Bundesliga

Hecking wechselt zu 96

Aachen/Hannover: Nachfolger von Peter Neururer gefunden

Hecking wechselt zu 96

Dieter Hecking

Ist ab sofort neuer Chefcoach von Hannover 96: Dieter Hecking verlässt Alemannia Aachen. dpa

Damit hat Hannover 96 einen Nachfolger für den vergangene Woche zurückgetretenen Peter Neururer gefunden. Angesichts des miserablen Saisonstarts mit null Punkten und 2:11 Toren aus drei Spielen wurde die Zusammenarbeit am 30. August beendet.

Anfang dieser Woche fragten die Niedersachsen offiziell bei Alemannia Aachen wegen des Interesses an den Diensten von Dieter Hecking an. Eigentlich wollte Alemannia, das unter Hecking nach 36 Jahren wieder den Sprung in die Erstklassigkeit schaffte, den beliebten Coach nicht ziehen lassen. Aber nach einem persönlichen Treffen mit Manager Jörg Schmadtke signalisierte Aachen Verhandlungsbereitschaft. Hecking soll in dem Vier-Augen-Gespräch seine Wechselwilligkeit aus "ausschließlich persönlichen Gründen" erklärt haben.

"Dieter Hecking ist ein interessanter Mann. Seine Familie wohnt im Umfeld von Hannover, und er bringt eine hohe Emotionalität für den Verein mit. Zudem hat er als Trainer eine gute Erfolgsstory", meinte Kind, dessen Klub den 41-Jährigen schon nach den Entlassungen der Coaches Ralf Rangnick und Ewald Lienen auf der Kandidatenliste hatte. Heckings Familie lebt im rund 30 Kilometer von Hannover entfernten Bad Nenndorf.

Am Donnerstag verlor nun Alemannia Aachen das Ringen um Dieter Hecking. "Vorstand und Sportdirektor sind zu der Überzeugung gekommen, dass die Zielsetzung des Vereins bei einem Verbleib von Dieter Hecking gefährdet gewesen wäre. Der Trainer hat schwer wiegende private Gründe angeführt. Ohne die Schwere dieser Gründe hätten wir wegen der Vertragssituation von Herrn Hecking den Gesprächen mit Hannover überhaupt nicht zugestimmt", sagte Alemannia-Präsident Professor Horst Heinrichs. Über die genauen Vertragsmodalitäten vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

Dieter Hecking arbeitet seit dem 1. Juli 2004 bei der Alemannia, mit der er in der vergangenen Spieljahr nach langjähriger Abstinenz die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus schaffte. Am 26. August gelang ihm durch ein 3:0 ausgerechnet in Hannover der erste Bundesliga-Sieg als Trainer. Zuvor arbeitete Hecking zwischen 2000 und 2001 beim SC Verl, danach drei Jahre beim VfB Lübeck.

Wer Nachfolger von Dieter Hecking auf der Trainerbank im Tivoli werden wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Nach kicker-Informationen soll der kurz vor Saisonbeginn beim Zweitligisten SC Paderborn zurückgetretene Jos Luhukay in der Kandidatenliste ganz oben stehen.