Nationalelf

Drei Spiele, drei Punkte - aber Löw warnt vor Zypern

Länderspielgegner gesucht

Drei Spiele, drei Punkte - aber Löw warnt vor Zypern

Der zyprische Abwehrspieler Loukas Louka gegen den Waliser Robert Earnshaw.

Zyperns Abwehrspieler Louka gegen den Waliser Earnshaw. Bundestrainer Löw stuft die Zyprer als starken Gegner ein. dpa

Dieser Gegner nimmt derzeit in der Gruppe D den fünften und damit drittletzten Platz ein. In drei Spielen sammelten die Insulaner erst drei Punkte, in der Slowakei setzte es eine deftige 1:6-Schlappe und jüngst ein 1:3 in Wales. Diese Begegnung sah Chefscout Urs Siegenthaler und unterrichtete seinen Vorgesetzten Löw, dass das positive Ergebnis den Briten arg schmeichle, die Zyprer seien mit ihren in Griechenland und der Türkei angestellten fähigen Individualisten fußballerisch besser gewesen.

"Die spielen einen sehr gepflegten Fußball", sagt der Bundestrainer und fasst mit viel Respekt vor diesem vermeintlichen kleinen Widerpart zusammen: "Diese Mannschaft ist im Moment möglicherweise nach Tschechien die beste in unserer Gruppe." Das bislang einzige Heimspiel gewannen die Zyprioten mit 5:2 Toren gegen Irland. Die Erkenntnisse aus den bisherigen Beobachtungen werden Löw und Siegenthaler dieser Tage besprechen.

In der vergangenen Woche traf der Bundestrainer mit DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, seinem Assistenten Hans Flick sowie U-21-Coach Dieter Eilts zusammen. Weiter vertieft wurden dabei die Inhalte einer gemeinsamen und allgemeingültigen DFB-Philosophie sowie die zu deren Umsetzung nötigen Trainingsprogramme von der U 15 bis zur U 20. Diese Arbeit werde sich noch "über viele Tage und Wochen" erstrecken, sagt der DFB-Chefcoach, da sie die verschiedenen Altersstufen übergreife, sei sie "sehr aufwändig". Zwei, drei weitere Treffen der DFB-Trainercrew werden folgen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren die noch nicht festgelegten Gegner für die Freundschaftsländerspiele 2007. Am 7. Februar geht es gegen die Schweiz in Düsseldorf. Für die weiteren Tests am 28. März, 22. August und 12. September werden noch Partner gesucht. Der Deutsche Fußball-Bund hat dazu mittlerweile bei den Verbänden des EM-Ausrichters Österreich, in Dänemark und in Belgien nachgefragt. Bis Mitte November soll über diese drei Gegner entschieden sein. Am liebsten möchte Löw zu Hause antre- ten.

Karlheinz Wild