ließ im entscheidenden Tiebreak ein Mini-Break zu, der in einen Matchball für Struff bei eigenem Aufschlag und Stand von 6:4 mündete. Doch mit einem Netzroller gelang es dem Polen, diesen zu entschärfen. Auch die folgenden drei Punkte gewann er - und so auch das Match.

Struff warf seinen Schläger wütend weg

"Am Ende hatte ich etwas Glück", gab Hurkacz hinterher zu und hatte sichtlich etwas Mitleid: "Struffi ist so ein netter Kerl." Der 33-Jährige aus Warstein hatte seinen Schläger nach dem letzten Punkt wutentbrannt auf den Boden geworfen, derart unglücklich waren die Sekunden zuvor verlaufen.

Beide Spieler brachten mehr als 70 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Feld, eine starke Quote. Anderthalb Stunden mussten die wenigen Zuschauer in Dubai allein warten, bis sie den ersten Breakball sehen durften. Zuvor waren die Aufschlagspiele in beide Richtungen zumeist zu null oder zu 15 entschieden worden.

Im Achtelfinale von Dubai trifft der an Position drei gesetzte Hurkacz nun auf den Sieger aus dem Duell zwischen dem deutschen Qualifikanten Maximilian Marterer und Christopher O'Connell aus Australien.

pab