2. Bundesliga 2016/17, 7. Spieltag
18:31 - 1. Spielminute

Gelbe Karte
Eisfeld
Bochum

18:52 - 22. Spielminute

Gelbe Karte
Mlapa
Bochum

19:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Gyamerah
für Celozzi
Bochum

19:36 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Maxim
Stuttgart

19:39 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Hosogai
Stuttgart

19:45 - 57. Spielminute

Tor 0:1
Gentner
Rechtsschuss
Vorbereitung Maxim
Stuttgart

19:46 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Werner
für Großkreutz
Stuttgart

19:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Wurtz
für Eisfeld
Bochum

20:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
J. Zimmer
für Asano
Stuttgart

20:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Saglam
für Stöger
Bochum

20:06 - 79. Spielminute

Tor 1:1
Wurtz
Rechtsschuss
Vorbereitung Losilla
Bochum

20:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
M. Zimmermann
für Maxim
Stuttgart

20:18 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Terodde
Stuttgart

BOC

VFB

Rasanter Sturmlauf des VfL in der Schlussphase

Wurtz sichert VfL einen Zähler bei Wolf-Debüt

Partycrasher: Johannes Wurtz verhinderte den nächsten Sieg des VfB.

Partycrasher: Johannes Wurtz verhinderte den nächsten Sieg des VfB. picture alliance

VfL-Trainer Gertjan Verbeek nahm im Vergleich zum 0:3 in Düsseldorf zwei Wechsel vor: Neuzugang Rieble feierte sein Startelfdebüt für den VfL, er ersetzte den verletzten Perthel (Adduktorenprobleme). Hinten rechts begann Celozzi anstelle von Canouse. VfB-Coach Hannes Wolf setzte zwei Tage nach seiner offiziellen Vorstellung auf Bewährtes und veränderte die zuletzt von Olaf Janßen betreute Startelf nach dem 2:0 gegen Braunschweig auf einer Position: Der gegen Braunschweig nach seiner Einwechslung überzeugende Großkreutz rückte für Özcan in die Partie.

Bis zum ersten Höhepunkt der anderen Art dauerte es keine halbe Minute: Eisfeld attackierte Hosogai und sah nach 18 Sekunden die schnellste Gelbe Karte der Saison. Auch fußballerisch wurden die Bochumer zuerst auffällig, Langerak streckte sich bei Stögers Volleyschuss (5.). Überhaupt hatten die Westfalen zu Beginn ein optisches Übergewicht, wie Bastians Schusschance nach einer Eckball-Variante belegte (9.).

Der doppelte Terodde

Der VfB brauchte zehn Minuten Anlaufzeit, fand dann aber besser in die Partie. Die immer kombinieren wollenden Bochumer wurden bereits im eigenen Sechzehner angelaufen und zu langen Bällen gezwungen. Auch mit dem eigenen Ballbesitz klappte es nun besser: Insua servierte Gentner 20 Meter vor dem Tor den Ball und der Kapitän steckte stark zu Terodde durch. Der Angreifer, vor der Saison vom VfL gekommen, schirmte den Ball gegen Dawidowicz ab, der von hinten klären wollte - und dabei Teroddes Fuß traf. Durchaus elfmeterwürdig, doch der Torjäger spielte weiter und wollte das Tor erzielen, scheiterte im Fallen aber an Riemann (12.).

Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der bei den Stuttgartern Ballverteiler Gentner und Terodde die Auffälligsten waren. Beide beteiligten sich auch an der nächsten VfB-Chance: Der Kapitän zirkelte eine Flanke aus dem rechten Halbfeld in den Sechzehner, wo Terodde frei vor Riemann auftauchte. Der Keeper kam heraus und verkürzte den Winkel, Terodde schob das Leder knapp über den Kasten. Glück für den VfL, aber: Zuvor hatte Terodde wohl einen halben Schritt im Abseits gestanden (29.).

Bochum versuchte es wie gewohnt mit der etwas feineren Klinge, gefiel aber auch beim Kontern. So kamen Weilandts Schussmöglichkeit (33.) sowie Mlapas Halbchance (39.) zustande. Die großen Aufreger gab es aber nicht in Durchgang eins, denn: Kurz darauf war Pause.

2. Liga, 7. Spieltag

Mit Schwung aus der Kabine kam vor allem die Heimelf. Immer wieder ging der Ball ohne Schnörkel schnell in die Spitze. Zumeist schnappte aber die Abseitsfalle des VfB zu, lediglich Eisfeld bewegte sich bei seiner Chance in erlaubtem Gebiet. Der Mittelfeldspieler brachte aber keinen kontrollierten Abschluss zustande (55.). Das sollte sich rächen, denn zwei Minuten später führte plötzlich der Gast. Über rechts wurde Maxim freigespielt, der vom Strafraumeck das Auge für Gentner hatte. Der Kapitän nahm den Flachpass 15 Meter vor dem Tor direkt und netzte für seine Farben ein (57.).

Bochum wie entfesselt

Zu diesem Zeitpunkt kam die Führung durchaus überraschend, da der VfL scheinbar mehr investiert hatte im zweiten Durchgang. Die Westfalen gingen nun mehr Risiko, es dauerte aber, bis dabei Hochkaräter herausspringen sollten. In der 79. Minute setzte Mlapa dann ein Zeichen, indem er sich gegen Sunjic durchsetzte und frei vor Langerak an dessen Fußabwehr scheiterte (79.). Diese Szene gab seinen Kollegen den Mut, alles zu probieren. Weilandt schoss den Ball von rechts ins Zentrum, über Losillas Hüfte sprang der Ball Joker Wurtz vor die Füße. Der fackelte nicht lange - 1:1 (80.).

Plötzlich brannte die Hütte in Bochum! Im Minutentakt wurde es gefährlich vor Langerak, Stiepermann und Dawidowicz verpassten kurz nacheinander das 2:1 (82.). Auch Saglam (83.) und Weilandt (84.) boten sich noch Gelegenheiten, die aber nicht zielführend zu Ende gebracht wurden. Der VfB kam nur noch einmal in die Nähe des gegnerischen Tores, Zimmers Schuss wurde entschärft (87.). Den Schlusspunkt setzte Stiepermann, der bei seinem Freistoß zu hoch zielte (90.).

Dann war Schluss, Wolf konnte am Ende glücklich sein, bei seinem Debüt einen Zähler aus Bochum mitgenommen zu haben. Der VfL vermeidete die zweite Niederlage in Folge, die nächste Chance auf den ersten Auswärtssieg bietet sich am Freitag in Aue (18.30 Uhr). Stuttgart empfängt am Montag die SpVgg Greuther Fürth (20.15 Uhr).