Bundesliga 2016/17, 24. Spieltag
20:36 - 7. Spielminute

Tor 1:0
Volland
Kopfball
Vorbereitung Brandt
Leverkusen

21:50 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Havertz
für Bellarabi
Leverkusen

21:52 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Gebre Selassie
Bremen

21:53 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Delaney
für Grillitsch
Bremen

22:01 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Mehmedi
für Brandt
Leverkusen

22:04 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Pizarro
für Gebre Selassie
Bremen

22:05 - 79. Spielminute

Tor 1:1
Pizarro
Bauch
Vorbereitung Ro. Bauer
Bremen

22:07 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Pizarro
Bremen

22:08 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Kießling
für Chicharito
Leverkusen

22:18 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Kainz
für Junuzovic
Bremen

22:23 - 90. + 6 Spielminute

Foulelfmeter
Toprak
verschossen
Leverkusen

22:17 - 90. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Wendell
Leverkusen

LEV

BRE

Pizarro trifft im 200. BL-Spiel für Werder

90.+6! Wiedwald hält gegen Toprak den Punkt fest

Claudio Pizarro

Erstes Saisontor im 200. BL-Spiel für Werder: Claudio Pizarro sicherte den Bremern einen Punkt. Picture Alliance

Leverkusens neuer Trainer Tayfun Korkut nahm gegenüber seinem Vorgänger Roger Schmidt und nach der 2:6-Niederlage bei Borussia Dortmund fünf Veränderungen vor: Neben dem verletzten Bender (Sprunggelenk) fanden sich Mehmedi, Jedvaj, Aranguiz und Havertz auf der Bank wieder. Baumgartlinger, Bellarabi, Brandt, Chicharito und Dragovic begannen stattdessen.

Bittere Nachrichten hatte Werder-Coach Alexander Nouri unter der Woche zu verkraften. Kapitän Fritz (Syndesmose-Riss) und Top-Torschütze Gnabry (Rückenprobleme) fielen für das Gastspiel am Rhein aus. Gegenüber dem 2:0-Sieg gegen Darmstadt 98 saß Pizarro zudem auf der Bank. Neu drin waren dafür Veljkovic, Grillitsch und Maximilian Eggestein.

Ohne großes Abtasten, dafür gleich mit ersten Strafraumszenen starteten die Werkself und zuletzt auswärtsstarke Bremer (zwei Siege in Folge). Gebre Selassie prüfte frühzeitig Leno per Kopf, ehe der Tscheche auch auf der anderen Seite in die erste Leverkusener Aktion involviert sein sollte. Sein Ballverlust leitete für Brandt ein, der nach kurzem Dribbling per Distanzkracher an Wiedwald und der Unterkante der Latte scheiterte. Allerdings landete der Abpraller auf dem Kopf von Volland, der zur Führung einnickte und somit für den ersten Korkut-Jubel an der Seitenlinie sorgte (7.).

Die Bremer zeigten sich trotz des Rückstandes keineswegs beeindruckt. Die Hansestädter spielten weiter nach vorne, über teils ansehnliche Stafetten kombinierte sich die Nouri-Elf häufig durch Bayer-Abwehr. Das Problem: Entweder ging dem letzten Pass oder eben dem Abschluss die Präzision zu häufig ab. So auch bei Bauers Chance in der 17. Minute, als der Linksverteidiger verzog.

Die Werkself blieb unterdessen sporadisch gefährlich und sorgte nach einer guten halben Stunde wieder einmal für eine Tempoverschärfung. In dieser Phase zwang erst Wendell Wiedwald zu einer Glanztat (31.). Anschließend vergab Bellarabi aus dem Dribbling heraus (40.) und Chicharito spielte einen ungenauen Pass in die Schnittstelle auf den klasse positionierten Baumgartlinger (44.).

Bundesliga, 24. Spieltag

Luft anhalten hieß es einige Minuten später im Leverkusener Strafraum, als Gebre Selassie Leno unglücklich im Gesicht traf. Bayers Keeper wurde mehrere Minuten behandelt, konnte aber weiterspielen.

Wiedwald hält Werder im Spiel

Im zweiten Durchgang hatte zunächst Bayer die Oberhand und riss das Kommando an sich. Wiedwald hielt seine Mitspieler mit einer herausragenden Tat gegen Bellarabi aber im Spiel (49.). Die Grün-Weißen benötigten hingegen ein paar Momente, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Dann aber lief der Werder-Motor wieder mit höherer Drehzahl. Doch bei der Chancenverwertung blieb alles beim Alten. Nächstes Beispiel gefällig? Junuzovic rutschte nach Bartels' Hereingabe beim Schuss aus zwölf Metern weg (58.).

Pizarro kommt und trifft - Toprak zeigt Nerven

So ging es in eine nach wie vor enge Schlussphase, in der Bremens Nouri dann Pizarro brachte (76.). Der Peruaner lief nicht nur zum 200. Mal für Werder in der Bundesliga auf, sondern traf nicht einmal drei Minuten nach der Einwechslung mit dem Bauch (!) zum 1:1 (79.). Der Spielstand war mittlerweile hochverdient, weil Bremen deutlich mehr investierte als die Werkself, die sich eigentlich nur noch ängstlich in der eigenen Hälfte verschanzte.

Richtig dramatisch wurde es aber erst in der Nachspielzeit. Nach Wendells berechtigter Gelb-Roter Karte riskierte Leverkusen nicht mehr viel, kam nach einer Fehlerkette der Bremer tatsächlich noch einmal in den Strafraum, wo dem jungen Eggestein der Ball versprang und dieser dann Henrichs von den Beinen holte - Elfmeter. Allerdings sollte das Korkut-Debüt nicht siegreich enden, weil Toprak extrem schwach ausführte und Wiedwald den Sieg sicher festhielt (90.+6).

Die Leverkusener sind nächstes Wochenende auswärts bei der TSG Hoffenheim gefragt (Samstag, 15.30 Uhr). Der SV Werder Bremen trifft im heimischen Weser-Stadion zur gleichen Zeit auf RB Leipzig.

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Bilder zur Partie Bayer 04 Leverkusen - Werder Bremen