Spanien: Ohne Gegenkandidat bis 2010 im Amt

Laporta bleibt Barça-Präsident

Erfolgreiche Zusammenarbeit: Joan Laporta und Ronaldinho.

Erfolgreiche Zusammenarbeit: Joan Laporta und Ronaldinho. imago

Der 44-jährige Anwalt konnte als einziger Bewerber die vorgeschriebene Mindestzahl von 1804 Unterschriften von Klubmitgliedern vorlegen. Da es keinen Gegenkandidaten gab, wird die für den 3. September vorgesehene Präsidentenwahl beim spanischen Meister und Champions-League-Sieger hinfällig.

Laporta sollte nach Presseberichten vom Dienstag noch am Abend offiziell zum Vereinspräsidenten ernannt werden. Er hatte fast 9000 Unterschriften beigebracht. "Diese Zahl spricht für sich selbst", sagte er. "Das Ergebnis bedeutet eine Anerkennung unserer Arbeit."

Die wichtigsten Gegenspieler des Barça-Präsidenten, wie dessen früherer Vize Sandro Rosell, hatten sich keine Chancen ausgerechnet und eine Kandidatur abgelehnt. Nur zwei weniger bekannte Bewerber wollten gegen Laporta kandidieren, konnten aber nicht genügend Mitglieder auf ihre Seite bringen.

Laporta wird auf Grund seines jugendlichen und charmanten Stils zuweilen als der "John F. Kennedy des FC Barcelona" bezeichnet. Er war 2003 mit Unterstützung des früheren Weltstars Johan Cruyff erstmals zum Barça-Präsidenten gewählt worden.

In seiner ersten Amtszeit führte er die Katalanen, die sechs Jahre ohne Titel geblieben waren, mit Trainer Frank Rijkaard und dem Weltklassefußballers Ronaldinho zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte zum Sieg in der Champions League. 2005 und 2006 wurden die Blauroten mit großem Vorsprung spanischer Meister.