3. Liga Analyse

3. Liga 2015/16, 33. Spieltag
14:32 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Fetsch
Kiel

15:25 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Kohlmann
Kiel

15:28 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Mar. Hartmann
Dresden

15:31 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Heider
für Sané
Kiel

15:33 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Väyrynen
für Aosman
Dresden

15:38 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Stefaniak
Dresden

15:47 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Moll
für Mar. Hartmann
Dresden

15:48 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Schäffler
für Fetsch
Kiel

15:51 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Nyarko
für Schnellhardt
Kiel

15:54 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Zentner
Kiel

15:56 - 90. + 4 Spielminute

Gelbe Karte
Lewerenz
Kiel

SGD

KIE

SGD ist noch nicht aufgestiegen - Kiel punktet gegen Abstieg

Aufgeschoben: Störche vermiesen Dynamo-Sause

Andreas Lambertz (SG Dynamo Dresden)

Andreas "Lumpi" Lambertz und seine Dresdner konnten im Heimspiel gegen Kiel den Aufstieg noch nicht wasserfest machen. Getty Images

Auftrag Aufstieg! Mit dieser klar formulierten Arbeitsanweisung tauschte SGD-Coach Uwe Neuhaus zweimal Personal: Hartmann, der beim 2:0 in Cottbus angeschlagen passen musste, kehrte ebenso in die Dresdner Anfangsformation zurück wie der zuletzt Gelb-gesperrte Aosman. Andrich und Moll mussten für das Duo weichen. Kiels Trainer Karsten Neitzel nahm im Vergleich zum 1:1 gegen Wehen Wiesbaden ebenfalls zwei Startelf-Änderungen vor: Schnellhardt und Sané begannen anstelle von Weidlich und Heider, für die so zunächst nur Bankplätze übrig blieben.

Pickepackevolles Stadion, prächtige Stimmung: Der Rahmen für die Dresdner Aufstiegsparty - mit Erfurter Schützenhilfe gegen Osnabrück sollte diese, so der Plan, schon am 9. April gefeiert werden - stimmte. Für Unterhaltung auf dem Rasen sorgten die Hauptdarsteller zunächst allerdings nur bedingt. Dynamo legte Wert auf einen geordneten Spielaufbau und wechselte erst in der sechsten Minute ein erstes Mal in den Turbo-Modus: Aosman setzte Stefaniak in Szene und dieser den Ball mit einem saftigen, aber unpräzisen Schuss über den Gästekasten. Das schnelle Dresdner Umschaltspiel rollte nun an: Nach Testroets vehementem Tempolauf und Eilers' Vorarbeit war es erneut Stefaniak, der sich der Führung annäherte. Kiel-Keeper Zentner parierte, Eilers stand nachfolgend im Abseits (10.).

Aosman hat Alu-Pech

Und die Störche? Die wollten keineswegs nur die Staffage für die Dresdner Aufstiegsfeier sein. Und die Norddeutschen fanden alsbald ein Mittel, um der Hintermannschaft der SGD Kopfzerbrechen zu bereiten. Flache oder halbhohe Zuspiele von den Außen - zumeist von rechts -, die ein ums andere gefährlich in den Dresdner Strafraum kamen. In der 17. Minute musste Dynamo-Torwart Blaswich nach einer Herrmann-Hereingabe und dem Abschluss von Sané erstmals ran. Dresden war gewarnt und meldete sich durch einen Hefele-Kopfball wieder selbst zu Wort (20.). Zehn Minuten später hatten die Dresdner Fans den Torschrei bereits auf den Lippen - sogar zweimal: Aosman platzierte die Kugel kernig am linken Pfosten, von wo der Ball ins Feld zurücksprang. Beim Nachschuss von Eilers packte Störche-Schlussmann Zentner reaktionsschnell zu.

Doch auch nach Aosmans Alu-Kracher hielt Kiel gut sortiert und im Vorwärtsgang gefällig dagegen. Die Bälle flogen immer wieder in die Schnittstellen des Dresdner Defensivzentrums. In der 39. Minute hätte Fetsch die Gäste beinahe in Front gebracht, sein Schuss strich hauchzart am linken Pfosten vorbei.

Der 33. Spieltag

Auch nach der Pause war es Kiel, das streckenweise strukturierter als die Sachsen wirkte. In der 54. Minute hielten sich die Störche lange im Strafraum des Aufstiegsanwärters auf. Letztlich war es Fetsch, der den Ball am Gehäuse der Hausherren vorbeibeförderte. Höhepunkte blieben in Dresden nun rar. Dynamo tat sich im Offensivspiel gegen souverän verteidigende Neitzel-Schützlinge enorm schwer. In der 62. Minute verbuchten die Schwarz-Gelben durch Routinier Lambertz immerhin wieder einmal eine Torchance – das Spielgerät strich rechts vorbei.

Kiel blieb weiter gefährlich. Ein Schnellhardt-Schuss wurde geblockt (76.). Die Schlussphase begann. Seltsam verhaltene Dresdner wollten es nun noch einmal wissen. In der 83. Minute hatte Testroet die Möglichkeit, die Party-Glocke zu läuten. Doch KSV-Keeper Zentner parierte den Kopfball des Angreifers stark. Es sollte nicht die die beste Möglichkeit für Dynamo im zweiten Durchgang bleiben.

Die Nachspielzeit lief bereits als Eilers sich robust gegen Kohlmann behauptete, die Kugel aber knapp links am Tor vorbeisetze (90. +1). Und das Finish der SGD war noch nicht vorbei: Mehrere Schüsse der Dresdner wurden auf oder vor der Kieler Torlinie geblockt (90. +2.), ehe ein Kreuzer-Kracher Zentner die letzte Arbeitsprobe abverlangte (90. +3).

Dynamo Dresden ist am Samstag (14 Uhr) in Magdeburg gefordert, kann dort den Aufstieg erneut eintüten. Holstein Kiel bekommt an der Förde zeitgleich Besuch von Preußen Münster.