Bundesliga 2016/17, 5. Spieltag
18:56 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Bruma
Wolfsburg

19:10 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Seguin
Wolfsburg

19:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Caligiuri
für Seguin
Wolfsburg

19:36 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
J. Horn
Wolfsburg

19:48 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Junuzovic
Bremen

19:49 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Bruno Henrique
für Blaszczykowski
Wolfsburg

19:55 - 69. Spielminute

Tor 0:1
Ro. Bauer
Eigentor, Rechtsschuss
Vorbereitung J. Horn
Wolfsburg

19:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
R. Rodriguez
für J. Horn
Wolfsburg

19:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Thy
für Manneh
Bremen

20:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
N. Schmidt
für Fritz
Bremen

20:12 - 86. Spielminute

Tor 1:1
Thy
Linksschuss
Vorbereitung Gnabry
Bremen

20:18 - 90. + 1 Spielminute

Tor 2:1
Gebre Selassie
Kopfball
Vorbereitung N. Schmidt
Bremen

20:18 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Fröde
für Hajrovic
Bremen

BRE

WOB

Werders erster Saisonsieg - Startelf-Debüt von Horn

Gebre Selassie zieht Bremen aus dem Schlamassel

Aus den Augen verloren: Wolfsburgs Gomez im Luftkampf.

Aus den Augen verloren: Wolfsburgs Gomez im Luftkampf. Getty Images

Werders Interimstrainer Alexander Nouri hatte ursprünglich nicht im Sinn, seine Startelf nach dem 1:2 gegen Mainz zu verändern. Doch dann schlug das Schicksal zu: Sané musste kurz vor Anpfiff aufgrund von Kniebeschwerden passen. Dafür rutschte Veljkovic in die Startelf.

VfL-Coach Dieter Hecking brachte nach dem 1:5 gegen Dortmund zwei Neue: Rodriguez und Bruno Henrique fanden sich auf der Bank wieder, während Startelf-Debütant Horn und Seguin eine Bewährungschance erhielten.

Spielerisch war die Partie in Bremen keine Offenbarung, zu viel stand wohl auf beiden Seiten auf dem Spiel. Sowohl der SVW als auch die Wölfe traten in einem 4-1-4-1 an, das war es dann aber auch schon an Gemeinsamkeiten. Die Bremer agierten mit großer Vorsicht, während Wolfsburg die Initiative hatte. Daraus entwickelte sich ein durchschnittliches Duell zweier Teams, die offensichtlich nicht allzu risikofreudig waren.

1. Liga, 5. Spieltag

Der SVW ließ den VfL meist gewähren, störte erst in der eigenen Hälfte, das aber sehr emsig und durchaus erfolgreich. Nach Ballgewinn schalteten die Hanseaten schnell um und suchten den schnellen Weg nach vorne. So überraschte es auch nicht, dass Werder die besseren Abschlüsse hatte: Moisander (7.), Junuzovic per Freistoß (27.), Gnabry (34.), Gebre Selassie (39.), Manneh (45.) und der besonders agile Fritz (45.+2) waren jedoch erfolglos.

Eine Pausenführung für Werder wäre nicht unverdient gewesen, auch weil die Wolfsburger offensiv zu uninspiriert, zu passiv und zu statisch spielten. Dabei hatte der VfL mehr Ballbesitz (58 Prozent) und eine bessere Zweikampfquote (57 Prozent), nur fehlte eben die Zielstrebigkeit, sodass die Nullnummer zur Pause eine logische Konsequenz war.

Schmidt feiert Bundesliga-Debüt - Wahnsinn an der Weser

Verfolgungsjagd: Bremens Junuzovic im Duell mit Blaszczykowski (re.).

Verfolgungsjagd: Bremens Junuzovic im Duell mit Blaszczykowski (re.). Getty Images

Hecking reagierte in der Halbzeit und brachte Caligiuri für Seguin, der in Durchgang eins meist nur durch schlechtes Timing im Zweikampf auffällig geworden war. Am Spielverlauf änderte sich nichts. Die zweite Hälfte war lange Zeit eine Doublette der ersten: Wolfsburg hatte mehr Ballbesitz, wusste mit diesem aber nichts anzufangen und kam mit Ausnahme von Draxler (51.) nicht zu nennenswerten Chancen. Bremen war aktiver, vor dem Tor aber weiterhin ohne Fortune - Gnabry (58.) und Hajrovic (60., 67.) ließen weitere vielversprechende Möglichkeiten ungenutzt.

In der 69. Minute folgte der Nackenschlag für die Hanseaten, die auf die bittere Weise in Rückstand gerieten: Horn flankte von der linken Außenbahn scharf nach innen, wo Bauer den Ball unglücklich ins eigene Netz beförderte. Bremen stand mit dem Rücken zur Wand, steckte aber nicht auf und drängte auf den Ausgleich. Nouri verhalf in dieser Phase Schmidt zu dessen Bundesliga-Debüt.

Der 18-Jährige kam für Fritz und sollte maßgeblichen Anteil an einem verrückten Spielverlauf haben. Zunächst aber erhöhten die Bremer angetrieben vom engagierten Gnabry den Druck und glichen durch Thy in der 86. Minute aus. Die Freude über den Ausgleich wäre beinahe im Keim erstick worden, als Draxlers von Moisander abgefälschter Kopfball an die Latte krachte (87.). So aber blieb die Hoffnung am Leben, und endete in einer riesigen Werder-Party: In der Nachspielzeit schlug Schmidt eine Ecke von rechts vors Tor, wo sich Gebre Selassie ins Getümmel stürzte und den Ball mit Urgewalt zum 2:1-Siegtreffer über die Linie drückte - Werders erster Saisonsieg.

Spieler des Spiels

Serge Gnabry Mittelfeld

2
Spielnote

Lebte von der Dramatik, Werder mit guten Ansätzen und guter Ordnung, Wolfsburgs lustlose Vorstellung ließ das spielerische Niveau sinken.

2,5
Tore und Karten

0:1 Ro. Bauer (69', Eigentor, Rechtsschuss, J. Horn)

1:1 Thy (86', Linksschuss, Gnabry)

2:1 Gebre Selassie (90' +1, Kopfball, N. Schmidt)

Bremen

Drobný 3 - Gebre Selassie 3 , Veljkovic 3, Moisander 2,5, Ro. Bauer 4 - Grillitsch 3,5, Hajrovic 3 , Fritz 2 , Junuzovic 3 , Gnabry 2 - Manneh 4

Wolfsburg

Casteels 3 - Vieirinha 5, Bruma 4 , Wollscheid 4,5, J. Horn 3 - Arnold 4,5, Blaszczykowski 5 , Seguin 5 , Gerhardt 4,5, Draxler 4,5 - Gomez 5

Schiedsrichter-Team

Deniz Aytekin Oberasbach

2
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

40.153

Bremen ist am Samstag in Darmstadt zu Gast (15.30 Uhr), Wolfsburg empfängt am Sonntag den 1. FSV Mainz 05 (15.30 Uhr).

Bilder zur Partie Werder Bremen - VfL Wolfsburg