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2:0 im Superclasico: River Plate schnuppert am Finale

Copa Libertadores: Starker Pinola kommt mit Gelb davon

2:0 im Superclasico: River Plate schnuppert am Finale

Obenauf: River Plate gewann den Superclasico mit 2:0.

Obenauf: River Plate gewann den Superclasico mit 2:0. imago images

Ganze sechs Minuten waren gespielt, als Rafael Borre River Plate gegen Boca (u.a. mit Joker Carlos Tevez) in Führung brachte. Der Kolumbianer verwandelte einen Foulelfmeter, der nach Videobeweis gegeben wurde. Ignacio Fernandez (70.) erhöhte nach einem Konter auf 2:0, in der Schlussminute sah Boca-Spieler Nicolas Capaldo (90.) zu allem Überfluss für ein rüdes Foul noch die Rote Karte. Der ehemalige Nürnberg-Profi Javier Pinola spielte durch und zeigte eine starke Leistung in der Innenverteidigung. Allerdings sah er für ein hartes Einsteigen in der 86. Minute "nur Gelb", was die Boca-Fans im Nachhinein auf die Palme brachte. Capaldos Attacke war nicht wesentlich härter gewesen.

"Unsere Spielweise stimmt uns zuversichtlich", sagte River Plate-Trainer Marcelo Gallardo. "Wir haben niemals den Fokus verloren." Das Rückspiel findet erst nach der Länderspielpause am 22. Oktober im Boca-Hexenkessel La Bombonera statt. Das hat auch indirekte Auswirkungen auf die deutsche Nationalmannschaft: Im Testspiel am kommenden Mittwoch in Dortmund werden bei Argentinien die Akteure der beiden Erzrivalen fehlen. Im zweiten Halbfinale stehen sich übrigens die brasilianischen Spitzenklubs Gremio Porto Alegre und Flamengo Rio de Janeiro gegenüber. Das Endspiel wird erstmals in der Turniergeschichte in nur einer Partie am 23. November in Chiles Hauptstadt Santiago ausgetragen.

1700 Polizisten im Einsatz

Am 24. November 2018 hatten River-Anhänger mit Steinwürfen auf den Boca-Mannschaftsbus wenige Minuten vor dem Anpfiff des damaligen Final-Rückspiels (Hinspiel 2:2) für eine Absage gesorgt, das zweite Spiel wurde letztlich ins Bernabeu nach Madrid verlegt und endete 3:1 für River Plate. Diesmal blieb im Umfeld des Monumental-Stadions alles ruhig. Rund 1700 Polizisten sicherten das Spiel, mit Unterstützung von Hubschraubern, Drohnen und 173 Kameras im Stadion und dessen Umgebung.

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las/sid