Bundesliga

Neururer - viel Lob für den neuen Regisseur Bruggink

Hannover: Holländer ist im Mannschaftsrat

Neururer - viel Lob für den neuen Regisseur Bruggink

Gibt in Hannover schon den Takt vor: Neuzugang Arnold Bruggink.

Gibt in Hannover schon den Takt vor: Neuzugang Arnold Bruggink. imago

"Allein diese Wahl", findet Neururer, "sagt einiges aus. Er ist von den Mitspielern ja nicht umsonst gewählt worden." Der Trainer hat sich dabei rausgehalten, "weil bei uns das Gefüge völlig intakt ist. Da muss ich nicht eingreifen". Herausgekommen ist außer der Nominierung von Neuling Bruggink die Wiederwahl von Altin Lala als Kapitän. Außerdem im Mannschaftsrat vertreten sind Steven Cherundolo, Hanno Balitsch und Robert Enke.

Wir haben ihn als Leistungsträger geholt

Peter Neururer über Arnold Bruggink

Pikant dabei: Lala bleibt Kapitän, ist aber beim Trainer im defensiven Mittelfeld nicht gesetzt. Ein Grund dafür ist auch Bruggink. Im Vorjahr noch hatte Neururer in der Zentrale mit Balitsch, Lala und dem nach Bochum abgewanderten Christoph Dabrowski oft drei eher defensiv ausgerichtete Mittelfeldspieler gebracht, weil nach dem Weggang von Nebojsa Krupnikovic die Position des Spielmachers vakant war. Jetzt ist das neue System auf die neue Nummer 10 ausgerichtet.

"Wir haben ihn als Leistungsträger geholt", sagt Neururer und konstatiert nach den ersten Eindrücken: "Arnold erfüllt unsere Erwartungen, er ist der Offensiv-Initiator." Als den mit einem Jahr Verspätung geholten Krupnikovic-Ersatz indes sieht der Coach ihn nicht: "Er spielt ganz anders, kommt nicht so sehr aus der Tiefe wie Krupnikovic, sondern spielt wirklich direkt hinter den Spitzen, sucht oft den Abschluss."

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Beim 3:3 im Test gegen den SSC Neapel führte Bruggink überzeugend Regie und belegte: der Holländer ist angekommen in Deutschland. "Ich trainiere zwar erst zwei Wochen in der Mannschaft, fühle mich aber gut in der Truppe, kann mein Spiel einbringen." Zufrieden registriert er auch den Vorschusslorbeer der Kollegen, dokumentiert durch die Wahl in den Mannschaftsrat: "Die Jungs wollten einen neuen Spieler mit Erfahrung einbinden. Es ist für mich ein gutes Zeichen, dass ich sofort dabei bin."

Noch nicht wieder dabei nach seiner Fersen-OP, aber auch noch nicht weg ist Per Mertesacker. Am morgigen Dienstag kommt der 96-Tross aus dem Trainingslager zurück. Spätestens Mittwoch dann soll die nächste und letzte Verhandlungsrunde mit Bremen um den 21-jährigen Verteidiger folgen. Neururer: "Die Entscheidung wird langsam fällig, schließlich handelt es sich um eine hochsensible Position."

Sebastian Wolff