Einwurf von Valérien Ismael

Bayern und Werder: Das war beste Werbung für den Liga-Hit

Valérien Ismael

Valérien Ismael imago

Dieser Europapokal-Mittwoch war die beste Werbung für den Bundesliga-Hit in Bremen. Werder gewann 2:0 und darf nach der 0:1-Niederlage des FC Barcelona bei Chelsea wieder aufs Achtelfinale hoffen.

Der FC Bayern siegte ebenfalls, obwohl wir eine Halbzeit mit zehn Mann spielen mussten. Die Gelb-Rote Karte für Schweinsteiger machte den Auftrag kompliziert, aber gegen das junge, vor dem Tor überhastete Sporting-Team standen wir clever.

In den ersten 25 Minuten haben wir prima gespielt, wir hatten gute Chancen und kontrollierten das Spiel. Plötzlich war die Ruhe am Ball verloren, so dass wir zehn Minuten gewackelt haben. Insgesamt war die 1:0-Führung zur Pause aber verdient. Nach dem dritten Sieg - ohne Gegentor - sieht es für uns in der Gruppe B bestens aus.

Der Hamburger SV dagegen muss sich nach der erneuten Niederlage, 1:4 in Porto, Sorgen machen. In dieser Mannschaft läuft es nicht rund, irgendetwas stimmt nicht, siehe die vielen Platzverweise.

Was kann da der Trainer tun? Die Antwort: Die Spieler müssen es richten. Aber wenn Wicky, eigentlich Mittelfeldspieler, innen verteidigen muss, wird es mit der Abstimmung schwierig.

In der Champions League ist die Lage für Hamburg nach der dritten Niederlage ziemlich aussichtslos. Der HSV muss eher aufpassen, sonst geht es auch noch in der Bundesliga schief.

Dort haben wir am Samstag das Topspiel: Bayern bei Werder. Obwohl ich wegen meines Schien- und Wadenbeinbruchs frühestens zum Jahresende wieder laufen und allenfalls Ende Februar spielen kann, werde ich im Stadion sitzen.

In der vorigen Saison haben wir auswärts 0:3 verloren und wissen, was zu tun ist: Wir müssen ganz eng stehen und dürfen einem Miro Klose oder Diego keinen Platz lassen, sie nutzen jeden Quadratzentimeter aus. Für das Titelrennen wären drei Punkte in Bremen überragend, denn Werder ist mit seiner stabilen Mannschaft und den erfahrenen Spielern unser erster Konkurrent.