2. Bundesliga 2016/17, 22. Spieltag
20:27 - 12. Spielminute

Tor 1:0
Möller Daehli
Rechtsschuss
Vorbereitung Cenk Sahin
St. Pauli

20:42 - 27. Spielminute

Gelbe Karte
Kempe
Karlsruhe

20:57 - 42. Spielminute

Gelbe Karte
Cenk Sahin
St. Pauli

21:19 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Mavrias
für Kempe
Karlsruhe

21:24 - 50. Spielminute

Tor 2:0
Sobota
Rechtsschuss
Vorbereitung Cenk Sahin
St. Pauli

21:26 - 52. Spielminute

Tor 3:0
Bouhaddouz
Rechtsschuss
Vorbereitung Sobota
St. Pauli

21:27 - 53. Spielminute

Spielerwechsel
Hoffer
für Yamada
Karlsruhe

21:32 - 58. Spielminute

Tor 4:0
Bouhaddouz
Linksschuss
Vorbereitung Cenk Sahin
St. Pauli

21:35 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Marvin Mehlem
für Mugosa
Karlsruhe

21:37 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Flum
für Möller Daehli
St. Pauli

21:44 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Thy
für Nehrig
St. Pauli

21:49 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Kalla
für Cenk Sahin
St. Pauli

21:53 - 79. Spielminute

Tor 5:0
Bouhaddouz
Linksschuss
St. Pauli

STP

KSC

St. Pauli mit Gala-Vorstellung gegen Karlsruhe

Bouhaddouz-Hattrick demontiert den KSC

Mats Möller Daehli

Der erste Streich: St. Paulis Mats Möller Daehli (M.) trifft mit dem Knie zum 1:0. imago

Möller Daehli und Cenk Sahin als Aktivposten

St. Paulis Trainer Ewald Lienen brachte nach dem 1:1 gegen Arminia Bielefeld zwei Neue in seiner Startelf: Gonther und Möller Daehli verdrängten Flum und Sobiech (angeschlagen) auf die Bank. Karlsruhes Coach Mirko Slomka drehte im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Union Berlin gleich viermal am Personalkarussell: Diamantakos, Prömel, Thoelke und Yamada begannen für Hoffer (Bank), Kinsombi, Valentini (beide nicht im Kader) und Kom (Gelb-Rot-Sperre).

Auf dem neu verlegten Rasen im Millerntor-Stadion kamen die Hausherren deutlich besser zur Geltung: Die Hamburger wirkten gedanklich frischer und hoben die anfällig wirkende KSC-Hintermannschaft ein ums andere Mal mit schnellen Umschaltbewegungen aus den Angeln. Als Aktivposten für den Kiez-Klub kristallisierten sich Möller Daehli und Cenk Sahin heraus, die immer wieder Gefahr versprühten. So war es kaum verwunderlich, dass genau dieses Duo an der verdienten Führung hauptbeteiligt war: Cenk Sahin brach mit viel Tempo über rechts durch und setzte die Kugel an den linken Innenpfosten - den Abpraller drückte Möller Daehli dann mit dem Knie aus der Nahdistanz über die Linie (12.).

KSC fehleranfällig - St. Pauli dominant

Karlsruhe taute erst nach einer Viertelstunde ein wenig auf und hatte erste Ansätze von offensiven Ideen. Viele Angriffsversuche aber versandeten schon vor dem gegnerischen Strafraum. Zum einen spielten die Badener im Vorwärtsgang zu unsauber, zum anderen war St. Pauli in den Zweikämpfen giftiger. Lediglich zweimal brannte es im FCSP-Sechzehner: Eine Direktabnahme von Stoppelkamp (17.) und ein Thoelke-Kopfball nach einer Ecke (36.) wurden von Torwart Heerwagen aber exzellent entschärft.

Die Spielkontrolle behielten im Großen und Ganzen aber die Hanseaten. Immer wieder erkannten die Hamburger, dass die wackelige KSC-Defensive mit Tempo zu überlisten ist. Aber auch schöne Kombinationen führten zu Chancen: Bouhaddouz scheiterte gleich zweimal an Keeper Orlishausen (44., 45.). In einem durchaus unterhaltsamen Kellerduell nahmen die Kiez-Kicker eine verdiente 1:0-Führung mit in die Pause.

Drei Tore in acht Minuten

2. Bundesliga, 22. Spieltag

Slomka hoffte auf neue Impulse nach Wiederbeginn und brachte deshalb Mavrias für Kempe. Doch es kam alles anders. St. Pauli drehte richtig auf filetierte die Gäste-Defensive nach Belieben: Orlishausen lenkte einen Bouhaddouz-Kopfball gerade noch ans Lattenkreuz (46.) und musste in den nächsten acht Minuten gleich dreimal den Ball aus dem Netz holen: Nach feiner Einzelaktion samt flacher Flanke von Cenk Sahin staubte Sobota zum 2:0 ab (50.). 129 Sekunden später verwertete Bouhaddouz eine Sobota-Flanke am zweiten Pfosten zum 3:0 (52.). Und schließlich gipfelte diese Szene die Auflösungserscheinungen der Karlsruher: Bei einem simplen Befreiungsschlag der Kiez-Kicker verlor Jordi Figueras den Ball an Bouhaddouz, der einen Doppelpass mit Cenk Sahin spielte und dann seinen Doppelpack mit einem Schuss ins leere Tor perfekt machte - 4:0 (58.).

Nach diesem Sturmlauf ließen es die Hamburger in der Folge deutlich ruhiger angehen. Die schwer angeschlagenen Badener holten sich durch das Plus an Ballbesitz wieder ein wenig Sicherheit. Diamantakos prüfte außerdem die Wachsamkeit von Heerwagen (66.), was die Hausherren wiederum mit dem nächsten Tempodribbling samt Torchance durch Cenk Sahin beantworteten (68.).

Bouhaddouz: Lupenreiner Hattrick

In der Schlussphase lauerten die Hanseaten dann auf Kontermöglichkeiten. Ein langer Ball landete bei Bouhaddouz, dessen Querpass im Strafraum durch die Beine von Jordi Figueras zurück zum Stürmer flipperte. Also chippte der Marokkaner die Kugel aus sechs Metern zum 5:0 in die Maschen (79.). Bis zum Schlusspfiff ergaben sich noch Halbchancen auf beiden Seiten, doch am Endstand änderte das nichts mehr.

Für St. Pauli steht schon am Samstag (13 Uhr) das nächste Keller-Duell beim TSV 1860 München an. Gleichzeitig genießt Karlsruhe Heimrecht gegen Hannover 96.