20:36 - 6. Spielminute

Tor 1:0
Augustin
Rechtsschuss
Vorbereitung Harit
Frankreich

20:50 - 19. Spielminute

Tor 2:0
Blas
Kopfball
Vorbereitung Michelin
Frankreich

21:04 - 33. Spielminute

Gelbe Karte (Italien)
Barella
Italien

21:12 - 41. Spielminute

Gelbe Karte (Italien)
Vitturini
Italien

21:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Italien)
Cutrone
für Picchi
Italien

21:36 - 49. Spielminute

Gelbe Karte (Frankreich)
Diop
Frankreich

21:43 - 56. Spielminute

Spielerwechsel (Italien)
Edera
für Minelli
Italien

22:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Italien)
Cassata
für Ghiglione
Italien

22:06 - 79. Spielminute

Gelbe Karte (Italien)
Locatelli
Italien

22:09 - 82. Spielminute

Tor 3:0
Tousart
Rechtsschuss
Vorbereitung Harit
Frankreich

22:08 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
Gelin
für Blas
Frankreich

22:11 - 84. Spielminute

Gelbe Karte (Italien)
Favilli
Italien

22:11 - 85. Spielminute

Gelbe Karte (Frankreich)
Michelin
Frankreich

22:12 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
Thuram
für Poha
Frankreich

22:13 - 87. Spielminute

Gelbe Karte (Italien)
Cassata
Italien

22:18 - 90. + 2 Spielminute

Tor 4:0
Diop
Kopfball
Vorbereitung Maouassa
Frankreich

22:17 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
Fuchs
für Harit
Frankreich

FRA

ITA

U-19-Europameisterschaft

Europameister! Frankreich mit Traumstart zum Titel

Franzosen schlagen Italien mit 4:0

Europameister! Frankreich mit Traumstart zum Titel

Frankreich jubelte früh im Finale gegen Italien: Augustin (2. v. re.) traf zum 1:0.

Frankreich jubelte früh im Finale gegen Italien: Augustin (2. v. re.) traf zum 1:0. Getty Images

Frankreichs Trainer Ludovic Batelli schickte im Finale der U-19-EM natürlich seine starken Offensivakteure Mbappé oder Augustin aufs Feld. Auch Harit und Blas durften erneut wirbeln.

Sein Gegenüber Paolo Vanoli schickte derweil den bis dato im Turnier blassen Stürmer Favilli aufs Feld. Der Trainer hatte im Vorfeld allerdings schon angemerkt, wie schwer es gegen dieses Frankreich werden könnte: "Sie haben Spieler, die für ihr Alter eine außerordentlich hohe Qualität besitzen und regelmäßig in den höchsten Profiligen zum Einsatz kommen."

Frankreichs Start nach Maß

Spielwitz, Übersicht, Technik: Die junge Equipe Tricolore brachte dann auch vom Anpfiff weg ihre Stärken aufs Feld. Zwar zeigten auch die Azzurri zunächst ein paar wenige gute Ansätze, doch bereits in der sechsten Minute war es um die defensive Stabilität der Squadra Azzurra geschehen. Mit einem echten Sahnestück gingen Les Bleus verdient in Front: Der auffällige Harit wurde in der gegnerischen Hälfte attackiert, konnte aber gerade noch den Steilpass Richtung Augustin spielen. Was der Stürmer nun zeigte, war schlichtweg grandios: In der Drehung nahm der Angreifer das Leder gekonnt mit, behielt das Tempo bei und schlupfte so durch die Lücke der schwach verteidigenden Romagna und Coppolara. Er umkurvte noch den Torwart und schob lockerleicht zum 1:0 ein (6.).

Etwas später nach einer kleineren Pause, in der sich beide Nationen etwas egalisierten, schlugen die Jeunes Bleus erneut zu: Nach einem Doppelpass legte der Favorit den Ball auf die rechte Seite zu Michelin, der mit einer scharfen und harten Flanke in den Fünfmeterraum perfekt den Kopf von Blas fand. Der Offensivmann stand genau im Raum zwischen zwei Gegenspielern und nickte wuchtig ein (19.). Italiens Torhüter Meret hatte dem rein gar nichts entgegenzusetzen.

Frankreich eine Klasse stärker

Die Messe war damit fast schon gelesen: Die Azzurrini wirkten geschockt, agierten häufig ideenlos und offenbarten kaum Mut im eigenen Spiel. Derweil das Bild bei der jungen Tricolore: präzise Pässe am Fließband, ein höheres Tempo in allen Mannschaftsteilen und ein dargebotenes Selbstvertrauen sondersgleichen. Dennoch mussten "Les petits Bleus" dem hohen Aufwand auch ein wenig Tribut zollen und einen Gang runterschalten. Das brachte vor der Pause noch einmal die Italiener, die bis dato im Turnierverlauf lediglich drei Elfmetertore und zwei Treffer nach ruhenden Bällen zustande gebracht hatten, heran: Favilli und Minelli kreierten - natürlich nach Standards - zwei gefährliche Aktionen (43. und 44.). Es blieb allerdings beim hochverdienten 2:0 nach den ersten 45 Minuten.

Kaum Risiko, kaum Annäherungen: Italien enttäuscht

Lucas Tousart (links) und Amine Harit.

Pure Freude im Lager Frankreichs: Lucas Tousart (links) und Amine Harit. picture alliance

Nach Wiederbeginn stockte die Partie zunächst minutenlang: Etliche Fouls standen auf der Agenda - genauso wie zahlreiche lange Zuspiele. Bis auf einen Distanzschuss von Blas (53.) durfte das Publikum in Sinsheim über nichts staunen. Das änderte sich erst wieder in der 72. und 73. Minute, als der auffällige Mbappé zweimal abschloss und zweimal an Keeper Meret scheiterte. Oder in Minute 76, als Augustin mit einem starken direkten Freistoß am ebenso starken Torwart Meret scheiterte.

Tore und Karten

1:0 Augustin (6', Rechtsschuss, Harit)

2:0 Blas (19', Kopfball, Michelin)

3:0 Tousart (82', Rechtsschuss, Harit)

4:0 Diop (90' +2, Kopfball, Maouassa)

Frankreich

Bernardoni - Michelin , Onguené , Diop , Maouassa - Tousart , Poha , Harit , Blas , Mbappé - Augustin

Italien

Meret - Vitturini , Romagna , Coppolaro , Dimarco - Barella , Locatelli , Ghiglione , Picchi - Favilli , Minelli

Schiedsrichter-Team

Aliyar Aghayev Aserbaidschan

Spielinfo

Stadion

Wirsol Rhein-Neckar-Arena

Zuschauer

25.100 (ausverkauft)

Was man in dieser beginnenden Schlussphase außerdem vermisste? Risikobereitschaft der Italiener. Die Azzurrini schoben sich teilweise das Leder hin- und her, rückten mit zu wenigen Männern nach und kreierten somit kaum Torannäherungen. Dadurch hatten die ohnehin gut geordneten Franzosen leichtes Spiel.

Der Kapitän macht den Deckel drauf

Letztendlich war es nur eine Frage der Zeit, bis der Favorit mit seiner deutlich überlegeneren Spielweise noch das 3:0 erzielte: Nach einem Zuspiel von Harit fasste sich Tousart aus 20 Metern ein Herz; dabei hatte der Kapitän Glück, dass Romagna den Abschluss noch unhaltbar abfälschte (82.). Doch damit nicht genug: Diop mit gütiger und unglücklicher Mithilfe von Torwart Meret legte noch das 4:0 nach (90.+2). Die Messe war gelesen - und der neue Europameister 2016 bei den U-19-Junioren stand fest: Frankreich.

Gestern Topstar der U-19-EM - und heute?