Bundesliga 2016/17, 7. Spieltag
20:48 - 19. Spielminute

Gelbe Karte
Stark
Hertha

21:38 - 51. Spielminute

Tor 0:1
Stocker
Rechtsschuss
Vorbereitung Ibisevic
Hertha

21:40 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Brooks
Hertha

21:47 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Dembelé
für M. Götze
Dortmund

21:47 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Kagawa
für Rode
Dortmund

21:51 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Esswein
Hertha

21:51 - 65. Spielminute

Gelbe Karte
Dembelé
Dortmund

21:58 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
J.-H. Park
für Schmelzer
Dortmund

22:04 - 77. Spielminute

Handelfmeter
Aubameyang
verschossen
Dortmund

22:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Allan
für Skjelbred
Hertha

22:07 - 80. Spielminute

Tor 1:1
Aubameyang
Rechtsschuss
Vorbereitung Dembelé
Dortmund

22:07 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Allagui
für Ibisevic
Hertha

22:11 - 84. Spielminute

Rote Karte
Mor
Dortmund

22:11 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Langkamp
Hertha

22:15 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Allagui
Hertha

22:20 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Mittelstädt
für Esswein
Hertha

22:17 - 90. Spielminute

Rote Karte
Stocker
Hertha

BVB

BSC

Mor und Stocker fliegen mit Rot vom Platz

Aubameyang: Vom Chancentod zum Serienretter

Felix Passlack & Genki Haraguchi

Erst Debatte, dann viele Fouls: Dortmunds Felix Passlack (l.) gegen Berlins Genki Haraguchi (r.). picture alliance

BVB mit Pressing, BSC kompakt

Dortmunds Trainer Thomas Tuchel musste seine Startelf aufgrund einer Verletzungsflut auf fünf Positionen umkrempeln. Im Vergleich zum 0:2 in Leverkusen spielten Götze, Merino, Mor, Passlack und Schmelzer für Castro, Guerreiro (beide Faserriss), Dembele (Knöchel, angeschlagen auf der Bank), Piszczek (Knie) und Sokratis (Zerrung). Auch Herthas Coach Pal Dardai musste seine Anfangsformation nach dem 2:0 gegen Hamburg zwangsläufig umbauen. Brooks begann für Lustenberger (Beckenprellung).

Vor dem Spiel hatte die "Foul-Debatte" die Schlagzeilen bestimmt . Von Zurückhaltung war auf dem Rasen dann keine Spur. Beide Seiten gingen durchaus hart in die Zweikämpfe. Auch deshalb gelang in einer intensiven Anfangsphase nur wenig. Während die Borussia auf aggressives Pressing setzte, störte Berlin erst in der eigenen Hälfte. Dort standen die Hauptstädter sehr kompakt und zementierten die Räume vor dem Sechzehner.

Dortmunds Aufbau mit der Dreierkette - Herthas Riff

Da beide Defensivreihen nichts zuließen, blieb es in den Strafräumen ruhig. Dortmund baute über eine Dreierkette (3-2-4-1) auf und stand gegen den Ball im 4-1-4-1. Dabei zeigte sich vor allem Schmelzer variabel, beackerte die linke Außenbahn mal als Linksaußen, dann wieder als Linksverteidiger. Hertha setzte dagegen auf das klassische 4-2-3-1 und beschränkte sich aufs Kontern. Das Hauptaugenmerk legte die Alte Dame aber auf die Defensivarbeit. Immer wieder zerschellten die Schwarz-Gelben Angriffsversuche am BSC-Riff.

Spielerisch gelang dabei nur wenig. Der BVB verschleppte oft das Tempo und schaffte es nicht, dass gegnerische Bollwerk zu knacken. Bei der neu zusammengestellten Mannschaft fehlte die Passpräzision im letzten Drittel. Eine umkämpfte (8:10 Fouls) erste Hälfte blieb ohne zwingende Chance und folglich auch ohne Tor.

Berlin trifft nach einem Einwurf

1. Liga, 7. Spieltag

Dortmund kam offensiv aus der Kabine, entwickelte aber - auch nach zahlreichen Standards - keinerlei Durchschlagskraft. Aus dem Nichts meldete sich dann plötzlich die Hertha zu Wort: Einen Weiser-Einwurf schirmte Ibisevic als Wandspieler erst ab und spielte dann mit der Hacke in den Lauf von Stocker, der frei vor Bürki auftauchte und zum 1:0 für Berlin einschob (51.).

Tuchel, dessen Schlüsselspieler Götze und Aubameyang von den Gästen komplett aus dem Spiel genommen waren, reagierte mit einem Doppelwechsel und schickte Dembelé und Kagawa auf den Rasen (60.). Kurz darauf entfachte die Borussia ein Chancen-Feuerwerk: Schmelzer gab den ersten Schuss aufs Tor ab (61.). Dann hatte Aubameyang gleich zwei Hochkaräter, fand in Jarstein aber jeweils seinen Meister: Der Stürmer scheiterte erst aus fünf Metern am Norweger (65.), dann setzte er im Eins-gegen-eins zum Heber an, den Jarstein noch an den Pfosten lenkte (67.). Doch damit nicht genug: Als die Borussia einen umstrittenen Handelfmeter gegen Haraguchi zugesprochen bekam, trat Aubameyang an - das Duell gewann aber erneut Jarstein, der den schlecht geschossenen Strafstoß entschärfte (77.).

Aubameyang bricht den Bann - zweimal Rot

Der Gabuner schien schon als Chancentod abgestempelt, da markierte er doch noch den erlösenden Treffer: Debütant Merino steckte fein für Dembelé durch, dessen Flanke erreichte am rechten Fünfmetereck Aubameyang, der zum 1:1 vollstreckte (80.). Nun flammte eine hitzige, aggressive und hektische Schlussphase auf: Mor sah nach einer Tätlichkeit genauso Rot (84.) wie wenig später Stocker, der Ginter beidbeinig von hinten umgrätschte (90.). Auch in der kurzen Unterzahl ging die Borussia auf die drei Punkte, doch das Berliner Bollwerk hielt stand. Am Ende wurden 13:22 Fouls gezählt.

Spieler des Spiels

Rune Jarstein Tor

1
Spielnote

Weitgehend ereignislos in der ersten Hälfte, deutlich lebendiger, spannender und emotionaler nach dem Wechsel.

3,5
Tore und Karten

0:1 Stocker (51', Rechtsschuss, Ibisevic)

1:1 Aubameyang (80', Rechtsschuss, Dembelé)

Dortmund

Bürki 3 - Passlack 4, Ginter 3, Merino 4 - Weigl 3,5, Rode 5 , Pulisic 3,5, M. Götze 5 , Mor 4,5 , Schmelzer 3 - Aubameyang 4

Hertha

Jarstein 1 - Weiser 2,5, Langkamp 3 , Brooks 3,5 , Plattenhardt 3,5 - Skjelbred 3 , Stark 3 , Esswein 3,5 , Stocker 3 , Haraguchi 2,5 - Ibisevic 2,5

Schiedsrichter-Team

Patrick Ittrich Hamburg

3
Spielinfo

Stadion

Signal-Iduna-Park

Zuschauer

80.800

Dortmund ist nächste Woche am Samstag (15.30 Uhr) auswärts in Ingolstadt gefordert. Hertha empfängt gleichzeitig Köln.

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - Hertha BSC