Weltmeisterschaft 2018, Halbfinale
21:08 - 51. Spielminute

Tor 1:0
Umtiti
Kopfball
Vorbereitung Griezmann
Frankreich

21:16 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (Belgien)
Mertens
für Dembelé
Belgien

21:20 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
E. Hazard
Belgien

21:28 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Alderweireld
Belgien

21:37 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Belgien)
Carrasco
für Fellaini
Belgien

21:41 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
N’Zonzi
für Giroud
Frankreich

21:43 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
Tolisso
für Matuidi
Frankreich

21:44 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Kanté
Frankreich

21:49 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
Mbappé
Frankreich

21:51 - 90. + 4 Spielminute

Gelbe Karte
Vertonghen
Belgien

21:48 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Belgien)
Batshuayi
für Chadli
Belgien

FRA

BEL

Weltmeisterschaft

Umtiti macht den Unterschied: Frankreich im Finale

Belgien ideenlos - und im Spiel um Platz drei

Umtiti macht den Unterschied: Frankreich im Finale

Auf nach Moskau: Die Franzosen bejubeln das 1:0 von Samuel Umtiti.

Auf nach Moskau: Die Franzosen bejubeln das 1:0 von Samuel Umtiti. Getty Images

Frankreichs Trainer Didier Deschamps beließ es im Vergleich zum 2:0-Sieg über Uruguay bei einem Wechsel: Matuidi kehrte nach Gelb-Sperre zurück und verdrängte Tolisso auf die Bank.

Auf der Gegenseite musste Belgiens Coach Roberto Martinez nach dem 2:1 gegen Rekordweltmeister Brasilien Abwehrmann Meunier (Gelb-Sperre) ersetzen und brachte für diesen Dembelé.

Die erste Hälfte hatte recht hohen Unterhaltungswert. Zwar wurde den Zuschauern in St. Peterburg nicht unbedingt ein Chancenfeuerwerk geboten, dafür aber hohes Tempo und Spiel auf hohem Niveau. Auffällig war, dass Les Bleus großen Respekt vor den Belgiern hatten und daher trotz eines auf dem Papier her offensiven 4-3-3 doch recht vorsichtig agierten. Das war auch nötig, denn die Roten Teufel zeigten das ein oder andere Mal, welch immens Offensivqualitäten sie besitzen: Immer wieder wurden auf der linken Seite Lücken gerissen - Pavard wirkte phasenweise mit Hazard & Co ein wenig überfordert - und Chancen kreiert. Hazard (16./19.) fehlte etwas die Genauigkeit, während Alderweireld am glänzend reagierenden Lloris scheiterte (22.).

Frankreich nicht ungefährlich

Halbfinale

Belgien, das nur defensiv im 4-2-3-1 agierte, offensiv aber auf 3-2-4-1 (Chadli schob nach vorne) umstellte, hatte mehr Ballbesitz und qualitativ gute Chancen, allerdings strahlten auch die Franzosen Gefahr aus - und hatten ebenfalls vierversprechende Situationen, wenngleich nicht alle ganz so hochklassig waren. So richtig gefährlich wurde es erst kurz vor dem Halbzeitpfiff, als der von Mbappé prima in Szene gesetzte Pavard in Courtois seinen Meister fand (39.). Bemerkenswert: Stoßstürmer Giroud hatte nach sieben Stunden WM-Spielzeit noch immer keinen Torschuss vorzuweisen.

Und auch nach Wiederanpfiff blieb das temporeiche Spiel unterhaltsam. Lukaku sorgte für den ersten Aufreger des Durchgangs, als er knapp über das Gehäuse köpfte (49.), ehe es auf der Gegenseite einschlug. Typisch für diese WM war ein ruhender Ball für das Tor ausschlaggebend: Nachdem Kompany gegen Giroud ins Toraus geklärt hatte, landete der folgenden Eckball bei Umtiti - 1:0 (51.).

Belgien fehlen die zündenden Ideen

Die Equipe Tricolore hatte zugeschlagen und Belgien musste nun liefern. Dass die Roten Teufel einen Rückstand wettmachen können, hatten sie zuletzt im Achtelfinale gegen Japan gezeigt - da wurde gar ein 0:2 aufgeholt. Beinahe wären die Belgier erneut vor einer vergleichbaren Aufgabe gestanden, hätte Alderweireld nicht in höchster Not gegen Giroud gerettet (56.).

Doch auch so stand das Team von Trainer Martinez vor einer Mammutaufgabe. Frankreich spielte clever, unaufgeregt und kontrolliert. Belgien musste die Balance finden, ausreichend Druck aufzubauen, dabei aber nicht in einen Konter zu laufen. Die Belgier mühten sich redlich und kamen über De Bruyne (61.) und Fellaini (65.) sogar zu weiteren Möglichkeiten, ließen diese jedoch ungenutzt.

Belgien beißt sich die Zähne aus

Fassungslos: Belgiens Marouane Fellaini.

Fassungslos: Belgiens Marouane Fellaini. Getty Images

Insgesamt wirkten die Belgier aber gegen tief stehende und sehr gut verschiebende Franzosen aber auch ein wenig ratlos. Der Weg zum Tor war wie vernagelt. So dauerte es bis zur 81. Minute, ehe Lloris wieder einschreiten musste. Frankreichs Nationalkeeper wehrte ein sattes Pfund von Witsel aus etwa 25 Metern gekonnt ab. Das war dann auch die letzte nennenswerte Möglichkeit der Belgier, die sich trotz sechsminütiger Nachspielzeit an den cleveren Franzosen letztlich die Zähne ausbissen.

Spieler des Spiels

Samuel Umtiti Abwehr

2
Spielnote

Ein von viel Taktik geprägtes Aufeinandertreffen, das in einem bemerkenswert ruhigen Stadion zu keinem Moment Begeisterung entfachen konnte, aber zumindest bis zum Ende interessant blieb.

3
Tore und Karten

1:0 Umtiti (51', Kopfball, Griezmann)

Frankreich

Lloris 2,5 - Pavard 4,5, Varane 2,5, Umtiti 2 , Hernandez 4 - Kanté 2,5 , Pogba 3, Matuidi 3 - Mbappé 2,5 , Griezmann 2,5, Giroud 4

Belgien

Courtois 2 - Alderweireld 4 , Kompany 2,5, Vertonghen 3 - Witsel 3,5, Dembelé 4,5 , Chadli 3,5 , De Bruyne 5, Fellaini 4 , E. Hazard 2 - R. Lukaku 5

Schiedsrichter-Team

Andres Cunha Uruguay

3,5
Spielinfo

Stadion

Gazprom Arena

Zuschauer

64.286

Frankreich hat damit am Sonntag in Moskau die Chance, nach 1998 zum zweiten Mal in der Geschichte Weltmeister zu werden. Anpfiff ist um 17 Uhr - der Gegner wird am Mittwoch zwischen England und Kroatien ermittelt. Das kleine Finale steht am Samstag in St. Petersburg (16 Uhr) an - und Belgien kann dann dennoch das beste WM-Ergebnis der eigenen Historie einfahren. 1986 in Mexiko reichte es nur zu Platz vier.

Bilder zur Partie Frankreich - Belgien