Bundesliga 2016/17, 28. Spieltag
20:36 - 7. Spielminute

Gelbe Karte
Veljkovic
Bremen

20:58 - 29. Spielminute

Spielerwechsel
Kainz
für Veljkovic
Bremen

21:06 - 37. Spielminute

Tor 0:1
Junuzovic
Linksschuss
Vorbereitung Kainz
Bremen

21:12 - 43. Spielminute

Tor 0:2
Bartels
Rechtsschuss
Vorbereitung Kruse
Bremen

21:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
D. Blum
für Russ
Frankfurt

21:34 - 48. Spielminute

Tor 1:2
Gacinovic
Rechtsschuss
Vorbereitung Abraham
Frankfurt

21:39 - 53. Spielminute

Spielerwechsel
U. Garcia
für Caldirola
Bremen

21:39 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Rebic
Frankfurt

21:54 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
M. Wolf
für Andersson Ordonez
Frankfurt

21:55 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Bartels
Bremen

21:59 - 73. Spielminute

Tor 2:2
Fabian
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Hrgota
Frankfurt

22:00 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Fabian
Frankfurt

22:03 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Pizarro
für Bartels
Bremen

22:07 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Seferovic
für Hrgota
Frankfurt

SGE

BRE

Frankfurt begradigt 0:2-Rückstand zur Pause

Fabian macht die Punkteteilung perfekt

Zlatko Junuzovic

Führung: Werders Zlatko Junuzovic (li.) trifft für Bremen zum 1:0. Picture Alliance

Frankfurts Trainer Niko Kovac wechselte im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Köln auf drei Positionen: Chandler (nach Gelb-Sperre), Andersson Ordonez und Hrgota verdrängten Wolf, Seferovic (beide Bank) und Tawatha (nicht im Kader). Abwehrmann Vallejo musste kurzfristig wegen Wadenproblemen passen und gesellte sich zur Verletztenliste der Hessen (Anderson, Regäsel, Hasebe, Medojevic, Meier).

Auch Werder-Coach Alexander Nouri hatte mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Neben den Stammspielern Gnabry, Fritz, Bauer und Sané kam mit Delaney nach dem 3:0-Erfolg gegen Schalke 04 noch ein weiterer hinzu. Der Däne wurde aufgrund eines Faserrisses im Oberschenkel von Maxi Eggestein vertreten, der dies auch schon in der zweiten Hälfte gegen die Knappen getan und dabei sein erstes BL-Tor erzielt hatte. Außerdem erhielt Bartels den Vorzug vor Pizarro.

Abrahams Hammer an die Latte

Seit 438 Minuten hatten die Frankfurter auf einen Torerfolg in der Bundesliga warten müssen. Gegen Werder versuchten die Adlerträger von Beginn an, dieser Durststreck ein jähes Ende zu bereiten. Zwar verbuchte Bremens Kruse den ersten Abschluss der Partie (5.), dann aber kam die Eintracht. Nach Abrahams 25-Meter-Strahl wackelte das Gebälk gewaltig (10.), nur 60 Sekunden später rutschte Hrgota an einem Rebic-Pass vorbei (11.) und verpasste damit ebenso knapp den Führungstreffer.

Werder wurde von der Kovac-Elf klasse unter Druck gesetzt und konnte sich trotz breiter Brust kaum entfalten. Dazu musste Coach Nouri schon früh wechseln: Innenverteidiger Veljkovic stand nach zwei Fouls am Rande eines Platzverweises. Kainz wurde hereingenommen, was auch ein Systemwechsel zur Viererkette nach sich zog. Und die Hereinnahme des Österreichers sollte sich schon bald bezahlt machen. Doch der Reihe nach.

Kainz-Wechsel macht sich gleich bezahlt

Denn zunächst einmal stand Werder-Keeper Wiedwald bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte im Fokus. Das Bremer Eigengewächs hielt gegen Gacinovic und Hrgota gleich doppelt die Null fest (27.). Zehn Minuten später schlugen die eiskalten Bremer dann erstmals zu: Joker Kainz flankte links am Strafraum für Landsmann Junuzovic, der per Direktabnahme auf 1:0 stellte (37.). Werder blieb weiter gnadenlos effektiv und erhöhte nach einem Lupfer von Bartels über Hradecky sogar noch vor dem Pausenpfiff auf 2:0 (43.).

1. Bundesliga, 28. Spieltag

Gacinovics Oberschenkel gibt die Richtung vor

Frankfurt wechselte zur Pause aus: Kovac nahm Kapitän Russ vom Feld und brachte mit Blum eine frische Offensivoption. Zwar hatte dieser seine Finger noch nicht im Spiel, aber der Eintracht gelang kurz nach Wiederbeginn der frühe Anschlusstreffer. Im Anschluss an eine Oczipka-Ecke drückte Gacinovic die Kugel mit dem Knie über die Linie und beendete nach 485 Minuten die torlose Zeit der SGE.

Der Treffer wirkte sich befreiend auf die Kovac-Elf aus, die fortan einen ungeheuren Druck erzeugte und Werder tief in dessen Hälfte festnagelte. Richtig gefährliche Abschlüsse sprangen in der Drangphase aber nicht heraus. Den Bremern gelang in diesen Momenten nur ganz selten ein Entlastungsangriff. Und wenn, dann schlichen sich technische Unzulänglichkeiten bei den Hanseaten ein. Und diese übertrugen sich offenbar dann auf die Bremer Defensive: Moisander hielt Hrgota unnötigerweise im Strafraum fest und verursachte dadurch einen Foulelfmeter, den Fabian, der im letzten Heimspiel gegen Mönchengladbach noch vom Punkt vergeben hatte, diesmal souverän zum 2:2-Ausgleich verwandelte (73.).

Werder wieder da: Chancen auf beiden Seiten

Die Schlussphase gestaltete sich dann wieder ausgeglichener, weil Werder plötzlich wieder offensiver auftrat. Grillitsch prüfte Hradecky mit einem tückischen Aufsetzer (75.), auf der anderen Seite unterschätzte Wiedwald erst einen Fabian-Schuss und hatte dann Glück, dass Seferovic aus spitzem Winkel vergab (83.). Die letzte Möglichkeit hatte Kruse, dessen Schuss von Abraham in letzter Instanz noch abgeblockt wurde (90.). So blieb es beim 2:2, das für Frankfurt die neunte Partie in Folge ohne Dreier bedeutete. Werder dagegen baute seine Serie auf acht Spiele ohne Niederlage aus.

Am kommenden Spieltag gastiert die Eintracht am Samstag (15.30 Uhr) in Dortmund, Bremen empfängt am Sonntag (15.30) den HSV zum Nordderby.

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Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - Werder Bremen