2. Bundesliga 2016/17, 21. Spieltag
13:19 - 19. Spielminute

Gelbe Karte
Wurtz
Bochum

13:26 - 26. Spielminute

Tor 0:1
Hoogland
Eigentor, Rechtsschuss
Vorbereitung Kurzweg
Würzburg

14:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bochum)
Dawidowicz
für Gyamerah
Bochum

14:03 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bochum)
Weilandt
für Rieble
Bochum

14:10 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Stiepermann
Bochum

14:18 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Bochum)
Wydra
für Stiepermann
Bochum

14:50 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Kurzweg
Würzburg

14:35 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Schoppenhauer
Würzburg

14:40 - 84. Spielminute

Tor 1:1
Weilandt
Rechtsschuss
Vorbereitung Losilla
Bochum

14:43 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
F. Müller
Würzburg

14:44 - 87. Spielminute

Tor 2:1
Wydra
Rechtsschuss
Vorbereitung Wurtz
Bochum

14:45 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Weilandt
Bochum

14:46 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Würzburg)
Rama
für Königs
Würzburg

14:46 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Würzburg)
Soriano
für Fröde
Würzburg

BOC

WÜR

Würzburg gibt erneut Punkte aus der Hand

Die Joker Weilandt und Wydra drehen die Partie

FC Würzburger Kickers

Man in the middle: Rico Benatelli wird von den Mitspielern für seinen vermeintlichen Treffer gefeiert. In Wahrheit war es jedoch anders ... Picture Alliance

VfL-Trainer Gertjan Verbeek nahm gegenüber der jüngsten 1:2-Niederlage in Hannover keine personellen Veränderungen an der Startformation vor.

Anders gestaltete sich die Situation bei den Gästen aus Würzburg. Dort musste Coach Bernd Hollerbach im Vergleich zur 0:2-Pleite gegen Heidenheim auf zwei Fixpunkte der Abwehrkette verzichten: Kapitän Neumann und Junior Diaz fehlten Gelb-gesperrt. Auch Daghfous konnte nicht mitwirken, Soriano und Rama blieb nur ein Platz auf der Bank. Neu im Spiel waren dagegen Kurzweg, Ernst, Müller, Taffertshofer und Königs, der im 19. Saisonspiel erstmals von Beginn an ran durfte.

Hollerbach wollte seinen Gegner mit einer variablen taktischen Herangehensweise überraschen: Mal spielten die Unterfranken in einer Vierer-, mal in einer Fünferkette. Die größte Überraschung war dabei Schröck, der zentral in der Abwehr verteidigte. Offensiv gab Angreifer Königs den ersten Warnschuss ab, verfehlte das Tor aber um einige Meter (6.).

Benatelli jubelt, ist es aber nicht

Ansonsten waren beide Mannschaften eher defensiv ausgerichtet. Mit einer hohen Laufleistung wurde der kontrollierte Spielaufbau auf beiden Seiten frühzeitig gestört, sodass ein gepflegtes, schnelles Kurzpassspiel Seltenheitswert hatte. Dementsprechend überraschte es auch nicht, dass die ersten richtig gefährlichen Abschlüsse aus Standardsituationen resultierten: Riemann schnappte sich Schoppenhauers Kopfball im Anschluss an eine Ecke (21.), auf der anderen Seite köpfte Losilla über das von Wulnikowski (trug für den fehlenden Neumann die Kapitänsbinde) gehütete Tor (24.).

Kurz darauf rissen plötzlich die Gäste die Arme nach oben und freuten sich über den Führungstreffer. Allerdings war es nicht der in Bochum aufgewachsene Benatelli, der die Kugel im Netz unterbrachte, sondern Bochums Verteidiger Hoogland. Nach Kurzwegs Flankenball traf die Kugel den VfL-Mann am Standbein und kullerte von dort aus unglücklich ins eigene Tor (26.).

Die Antwort der Gastgeber blieb aus, bis auf Halbchancen (Mlapa, Quaschner) kam nichts bei herum, sodass das Publikum die Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine schickte.

2. Bundesliga, 21. Spieltag

Riemann hält den VfL im Spiel

VfL-Coach Verbeek hatte sich zur Pause etwas einfallen lassen und brachte mit Dawidowicz und Weilandt zwei frische Kräfte. Allerdings war zunächst einmal das eingesessene Personal gefordert: Keeper Riemann entschärfte einen brandgefährlichen Taffertshofer-Schuss und verhinderte somit den 0:2-Rückstand unmittelbar nach dem Seitenwechsel (48.).

Die Verbeek-Elf tat sich trotz der personellen Veränderungen weiterhin schwer. Kreativität ließ der VfL komplett vermissen und stellte die FWK-Defensive somit vor keinerlei Probleme, sodass Verbeek frühzeitig seine letzte Trumpfkarte einsetzte: Wydra ersetzte Stiepermann (61.). Die Würzburger spielten unterdessen ihren Stiefel herunter und hatten sogar Möglichkeiten zur Vorentscheidung: Königs scheiterte aus kurzer Distanz an Riemann, der sein Team somit im Spiel hielt.

Wende im Ruhrstadion

Dies sollte sich in einer furiosen Schlussphase noch rächen. Erst vergab Mlapa die große Möglichkeit zum Ausgleich, der ehemalige Juniorennationalspieler hämmerte die Kugel an den Pfosten. Doch kurz darauf drehte die Verbeek-Elf die Partie innerhalb von drei Minuten komplett: Erst schob Joker Weilandt den Ball aus der Drehung heraus ins Netz (84.), ehe der ebenfalls eingewechselte Wydra die Kugel aus etwa 25 Metern ins rechte Toreck hämmerte (87.). Pisot vergab die letzte Ausgleichschance für Würzburg, das im vierten Spiel 2017 erneut durch Gegentreffer ab der 80. Minute wertvolle Punkte aus der Hand gibt.

Spieler des Spiels

Manuel Riemann Tor

2
Spielnote

Ein über weite Strecken zähes Fußballspiel, nahm in der Endphase noch einmal Schwung auf.

3,5
Tore und Karten

0:1 Hoogland (26', Eigentor, Rechtsschuss, Kurzweg)

1:1 Weilandt (84', Rechtsschuss, Losilla)

2:1 Wydra (87', Rechtsschuss, Wurtz)

Bochum

Riemann 2 - Gyamerah 4,5 , Hoogland 3 , Bastians 3, Rieble 4,5 - Losilla 3, Stiepermann 4 , Gündüz 3, Wurtz 3,5 , Quaschner 4 - Mlapa 3,5

Würzburg

Wulnikowski 3 - Schoppenhauer 3 , Schröck 3,5, Pisot 3,5 - F. Müller 2,5 , E. Taffertshofer 3, Fröde 4,5 , Kurzweg 3 , S. Ernst 4, Benatelli 3 - Königs 4

Schiedsrichter-Team

Robert Kempter Stockach

2,5
Spielinfo

Stadion

Vonovia-Ruhrstadion

Zuschauer

11.123

Der VfL muss Sonntag um 13.30 Uhr bei Verbeeks Ex-Verein Nürnberg ran. Am Freitag (18.30 Uhr) treffen die Kickers im heimischen Stadion auf die Kleeblättler aus Fürth.