2. Bundesliga 2016/17, 6. Spieltag
17:35 - 6. Spielminute

Gelbe Karte
Rapp
Fürth

18:09 - 40. Spielminute

Tor 0:1
Serd. Dursun
Rechtsschuss
Vorbereitung Freis
Fürth

18:15 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Sepsi
Nürnberg

18:18 - 45. + 4 Spielminute

Gelbe Karte
Brecko
Nürnberg

18:18 - 45. + 4 Spielminute

Gelbe Karte
Megyeri
Fürth

18:42 - 54. Spielminute

Tor 0:2
Steininger
Rechtsschuss
Vorbereitung Berisha
Fürth

18:46 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Salli
Nürnberg

18:49 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Teuchert
für Salli
Nürnberg

18:50 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Burgstaller
für Petrak
Nürnberg

19:01 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Fürth)
Tripic
für Steininger
Fürth

19:05 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
S. Parker
für Sepsi
Nürnberg

19:06 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Fürth)
Heidinger
für Freis
Fürth

19:21 - 90. + 3 Spielminute

Tor 1:2
Burgstaller
Rechtsschuss
Vorbereitung Möhwald
Nürnberg

19:19 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Fürth)
Azemi
für Serd. Dursun
Fürth

FCN

FUE

Fürth schießt Nürnberg tiefer in die Krise

Dursun und Steininger bescheren den Derbysieg

Serdar Dursun & Daniel Steininger

Derbyhelden: Fürths Torschützen Serdar Dursun (2.v.l.) und Daniel Steininger (r.). picture alliance

Viel Kampf und Krampf

Nürnbergs Trainer Alois Schwartz tauschte im Vergleich zum 4:5 in Bochum zweimal Personal: Hovland und Petrak begannen für Alushi (Innenbandanriss im Knie) und Mühl (nicht im Kader). Fürths Coach Stefan Ruthenbeck veränderte seine Startelf nach dem 0:3 gegen Würzburg auf drei Positionen: Berisha, Dursun und Freis spielten für Kirsch, Tripic und Vukusic (alle Bank).

Das 261. Franken-Derby war zunächst von viel Kampf und Krampf geprägt. Beide Mannschaften störten sofort energisch - ein vernünftiger Spielaufbau war somit nicht möglich. Vor allem dem noch sieglosen FCN war der schwache Saisonstart am Nervenkostüm anzumerken. Nach einem individuellen Fehler von Sepsi verbuchte Berisha die erste Chance (4.).

FCN macht Druck - Dursun steht goldrichtig

Mit fortschreitender Spieldauer aber kam der Club immer besser auf und arbeitete sich mit aggressivem Pressing in diese Partie. Die Spielvereinigung reagierte darauf anfällig, geriet zusehends unter Druck und schaffte es kaum noch, für Entlastung zu sorgen. In Ruthenbecks neuem 4-4-2-System stimmten die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen nicht. Auch fehlte es an Kreativität und Ideen in der Spielgestaltung. Nürnberg präsentierte also über weite Strecken Einbahnstraßenfußball. Dabei kamen die Hausherren bevorzugt über die Flügel nach vorne und provozierten zahlreiche Eckstöße. Wirklich gefährlich wurde es aber nur einmal, als Matavz aus fünf Metern an den Querbalken köpfte (22.).

Fürth wackelte, fiel aber nicht. Nachdem die Drangphase des FCN nach einer guten halben Stunde abebbte, schlug das Kleeblatt wie aus dem Nichts zu: Eine Gießelmann-Flanke von der linken Strafraumkante klatschte an die Latte, dann köpfte Freis den Ball von rechts vors Tor, wo Dursun aus kurzer Distanz akrobatisch zum 1:0 traf (40.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff kochten die Emotionen noch einmal hoch: Der mehrfach angegangene Torwart Megyeri ließ sich nach einem Salli-Foul zu einem Schubser hinreißen und sah Gelb (90.+4) - genauso wie Kapitän Brecko auf der anderen Seite.

Krummes Ding: Steiniger baut die Führung aus

2. Liga, 6. Spieltag

Mit Wut im Bauch kam der Club aus der Pause und drängte sofort nach vorne. Nun ließ sich die Spielvereinigung aber nicht mehr hinten reindrängen, sondern entlastete mit Gegenangriffen. Ein Schachzug, der voll aufgehen sollte: Nach starker Balleroberung von Hofmann im Mittelfeld schaltete Fürth blitzschnell um. Berisha verteilte den Ball ans rechte Strafraumeck zu Steininger, der kurz abstoppte und dann abzog. Sepsi fälschte unglücklich ab, sodass die Kugel unhaltbar zum 2:0 hinten ins Tor fiel (54.).

In der Folge wurde das Kleeblatt wieder deutlich passiver und ließ Nürnberg kommen. Das nahmen die Hausherren dankend an - außerdem brachte Schwartz mit Burgstaller und Teuchert zwei frische, laufstarke Stürmer (62.). Entsprechend generierte der FCN vielversprechende Chancen: Teuchert (64.), Matavz (66.) und Behrens (68.) gelang der Anschlusstreffer aber nicht.

Burgstallers Anschluss kommt zu spät

Das stetige Anrennen kostete dem Club viel Kraft - entsprechend taten sich immer wieder Kontermöglichkeiten für die Weiß-Grünen auf. Berisha verpasste die Entscheidung nur knapp (76.). Auf der anderen Seite zielte Aktivposten Teuchert knapp vorbei (81.). Bis zum Schlusspfiff spielte die Spielvereinigung den Zwei-Tore-Vorsprung gekonnt runter und ließ hinten fast nichts mehr anbrennen. Erst in der Nachspielzeit verzeichnete Nürnberg dann doch noch ein kleines Erfolgserlebnis: Burgstallers abgefälschter Schuss aus sieben Metern schlug ein (90.+3) - allerdings zu spät für eine Aufholjagd.

Spieler des Spiels

Marcel Franke Abwehr

2
Spielnote

Ein temporeiches Kampfspiel auf spielerisch ganz dürftigem Niveau, in dem Fürth nicht das bessere, aber das glücklichere Team war.

4
Tore und Karten

0:1 Serd. Dursun (40', Rechtsschuss, Freis)

0:2 Steininger (54', Rechtsschuss, Berisha)

1:2 Burgstaller (90' +3, Rechtsschuss, Möhwald)

Nürnberg

Kirschbaum 3 - Brecko 4,5 , Hovland 3,5, Bulthuis 4, Sepsi 5,5 - Petrak 3,5 , Behrens 4, Salli 4 , Möhwald 3, Leibold 4,5 - Matavz 3,5

Fürth

Megyeri 2,5 - Narey 3, M. Franke 2, Caligiuri 3, Gießelmann 3,5 - Rapp 4 , A. Hofmann 4, Steininger 3,5 , Freis 2,5 - Serd. Dursun 3 , Berisha 4

Schiedsrichter-Team

Tobias Stieler Hamburg

1,5
Spielinfo

Stadion

Stadion Nürnberg

Zuschauer

32.362

Die letzte Etappe der englischen Woche führt Nürnberg am Sonntag (13.30 Uhr) auf die Bielefelder Alm. Fürth ist schon zwei Tage davor am Freitag (18.30 Uhr) zu Hause gegen Sandhausen gefordert.