2. Bundesliga 2015/16, 31. Spieltag
20:37 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Karl
K'lautern

20:57 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Gaus
K'lautern

21:19 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Klich
für Karl
K'lautern

21:25 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Demme
Leipzig

21:29 - 56. Spielminute

Tor 0:1
Forsberg
Linksschuss
Vorbereitung Halstenberg
Leipzig

21:36 - 63. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Orban
Leipzig

21:48 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
K. Przybylko
für Mockenhaupt
K'lautern

21:49 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Nukan
für Forsberg
Leipzig

21:53 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
A. Jung
für Demme
Leipzig

21:57 - 83. Spielminute

Tor 1:1
K. Przybylko
Linksschuss
Vorbereitung Ring
K'lautern

22:01 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Ilsanker
Leipzig

22:03 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Fomitschow
für J. Zimmer
K'lautern

22:06 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Selke
für Poulsen
Leipzig

FCK

RBL

Orban sieht Ampelkarte im "alten Wohnzimmer"

Lautern erkämpft einen Punkt dank Przybylko

Yussuf Poulsen

Vorbeigerauscht: Leipzigs Yussuf Poulsen verpasst eine flache Flanke knapp. imago

Rote Bullen spielbestimmend - Rote Teufel giftig

Kaiserslauterns Coach Konrad Fünfstück vertraute auf dieselbe Startelf vom jüngsten 1:0 in Bielefeld . Leipzigs Trainer Ralf Rangnick brachte nach dem 0:1 gegen Sandhausen zwei Neue: Demme und Halstenberg verdrängten Jung und Selke auf die Bank.

Die Roten Teufel gaben den Roten Bullen in der eigenen Hälfte kaum Räume und attackierten mit forschem und energischem Zweikampfverhalten. Zwar hatte RasenBallsport mehr Ballbesitz und agierte durchaus spielbestimmend, doch kamen die Gäste kaum in den gegnerischen Strafraum. Die Sachsen zeigten sich in der Folge schnell genervt vom harten Einsteigen der Hausherren, generierten aber immerhin einige Standardsituationen. Nach einer solchen brannte es lichterloh im FCK-Strafraum: Eine Kaiser-Ecke fand Orban, der aus fünf Metern per Kopf an einem Müller-Reflex scheiterte (13.).

Kaum Strafraumszenen - leidenschaftliche Zweikämpfe

Im weiteren Verlauf schob Kaiserslautern immer wieder hinten raus und verteidigte höher. Das wiederum nahm etwas Druck vom Kessel und zwang Leipzig, lange Bälle zu schlagen. Dies sollte gegen die kompakte Defensive der "Betzebuben" aber nicht das geeignete Mittel sein. Eine Ausnahme gab es trotzdem: Vucur spitzelte eine gegnerische Flanke aus dem Halbfeld vor die Füße von Klostermann, der aus zehn Metern rechter Position volles Risiko ging, aber seinen Direktschuss etwas zu hoch ansetzte (25.).

Bis zum Halbzeitpfiff behielten die Sachsen die Zügel in der Hand und drängten die Pfälzer in deren Hälfte zurück. Mit vielen Kurzpassstafetten, die meist horizontal vorgetragen wurden, baute RasenBallsport zwar kontinuierlich Druck auf, suchte dabei aber auch verzweifelt nach einer Lücke, die sich nicht auftat. Lautern stand kompakt und wehrte sich weiterhin mit Einsatz und Leidenschaft in den Zweikämpfen. Brenzlig wurde es lediglich nach einem Standard: Kaiser zirkelte einen 18-Meter-Freistoß haarscharf am linken Winkel vorbei (37.). Weitere Torraumszenen bot der erste Durchgang nicht. Vor allem Gulacsi erlebte einen ruhigen Montagabend.

Forsberg knackt das Bollwerk

2. Bundesliga, 31. Spieltag

Mit Wiederbeginn brachte Fünfstück Klich für den Gelb-Rot-gefährdeten Karl. An der Rollenverteilung auf dem Rasen änderte das jedoch nichts: Leipzig rannte an, Kaiserslautern blieb in der Defensive gebunden. in der 56. wurde das "Betze-Bollwerk" dann aber mürbe: Sabitzer spielte einen feinen Pass in die Tiefe auf Halstenberg, der von der linken Strafraumkante flach nach innen flankte und sechs Meter vor dem Tor Forsberg fand, der nur noch den Fuß hinhalten musste - 1:0.

Die Roten Teufel mussten den Schalter nun von Defensive auf Offensive umlegen und fanden sich alsbald in einer Überzahlsituation wieder: Ausgerechnet Ex-Teufel Orban (1997-2015), der bei jedem Ballkontakt gnadenlos und lautstark ausgepfiffen wurde, sah nach einem taktischen Foul Gelb-Rot (63.). Wirkliche Durchschlagskraft konnte der FCK aber auch mit einem Mann mehr auf dem Feld zunächst nicht entwickeln. Leipzig verteidigte weiterhin hoch und ließ den Gegner nicht in den Gefahrenbereich kommen.

Joker Przybylko sticht

Fünfstück musste also mehr riskieren und brachte mit Przybylko einen zusätzlichen Stürmer (75.) - Rangnick reagierte und wechselte mit Nukan einen Innenverteidiger ein (76.). Fünfstücks Schachzug aber ging auf: Sein Joker legte frei vor dem Tor quer zum mitgelaufenen Ring, der vor dem rechten Fünfmetereck drüber schoss (80.). Besser klappte diese Kombination andersherum: Ring flankte von rechts vors Tor, wo der wohl haarscharf im Abseits stehende Przybylko aus fünf Metern auf 1:1 stellte (83.). Die Pfälzer rannten in der Schlussphase noch einmal an, doch es blieb beim Unentschieden.

Spieler des Spiels

Mateusz Klich Mittelfeld

2
Spielnote

Ein intensives und am Ende spannendes Duell, jedoch nur vereinzelt mit spielerischen Höhepunkten.

3
Tore und Karten

0:1 Forsberg (56', Linksschuss, Halstenberg)

1:1 K. Przybylko (83', Linksschuss, Ring)

K'lautern

M. Müller 2,5 - Mockenhaupt 4 , Vucur 3,5, Ziegler 4, Gaus 3 - Karl 4,5 , Halfar 4, J. Zimmer 3,5 , Ring 3,5, Jenssen 4,5 - Bödvarsson 4

Leipzig

Gulacsi 3 - Klostermann 4, Orban 4 , Compper 3,5, Halstenberg 2,5 - Ilsanker 3,5 , Demme 3,5 , D. Kaiser 4, Sabitzer 3, Forsberg 2,5 - Poulsen 3,5

Schiedsrichter-Team

Bastian Dankert Rostock

5
Spielinfo

Stadion

Fritz-Walter-Stadion

Zuschauer

27.332

Kaiserslautern spielt an diesem Freitag (18.30 Uhr) beim FSV Frankfurt. Leipzig empfängt gleichzeitig Arminia Bielefeld.