Weltmeisterschaft 2018, Viertelfinale
Russland
Russland
3
:
4
im Elfmeterschießen
2:2 (1:1 1:1)
Kroatien
Kroatien
20:32 - 31. Spielminute

Tor 1:0
Cheryshev
Linksschuss
Vorbereitung Dzyuba
Russland

20:35 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
Lovren
Kroatien

20:38 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Strinic
Kroatien

20:39 - 39. Spielminute

Tor 1:1
Kramaric
Kopfball
Vorbereitung Mandzukic
Kroatien

21:13 - 54. Spielminute

Spielerwechsel (Russland)
Erokhin
für Samedov
Russland

21:22 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Kroatien)
Brozovic
für Perisic
Kroatien

21:26 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (Russland)
Smolov
für Cheryshev
Russland

21:33 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Kroatien)
Pivaric
für Strinic
Kroatien

21:38 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Russland)
Gazinsky
für Dzyuba
Russland

21:47 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Kroatien)
Kovacic
für Kramaric
Kroatien

22:06 - 97. Spielminute

Spielerwechsel (Kroatien)
Corluka
für Vrsaljko
Kroatien

22:10 - 101. Spielminute

Tor 1:2
Vida
Kopfball
Vorbereitung Modric
Kroatien

22:10 - 101. Spielminute

Gelbe Karte
Vida
Kroatien

22:11 - 102. Spielminute

Spielerwechsel (Russland)
Dzagoev
für Golovin
Russland

22:24 - 109. Spielminute

Gelbe Karte
Gazinsky
Russland

22:28 - 114. Spielminute

Gelbe Karte
Pivaric
Kroatien

22:29 - 115. Spielminute

Tor 2:2
Mario Fernandes
Kopfball
Vorbereitung Dzagoev
Russland

RUS

CRO

Russland bietet Dalics Elf Paroli - doch das Märchen endet

Rakitic schießt Kroatien vom Punkt ins Halbfinale

Jubel nach Elfmeterschießen: Kroatien besiegte Russland vom Punkt.

Jubel nach Elfmeterschießen: Kroatien besiegte Russland vom Punkt. getty images

Russlands Coach Stanislav Cherchesov änderte seine Startelf im Vergleich zum Achtelfinale, dem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Spanien , nur auf einer Position: Anstelle von Zhirkov (Sehnenproblemen am Schienbein) spielte Cheryshev.

Auch Kroatiens Trainer Zlatko Dalic tauschte im Vergleich zum 3:2 im Elfmeterschießen gegen Dänemark einmal: Kramaric ersetzte Brozovic.

Dzyuba und Rebic mit ersten Chancen

Russland begann mutig und richtete in den ersten Minuten manches Mal ein Chaos in der Defensive der Kroaten an. Das mündete rasch in eine erste Torchance: Dzyuba zog im Strafraum ab, Lovren blockte in höchster Not (5.). Wenig später kam Rebic auf der Gegenseite nach einer Ecke zum Kopfball, zielte aber zu hoch (7.).

Es war anfangs ein offenes Spiel, in dem beide Teams den Weg nach vorne suchten, doch nach gut zehn Minuten übernahm Kroatien das Ruder und hatte rund zwei Drittel Ballbesitz gegen nun abwartende Russen. Dalics Team verfing sich aber immer wieder in der Defensive des Gastgebers.

Offensiv trat die Sbornaja zwar kaum noch in Erscheinung, doch nach gut einer halben Stunde schlug sie aus heiterem Himmel zu: Cheryshev spielte im Mittelfeld einen Doppelpass mit Dzyuba - und schlenzte die Kugel dann aus etwas mehr als 20 Metern herrlich in den Winkel (31.).

Viertelfinale

Kramaric gleicht per Kopf aus

Die Antwort der Kroaten ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Mandzukic flankte von der linken Seite, am Fünfmeterraum kam Kramaric zum Kopfball - und traf mit einem platzierten Abschluss ins Eck (39.). So ging es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel war der Gastgeber in einem eher mäßigen Spiel gleichauf, verstrickte den Gegner immer wieder in Zweikämpfe und verhinderte, dass die Kroaten Tempo aufnehmen konnten. Die Folge: ein noch immer ausgeglichenes Spiel mit wenigen Torchancen - doch nach rund einer Stunde war Kroatien der Führung nahe: Perisic zog aus etwa sieben Metern ab und traf den Innenpfosten. Akinfeev wäre machtlos gewesen (60.).

Je länger das Spiel dauerte, desto einseitiger wurde es. Die Kroaten rannten beinahe unentwegt an, die Russen standen tief und verteidigten, ohne in Verlegenheit zu geraten. So verging Minute um Minute - ehe es in die Verlängerung ging. Kroatiens Keeper Subasic hatte sich zwar gegen Ende der regulären Spielzeit ohne Fremdeinwirkung am hinteren Oberschenkel verletzt, spielte aber weiter.

Vida köpft ein - doch Mario Fernandes auch

In der Verlängerung bot sich Russland die erste gute Möglichkeit nach einem Fehler von Lovren, doch der Abwehrmann machte ihn beim Laufduell mit Smolov prompt wieder wett (100.). Wenig später lag der Ball auf der Gegenseite im Netz: Vida hatte nach einer Ecke eingeköpft (101.). Russland steckte aber nicht auf - und Mario Fernandes glich nach einem Dzagoev-Freistoß per Kopf aus (115.). So musste die Entscheidung vom Elfmeterpunkt fallen.

Smolov vergab den ersten Strafstoß, Kovacic scheiterte später zwar auch - doch Mario Fernandes wurde mit seinem Fehlschuss zur tragischen Figur, da Rakitic beim entscheidenden Elfmeter die Nerven bewahrte.

Spieler des Spiels

Luka Modric Mittelfeld

2
Spielnote

Ein packendes K.o.-Match. Nach verhaltenem Beginn steigerte es sich von Spielphase zu Spielphase bis zur enorm spannenden wie letztlich sogar hochklassigen Verlängerung. Das Elfmeterschießen sorgte für das furiose Finale.

2
Tore und Karten

1:0 Cheryshev (31', Linksschuss, Dzyuba)

1:1 Kramaric (39', Kopfball, Mandzukic)

1:2 Vida (101', Kopfball, Modric)

2:2 Mario Fernandes (115', Kopfball, Dzagoev)

Russland

Akinfeev 2,5 - Mario Fernandes 3 , Kutepov 4, Ignashevich 3,5, Kudryashov 4,5 - Zobnin 3, Kuzyaev 3,5, Samedov 4 , Golovin 3 , Cheryshev 2,5 - Dzyuba 3

Kroatien

Subasic 3 - Vrsaljko 3,5 , Lovren 3 , Vida 2,5 , Strinic 3,5 - Modric 2, Rakitic 3, Rebic 3,5, Kramaric 3,5 , Perisic 4 - Mandzukic 3,5

Schiedsrichter-Team

Sandro Ricci Brasilien

1,5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

44.287

So endete Russlands Märchen im Viertelfinale - während Kroatien am Mittwoch (20 Uhr) in Moskau im Halbfinale auf England trifft.

Bilder zur Partie Russland - Kroatien