Bundesliga 2016/17, 29. Spieltag
15:39 - 9. Spielminute

Tor 1:0
Szalai
Linksschuss
Vorbereitung Wagner
Hoffenheim

15:53 - 24. Spielminute

Tor 2:0
Szalai
Rechtsschuss
Vorbereitung Rudy
Hoffenheim

15:56 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Stindl
Gladbach

16:00 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
B. Hübner
Hoffenheim

16:01 - 31. Spielminute

Tor 2:1
Vestergaard
Linksschuss
Vorbereitung Strobl
Gladbach

16:05 - 35. Spielminute

Tor 2:2
Stindl
Rechtsschuss
Vorbereitung Dahoud
Gladbach

16:15 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Elvedi
Gladbach

16:37 - 48. Spielminute

Gelbe Karte
Christensen
Gladbach

16:46 - 58. Spielminute

Tor 3:2
Demirbay
Linksschuss
Hoffenheim

16:51 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Uth
für Wagner
Hoffenheim

16:52 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Dahoud
Gladbach

16:53 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Vogt
Hoffenheim

17:03 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Herrmann
für Traoré
Gladbach

17:03 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Drmic
für Hahn
Gladbach

17:03 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Amiri
für Szalai
Hoffenheim

17:04 - 75. Spielminute

Tor 4:2
Uth
Linksschuss
Vorbereitung Süle
Hoffenheim

17:07 - 78. Spielminute

Tor 4:3
Dahoud
Rechtsschuss
Vorbereitung Drmic
Gladbach

17:13 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Benes
für Strobl
Gladbach

17:13 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Bicakcic
für B. Hübner
Hoffenheim

17:18 - 89. Spielminute

Tor 5:3
Demirbay
Kopfball
Vorbereitung Kramaric
Hoffenheim

HOF

BMG

Szalai und Demirbay treffen doppelt

TSG gewinnt Acht-Tore-Wahnsinn

Hoffenheim - Mönchengladbach

Strittige Szene: Jonas Hofmann (#23) spielt den Ball mit der Hand - kurz darauf fällt das 2:2. picture alliance

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:2 in Hamburg auf drei Positionen: Demirbay, Szalai und Toljan spielten für Bicakcic, Schwegler (beide Bank) und Terrazzino (nicht im Kader). Mönchengladbachs Coach Dieter Hecking tauschte nach dem 3:2 in Köln zweimal Personal: Hahn und Traoré begannen für Hazard (nicht im Kader) und Raffael (Innenbanddehnung).

Das Aufeinandertreffen zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften wurde von Beginn an mit offenem Visier geführt. Schon in der 9. Minute klingelte es zum ersten Mal: Demirbay zirkelte einen Freistoß in den Gefahrenbereich, wo erst Wagner mit einem Kopfball an Sommer scheiterte, doch Szalai aber aus der Nahdistanz abstaubte (9.).

Szalais Doppelpack

In der Folge wurde die Borussia dominanter, ließ den Ball mit vielen Kurzpässen in den eigenen Reihen laufen und hoffte mit vielen Positionswechseln auf Lücken im gegnerischen Defensivverbund. Die TSG glänzte aber mit exzellenter Raumaufteilung, stockte die Dreierkette gegen den Ball zur Fünferkette auf und verengte den Raum im Verbund gekonnt. Nach der Balleroberung schwärmten die Kraichgauer dann aus und zogen das Spiel in die Breite. So hatte die Fohlenelf mehr Spielanteile, doch 1899 verbuchte die besseren Chancen: Kramaric donnerte das Spielgerät an die Latte (22.). Kurz darauf war erneut Szalai zur Stelle, der nach feiner Kombination über Zuber und Rudy seinen Doppelpack perfekt machte (24.).

Gladbachs umstrittener Blitz-Ausgleich

Gladbach schien trotzdem nur wenig beeindruckt und blieb seiner aufwändigen Spielweise treu. Ein Wendt-Freistoß wanderte scharf an der Abseitsgrenze über Christensen und Strobl zu Vestergaard, der die Kugel am linken Pfosten über die Linie drückte (31.). Nur vier Minuten später der schnelle und umstrittene Ausgleich: Hofmann hielt einen Baumann-Befreiungsschlag mit dem Arm auf. Dahoud übernahm, legte quer zu Stindl, der ins leere Tor zum 2:2 traf (35.). Ein Treffer, der nicht hätte zählen dürfen.

Die wilde Fahrt geht weiter: Erst Pfosten, dann 3:2

Bundesliga, 29. Spieltag

Für die zweite Hälfte kam Gladbach energiegeladen aus der Kabine, betrieb hohen Aufwand, gab keinen Ball verloren und setzte Hoffenheim mit aggressivem Pressing zu. Beinahe hätte sich die Elf vom Niederrhein direkt wieder für diesen Mut belohnt: Traoré aber schoss knapp vorbei (50.), Hahn vom traf vom rechten Fünfmetereck mit einem Aufsetzer den rechten Pfosten (53.). Dass die Borussia diese Chancen nicht nutzte, sollte sich alsbald rächen: Demirbays Freistoßflanke setzte am Fünfmeterraum auf und schlug im linken Eck ein (58.). Sommer war chancenlos, weil Wagner direkt vor ihm knapp verpasste.

Die Begegnung war mittlerweile hochemotional. Es gab viele giftige Zweikämpfe im Mittelfeld und auch die ein oder andere Rudelbildung. Dahoud war mit einer Gelben Karte gut bedient, als er Demirbay mit beiden Sohlen auf den Spann stieg (64.). Diese hitzige Atmosphäre wussten dann die Hausherren zu beruhigen und nahmen etwas Tempo aus der Partie. Kurz darauf erhöhte Joker Uth, der eine Fackel aus 20 Metern in den rechten Winkel schweißte (75.).

Dahoud macht es wieder spannend

Ein Traumtor, das Ruhe gab? Von wegen! Die Borussen gaben sich nicht geschlagen und drängten weiter nach vorne. Der eingewechselte Drmic wurde mit einem Schuss geblockt, der Abpraller fiel Dahoud vor die Füße, er verkürzte auf 3:4 (78.). Der Druck war plötzlich wieder enorm hoch, doch die TSG versteckte sich nicht und spielte getreu dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" frech nach vorne. Zuber rang Sommer eine Glanzparade ab (86.). Dann tankte sich Kramaric in den Sechzehner, flankte auf den zweiten Pfosten auf Demirbay, der zum 5:3-Endstand einköpfte (89.). Bis zum Schlusspfiff war es aber keineswegs langweilig: Hofmann (90.+1) auf der einen und auf der anderen Seite Joker Amiri (90.+4) hätten das Endergebnis durchaus nach oben schrauben können.

Hoffenheim ist am Freitag (20.30 Uhr) beim 1. FC Köln zu Gast. Mönchengladbach empfängt tags darauf (18.30 Uhr) Borussia Dortmund.

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Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - Bor. Mönchengladbach