Bundesliga 2016/17, 24. Spieltag
15:41 - 11. Spielminute

Tor 1:0
Kalou
Rechtsschuss
Vorbereitung Ibisevic
Hertha

16:45 - 55. Spielminute

Tor 1:1
Aubameyang
Linksschuss
Vorbereitung Kagawa
Dortmund

16:50 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Langkamp
Hertha

16:55 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Weiser
für Ibisevic
Hertha

16:59 - 70. Spielminute

Gelbe Karte
Ginter
Dortmund

17:00 - 71. Spielminute

Tor 2:1
Plattenhardt
Linksschuss
Hertha

17:05 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Pulisic
für Castro
Dortmund

17:06 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Dembelé
für Durm
Dortmund

17:10 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Bartra
Dortmund

17:10 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Mittelstädt
für Kalou
Hertha

17:13 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Merino
für Schürrle
Dortmund

17:20 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Dembelé
Dortmund

17:22 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
Pulisic
Dortmund

17:23 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel
Allagui
für Haraguchi
Hertha

17:20 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Weiser
Hertha

BSC

BVB

Hertha erst offensiv, dann defensiv sicher

Plattenhardt bremst Dortmunds Lauf

Vedad Ibisevic & Salomon Kalou

Glückwunsch: Vorbereiter Vedad Ibisevic (l.) gratuliert dem Torschützen Salomon Kalou. imago

Kalou belohnt frechen Hertha-Auftritt

Berlins Coach Pal Dardai vertraute auf dieselbe Startelf, die zuletzt 0:1 in Hamburg verlor. Dortmunds Trainer Thomas Tuchel tauschte nach dem 4:0 in der Champions League gegen Benfica Lissabon auf vier Positionen: Ginter, Guerreiro, Kagawa und Schürrle begannen für Dembelé, Piszczek, Pulisic (alle Bank) und Sokratis (nicht im Kader).

In einer intensiven Anfangsphase mit aggressiven Zweikämpfen ging es rasant hin und her. Hertha war im 4-2-3-1-System recht offensiv eingestellt, verteidigte hoch, störte den gegnerischen Spielaufbau mit Pressing und stand immer eng am Mann. Nach vorne setzten die Hauptstädter dann auf überfallartige und mit viel Tempo vorgetragene Gegenangriffe und rückten mit mehreren Spielern nach. Dabei wurde die BVB-Defensive ein ums andere Mal überladen: Nach einem Ballverlust von Ginter war Ibisevic auf und davon. Sein Querpass erreichte Kalou, der aus drei Metern zum 1:0 traf (11.).

Dortmund ohne Durchschlagskraft im 3-4-1-2

Auch in der Folge blieb Berlin die bessere Mannschaft: Kalou schloss einen Konter mit einem Schuss aus 17 Metern ab, den Bürki gerade noch über die Latte lenkte (15.). Bei der folgenden Ecke schickte erneut Kalou die Kugel aus dem Gewühl heraus Richtung Tor, doch Guerreiro rettete für die Schwarz-Gelben auf der Linie (16.).

Die Borussia tat sich auch in der Folge schwer. Im ungewohnten 3-4-1-2-System, bei dem die beiden Angreifer Aubameyang und Schürrle recht breit standen, wurde zu wenig Durchschlagskraft entwickelt. Bis zum Strafraum agierte Dortmund noch recht ansehnlich, der finale Pass oder die letzte Aktion ging dann aber meist schief. Vor allem Top-Torjäger Aubameyang wurde von der Heim-Defensive gekonnt aus dem Spiel genommen. Wirklichen Druck bauten die Gäste erst in einer kurzen Drangphase vor der Halbzeit auf. Dabei sprangen zumindest Halbchancen heraus.

Aubameyang taut auf

Bundesliga, 24. Spieltag

Auch der zweite Durchgang startete energiegeladen. Vor allem der BVB hatte sich viel vorgenommen, steigerte die eigenen Ballbesitzzahlen und versuchte, den Berliner Beton aufzuweichen. Hertha stand weiter kompakt, setzte aber Nadelstiche durch Konter. So verpasst auf der einen Seite Aubameyang nur knapp (46.) - gegenüber setzte Skjelbred die Kugel daneben (49.), und Haraguchi brachte das Spielgerät aus der Nahdistanz nicht im Tor unter (54.).

Schließlich konnte Dortmund aus dem Plus an Spielanteilen doch noch Kapital schlagen: Eine feine Direktpasskombination am gegnerischen Strafraum über Guerreiro und Kagawa landete bei Aubameyang, der aus spitzem Winkel zum 1:1 vollstreckte (55.). Kurz darauf drehten die Schwarz-Gelben beinahe die Partie, als Castro frei vor Jarstein auftauchte, aber flach vorbei schoss (58.). In den nächsten Minuten erhöhte der BVB den Druck immer weiter und schnürte die Hausherren fest. Der Führung kam erneut Aubameyang am nächsten (69.).

Plattenhardts Fackel passt

Die Borussia hatte sich mittlerweile das 2:1 verdient, geriet aber erneut in Rückstand. Der eingewechselte Weiser (Comeback nach drei Monaten Verletzungspause) wurde kurz vor der Strafraumgrenze von Ginter gefoult. Den fälligen Freistoß schweißte Plattenhardt sehenswert in den rechten Winkel (71.).

Tuchel riskierte nun alles und brachte mit der Hereinnahme von Dembelé und Pulisic (Doppelwechsel, 76.) noch mehr Offensivpower und Geschwindigkeit. Tatsächlich zog die Borussia ein regelrechtes Powerplay auf. Gegen die Berliner Mauer aber kamen die Gäste zu selten zum Abschluss. Nach einer hitzigen Schlussphase mit vielen Gelben Karte blieb es am Ende beim 2:1 für die Hauptstädter.

Hertha BSC ist nächste Woche am Samstag (15.30 Uhr) in Köln gefordert. Dortmund bestreitet schon am Dienstag (18.30 Uhr) das verlegte DFB-Pokal-Viertelfinale bei den Sportfreunde Lotte. In der Bundesliga geht es dann am Freitag (20.30 Uhr) zu Hause gegen Ingolstadt.

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Bilder zur Partie Hertha BSC - Borussia Dortmund