Bundesliga 2016/17, 10. Spieltag
15:35 - 3. Spielminute

Tor 1:0
Werner
Linksschuss
Vorbereitung Forsberg
Leipzig

15:53 - 21. Spielminute

Tor 2:0
Forsberg
Linksschuss
Vorbereitung Werner
Leipzig

16:04 - 32. Spielminute

Spielerwechsel
Malli
für S. Serdar
Mainz

16:17 - 44. Spielminute

Tor 3:0
Werner
Linksschuss
Vorbereitung Forsberg
Leipzig

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Bell
für Jairo
Mainz

16:42 - 55. Spielminute

Gelbe Karte
Brosinski
Mainz

16:55 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Ramalho
für Gbamin
Mainz

16:56 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Burke
für Werner
Leipzig

17:02 - 74. Spielminute

Tor 3:1
Bell
Kopfball
Vorbereitung Hack
Mainz

17:07 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Selke
für Poulsen
Leipzig

17:09 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Bell
Mainz

17:14 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
Ramalho
Mainz

17:14 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
D. Kaiser
für Forsberg
Leipzig

RBL

M05

RB bleibt ungeschlagen - Serdar verletzt ausgewechselt

Werner und Forsberg sind zu viel für Mainz

Leipzigs Überflieger gegen Mainz: Timo Werner.

Leipzigs Überflieger gegen Mainz: Timo Werner. imago

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl musste im Vergleich zum 2:0 in Darmstadt umstellen, weil Rechtsverteidiger Bernardo (Meniskusschaden) ausfiel. Für den Brasilianer rückte Sabitzer in die Anfangsformation und begab sich ins Mittelfeld. Die Position hinten rechts übernahm Sabitzers Landsmann Ilsanker.

Bei den Mainzern hatte Coach Martin Schmidt nach dem 1:6-Debakel von Anderlecht in der Europa League wohl vor allem mentale Aufbauarbeit zu leisten. Personell brachte der Schweizer drei Neue: Hack, Jairo und Bussmann spielten für Bell, Malli und De Blasis (alle Bank).

RB glückte ein Traumstart! Aus einem Einwurf heraus machen die Gastgeber das Spiel in der dritten Minute schnell. Werner passte auf Forsberg, der den Ball mit vollem Tempo mitnahm und dabei an zwei Mann vorbei in den Sechzehner eindrang. Dort kreuzte Werner seinen Weg, nahm ihm dabei den Ball wieder ab und traf zum 1:0.

10. Spieltag

Die Führung passte genau ins Konzept der Sachsen, die in der Folge ihre enormen Geschwindigkeitsvorteile ausspielen konnten und das gnadenlos machten. RB stellte mal wieder sein gefürchtetes Gegenpressing zur Schau und schaltete nach Ballgewinn rasend schnell auf Angriff um. Auf diese Art und Weise fiel auch das 2:0: Der agile Werner spritzte auf der rechten Außenbahn davon und fand im Zentrum Forsberg, der handlungsschneller als Donati war und einnetzte (21.).

Auch das 2:0 war verdient, denn die läuferisch schlechteren Nullfünfer hatten keine Antwort auf den Leipziger Tempofußball. Wenn RB vor allem Gas gab, dann wurde es beinahe immer brandgefährlich. Obendrein verletzte sich auch noch Serdar bei einer missglückten Abwehraktion und musste schon in der 32. Minute mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Schmidt warf Malli ins kalte Wasser, der kurz darauf dann auch eine erste Duftmarke setzte, indem er den Ball aus 16 Metern volley in den dritten Stock jagte (34.). Die Hasenhüttl-Elf trat wie ein Spitzenteam auf, auch wenn sie weniger Ballbesitz hatte. Dafür war der Aufsteiger aber gnadenlos in der Offensive.

Gnadenloser Werner - Mainzer wachen spät auf

Bezeichnend: Mainz' Hack kommt bei Werner nicht hinterher.

Bezeichnend: Mainz' Hack kommt bei Werner nicht hinterher. imago

Vorne sahen die Aktionen der Rheinhessen gar nicht mal so schlecht aus, auch wenn nennenswerte Abschlüsse nicht zu sehen waren. Defensiv hatte der FSV den flinken Sachsen aber nicht sonderlich viel entgegenzusetzen und kassierte noch vor der Pause den nächsten Nackenschlag: Ilsanker eroberte den Ball gegen Cordoba und spielte einen sehenswerten langen Pass in den Lauf von Forsberg, der wiederum Balogun einen Knoten in die Beine spielte und anschließend im Sechzehner mit Übersicht zu Werner querlegte - 3:0 (44.).

Schmidt reagierte in der Pause und brachte Bell für Jairo zum Wiederanpfiff. Der Kapitän sollte mithelfen, die Defensive zu stabilisieren. Dieses Vorhaben gelang auch zum Teil, denn RB war fortan nicht mehr ganz so griffig. Das lag aber zu einem großen Teil auch daran, dass die Sachsen einen Gang zurückgeschaltet hatten.

Die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen gerieten nicht ins Wanken, dafür traten die Leipziger einfach zu souverän auf. Gefährliche Torraumszenen gab es weiterhin fast ausschließlich vor Lössl, der nach einer Stunde großes Glück hatte, als Donati vor der Linie gegen Werner parierte.

Nachdem Ramalho sein Pflichtspieldebüt für den FSV gegeben (67.) hatte und Leipzigs Joker Burke (71.) sowie Forsberg (72.) weitere Chance ungenutzt gelassen hatten, verkürzten die Gäste auf einmal. Das 1:3 entsprang aus einer lang an den zweiten Pfosten gezogenen Ecke, die Hack per Kopf für Bell ablegte. Dieser setzte sich gegen Orban durch und nickt eein (74.). Leise Hoffnung kam bei den Nullfünfern auf, doch die verging wieder. Der FSV hatte nach den kraftraubenden Wochen zuletzt keine Kraft mehr, um das Blatt in Leipzig noch ernsthaft wenden zu können.

Am Ende schaffte es RB, das zum Ende hin auch deutliche Verschleißerscheinungen an den Tag legte, über die Ziellinie und verabschiedet sich damit mit einem Dreier in die Länderspielpause. Ernst wird es für die Leipziger erst wieder am Freitag, den 18. November, dann in Leverkusen (20.30 Uhr). Tags darauf empfangen die Nullfünfer den SC Freiburg (15.30 Uhr).

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Bilder zur Partie RB Leipzig - 1. FSV Mainz 05